Review

Nach ihrem Debütalbum „Prophecy Of Ragnarök“ (2018) veröffentlichen Brothers of Metal nun ihr neues Werk mit dem Titel „Emblas Saga“.

Die achtköpfige Band aus Schweden entführt die Hörer darauf mittels 13 Songs erneut in die nordische Mythologie und nimmt sich diversen Wikinger-Sagen an.

Die Tracks

So geht es im Opener „Brood Of The Trickster“ beispielsweise um eine mythologische Figur, die mithilfe von Tricks die Ordnung im göttlichen Universum durcheinanderbringt. Streicher verbreiten einen mystischen Sound und untermalen zusammen mit hörbarem Feuerknistern und Bläsern die Stimme des Erzählers.

Eine epische Hymne stellt „Powersnake“ dar. Der Chor im Hintergrund klingt wie eine wilde Horde Wikinger und unterstützt die abwechslungsreichen Gesangparts. Die Sprechpassagen wurden mit einem nordischen Akzent versetzt und die Instrumentierung reicht von epischem Metal-Sound bis hin zu sanften mittelalterlichen Klängen.

Folgesong „Hel“ wird mit düsteren Klängen und von einem tiefen, schaurigen Chor begleitet. Der Gesang klingt wehmütig und spiegelt in seiner Darbietung die thematisierte Einsamkeit der Göttin der Unterwelt wider.

Ein Party-Hit ist hingegen „Chain Breaker“. Der Track geht nicht nur schnell ins Ohr, er ist zudem geprägt durch den Gesang, der fast schon ins Screaming übergeht. Die Gitarre legt hier ein ordentliches Tempo vor, das nur gegen Ende des Songs etwas gedrosselt wird, bis schließlich abermals Fahrt aufgenommen wird, um in einem finalen Satz zu enden.

Ruhig und lieblich beginnt „Kaunaz Dagaz (Dawn Of Fire)“ – mit weiblichem Gesangpart und von einem Klavier begleitet. Ein ausschweifendes Instrumentalsolo folgt. Der Text wirkt sehr kämpferisch vorgetragen und beeindruckt besonders durch die Mehrstimmigkeit.

Schneller, harter Gitarrensound stellt die Hetzjagd nach Thors Hammer in „Theft Of The Hammer“ nach. Zwischendurch wird der Song etwas ruhiger, um Platz für eine Erzählstimme zu schaffen.

In „Weaver Of Fate“ gesellen sich zur weiblichen Gesangsstimme eine Akustikgitarre und Streicher. Der erneut zum Einsatz gebrachte Chor unterstreicht die Instrumentierung. Insgesamt ein sehr emotionsgeladenes Stück.

Nach der Single „Njord“ leitet lieblicher nordischer Gesang den Titeltrack ein. Fallender Regen und dezente Streicher sorgen für eine passende Stimmung, bis die männliche Erzählstimme und der gewohnte Metal-Sound einsetzen. Ein fulminantes Instrumentalsolo rundet den Titel ab.

Brothers of Metal (Copyright: George Grigoriadis)

Apropos Solo: Ebenjenes, nämlich ein Drumsolo, eröffnet den Song „Brothers Unite“. Nach und nach ergänzen die übrigen Instrumente das Songgeschehen. Trotz der Fülle an Sounds sind hier die Streicher besonders gut herauszuhören. Der wiederkehrende Loop macht den Song indes sehr eingängig.

Einen würdigen Abschluss findet „Emblas Saga“ nach knapp 56 Minuten mit „To The Skies And Beyond“. Ein letztes Mal warten die Schweden mit einer epischen, fulminanten Instrumentierung und perfekt gesungenen Passagen auf und laden damit zum wiederholten Hören des Album ein.

Fazit

Brothers of Metal verpacken nordische Mythen und Sagen gekonnt in ein Metal-Gewand. Das Ergebnis sind energiegeladene Songs, die durch die jeweilige facettenreiche Instrumentierung und den emotionalen Gesang ihren Weg zu den Fans definitiv finden werden.

Video

Tracklist

01 Brood Of The Trickster
02 Powersnake
03 Hel
04 Chain Breaker
05 Kaunaz Dagaz (Dawn Of Fire)
06 Theft Of The Hammer
07 Weaver Of Fate
08 Njord
09 Emblas Saga
10 Brothers Unite
11 One
12 Ride Of The Valkyries
13 To The Skies And Beyond

Details

Brothers of Metal – Facebook

Label: AFM Records
Vö-Termin: 10.01.2020
Spielzeit: 55:13

Copyright Cover: AFM Records



Über den Autor

Selina
Selina
Carpe Noctem