Review

Zwanzig Jahre nach dem ersten Burn The Priest Album kehrt die dazwischen zu Lamb of God umbenannte Truppe um Sänger Randy Blythe zu ihren Wurzeln zurück und veröffentlicht mit „Legion: XX“ – erneut unter altem Namen – ein neues Album. Leider also kein neues Lamb of God-Material (zuletzt die 2016er EP „The Duke“, davor das 2015er Album „VII: Sturm und Drang“), dafür aufgewärmte Punk-Mucke im Covergewand.

Insbesondere für Fans des Hardcore/Punk dürfte das Burn The Priest-Coveralbum „Legion: XX“ daher interessant sein. Allen anderen hilft vermutlich der satte Sound über die Tatsache hinweg, es hier lediglich mit Covertracks zu tun zu haben. Und auch wenn die Melodien immer mal wieder ganz untypisch für Lamb of God sind, macht es doch stellenweise durchaus Laune, die Platte zu hören.

Zumal der Opener Inherit The Earth“ gar nicht mal als Punk-Song zu erkennen ist. In der hier gezeigten Version hätte er auch auf einem ihrer Alben wie beispielsweise „Sacrament“ zu finden sein können, denn schnelle Riffs, flinke Drums und Randy Blythes derbe Stimme sind einfach einmalig.

Burn The Priest (Copyright: Burn The Priest)

Auch die nächsten zwei Songs wissen auf ganzer Linie zu überzeugen, denn nach dem großartigen „Inherit The Earth“ läuft auch „Honey Bucket“ mit gutem Groove sauber durch, während „Kerosene“ mit viel Tiefe die Hörer in seinen Bann zieht. Einen weiteren tauglichen Anspieltipp stellt „Dine Alone“ dar, der wie eine abgefahrene Nu Metal Version von Lamb of God klingt. Insgesamt kann allerdings nicht jeder Track dermaßen vom Hocker reißen. Nichtsdestotrotz ist die Energie, die „Legion: XX“ an seine Hörer überträgt, sehr massiv. 

Mit „Legion: XX“ frönen Burn The Priest hörbar einer Leidenschaft. Dennoch muss man sich das Album nicht zwingend kaufen, es sei denn, man liebt diese Band einfach. Qualitativ gibt es zumindest nichts zu meckern, einzig auf neues Lamb of God Material muss der Fan immer noch warten.

Video

Trackliste

01 Inherit The Earth
02 Honey Bucket
03 Kerosene
04 Kill Yourself
05 I Against I
06 Axis Rot
07 Jesus Built My Hotrod
08 One Voice
09 Dine Alone
10 We Gotta Know

Details

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Label: Nuclear Blast
Vö-Termin: 18.05.2018
Spielzeit: 38:03

Copright Cover: Nuclear Blast



Über den Autor

Marcus
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