Review

Auf ihrem achten Album namens „Rise Of The Dragon Empire“ melden sich die Schweden von Bloodbound mit ihrem Power Metal der eingängigen Art zurück.

Diesen untermalt das Sextett mit dichten Keyboard-Arrangements, wobei das Augenmerk im Songwriting eindeutig auf die Melodien gelegt wird.

Power Metal der eingängigen Art

Die mehrstimmigen, oftmals episch vorgetragenen Refrains der neuen elf Songs gehen umgehend ins Ohr. Bestes Beispiel dafür ist bereits der Opener, der gleichzeitig auch der Titeltrack ist.

Im Folgenden bieten Bloodbound eine gute und ausgewogene Mischung aus schnellen Nummern („Slayer Of Kings“) und Midtempo-Stücken, die mit schönen, einfach gehaltenen Melodien („Skyriders And Stormbringers“) oder durch ihren majestätisch-feierlichen Charakter gefallen.

Wie im Fluge vergeht die Spielzeit von „Rise Of The Dragon“, das damit sehr kurzweilig ausfällt, und schon schließt das ruhige mit archaisches Flair versehene „Reign Of Fire“ das Album.

Auffallend ist im Verlauf dieses Power Metal Ritts das beständige hohe Niveau der Songs. Bloodbound überzeugen hier mit Konstanz. Einzig der Track „Breaking The Beast“ hätte vielleicht ein zusätzliches Highlight vertragen.

Je nach eigenem Empfinden kann auch der Gesang als zu vordergründig und damit zu sehr über der Instrumentierung stehend angesehen werden. Dies ist aber ein rein subjektiver Kritikpunkt. Objektiv betrachtet ist Bloodbound ein rundum gelungenes Power Metal Album gelungen, das seine Stärken in klaren Songstrukturen und seiner Melodiestärke hat. Dadurch wirken die Titel allesamt sehr bodenständig und die Band gerät zu keinem Zeitpunkt in Verdacht, sich zu sehr zu verkünsteln.

Bloodbound (Copyright: Peter Mattsson & Susanna Olsson)

Auch hinsichtlich der Produktion hat man nichts falsch gemacht. Eingekehrt in den Black Lounge Studios und mit erneuter Unterstützung von Jonas Kjellgren, der bereits den letzten vier Alben von Bloodbound den Mix verpasst hat, wirkt in dem kraftvollen, klaren Sound vor allem die Gesangsstimme sehr passend zum Stil und gewinnt schnell die Aufmerksamkeit des Hörers.

Klingt wie ?!

Sollte man nun noch Referenzen zu Genrekollegen suchen wollen, wird man – was die Intonation der Refrains angeht (z.B. in „Blackwater Bay“ und „The Warlock’s Trail“) – bei Wisdom fündig werden. Die Keyboard-Arrangements betreffend (z.B. in „Skyriders And Stormbringers“ und „Breaking The Beast“) ließen sich am ehesten Sabaton als ähnlich ausgerichtete Band anführen.

Davon abgesehen bewegen sich Bloodbound jedoch auf eigenen musikalischen Pfaden und besitzen dadurch durchaus einen Wiedererkennungswert.

Video

Tracklist

01 Rise Of The Dragon Empire
02 Slayer Of Kings
03 Skyriders And Stormbringers
04 Magical Eye
05 Blackwater Bay
06 Giants Of Heaven
07 The Warlock’s Trail
08 A Blessing In Sorcery
09 Breaking The Beast
10 Balerion
11 Reign Of Fire

Details

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Label: AFM Records
Vö-Termin: 22.03.2019
Spielzeit: 45:56

Copyright Cover: AFM Records



Über den Autor

Conny
Conny
"Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert." - Oscar Wilde