Review

„Godsend“ ist das nunmehr vierte Album der finnischen Melodic Death Metal Band Bloodred Hourglass.

Geduldig arbeiteten und arbeiten sie sich weiter und weiter nach oben – und dieses Album dürfte ihnen auf diesem Weg behilflich sein.

Mit der Ambition, sich zwar nicht neu zu erfinden, aber zumindest zu modernisieren, haben die Jungs mit „Godsend“ ein solides 10 Titel umfassendes Konzept abgeliefert, das die Balance innerhalb der Band, aber auch den Mut zu Grenzüberschreitungen beweist.

Die Songs

Mit langsamem Rieseln einer – wenn auch blutroten – Sanduhr hat das Quintett allerdings herzlich wenig zu tun, stattdessen stehen sie für Energie, Aggression und Melodie.

Dies beginnt beim Opener „Waves of Black“ und endet mit „White Feather“.

Alle Titel zeigen, dass sie flott sind, in der Sache aber doch dem Melodic Death Metal treu bleiben. Es wird dennoch nicht einseitig oder gar eintönig.

Bloodred Hourglass (Copyright: Nikita Tikka)

Vielmehr verstehen sich Jarkko Koukonen, Lauri Silvonen, Jose Moilanen, Antti Nenonen und Jarkko Hyvönen darin, weitere Elemente einfließen zu lassen, die so manches Mal sogar minimale Pop-Einflüsse aufweisen, was dem gesamten Konstrukt eine gewisse Frische verleiht.

Dabei darf eine Prise Thrash auch nicht fehlen. Das kommt an. So auch bei „The Unfinished Story“ und „Devourer“.

Ein elektronisches Intro findet sich schließlich noch bei „My Route“. Wenn das auch erst irritierend wirken mag, geht es fließend in stimmige Gitarrenriffs über.

Weiter – ohne Verschnaufpause – geht es mit „Pieces“. „August“ lässt ebenfalls keine Wünsche offen. Und auch das bereits erwähnte „White Feathers“ ist ein Stück, das den Ausklang des Albums gut hinbekommt.

Fazit

Es bleibt weiterhin spannend, denn die Finnen haben Potenzial!

 

Video

Tracklist

01 Waves of Black
02 The Unifinished Story
03 Devourer
04 Alysia
05 My Route
06 Pieces
07 Ask And You Shall Receive
08 August
09 On My Throne
10 White Feather

Details

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Label: Out of Line Music
Vö-Termin: 28.06.2019
Spielzeit: 43:14

Copyright Cover: Out of Line Music



Über den Autor

Daggy
Daggy
Es war einmal...vor langer Zeit..., ein Mädel aus Bayern, das den Sprung von einer katholischen Klosterschule schaffte und ans andere Ende Deutschlands reiste. Dort absolvierte sie als eine der ersten Frauen ihren Dienst bei der Marine. Von dort aus führte ihr Weg zu ihrem jetzigen Job, der sie seither rund um die Welt führt. So lebte sie bisher in den USA (Atlanta), Berlin (ohnehin ihre Wahlheimat), Indien (Mumbai) und derzeit China (Peking). Dabei ist das Reisen, als auch das Fotografieren ein wesentlicher Teil von ihr. Das Ganze wird untermalt von ihren "exzessiven" Konzert- und Festivalbesuchen, denn Musik öffnet überall auf der Welt Tür und Tor.