Review

Die Metal-Formation Beyond The Black um Frontfrau Jennifer Haben begann bereits neben ihrer Headliner Tour im Jahr 2019 an ihrem neuen Album zu arbeiten. Nun erscheint am 19. Juni 2020 das vierte Studioalbum mit dem Titel „Hørizøns“, welches (laut TV-Werbespot) wie ein „absoluter Metal-Dampfhammer“ einschlagen wird.

Die Tracks

Schon der Titeltrack „Horizons“ verspricht Gänsehautmomente, wenn Frontfrau Jennifer zum ersten Ton ansetzt. Ihre kraftvolle Stimme wird anfangs nur von verworrenen Stimmen und Streichern untermalt. Nach 30 Sekunden setzt dann die volle Metal-Maschinerie ein, welche mit mehrstimmigen Gesangparts und Streichern durchzogen wird.

Streicher übernehmen auch in den Strophen von „Misery“ eine dominante Rolle ein, wohingegen der Refrain vom Metal-Sound geprägt ist.

Eher ruhiger geht es in „Wounded Healer“ zu, in dem Elize Ryd, ihres Zeichens Frontfrau von Amaranthe, einen Gesangpart erhielt, der sich vorzüglich zur Powerstimme von Jennifer gesellt. Dieses Duett der Metal-Frontfrauen zeigt, welche Kraft in diesen zierlichen Personen schlummert. Die Stimmen werden neben den typischen Instrumenten auch von verzerrten Streichern und einem Piano untermalt.

Nachdenklich stimmt „Human“, ein Song, der mit einer Art elektrischen Drum und einer akustischen Gitarre in den Strophen begleitet wird. Auch hier dürfen die Streicher und der mehrstimmige Gesang nicht fehlen.

Ebenfalls mit elektronischen Sounds untermalt, schließt sich „Golden Pariahs“ an. Während der Gesang teilweise verzerrt daherkommt, ist der Track insgesamt ein Song, der zum Headbangen einlädt.
Auch „You’re Not Alone“ wird mit Elektrosounds und Streichern eingeleitet. Die Strophen sind eher dezent instrumentiert, wohingegen der Refrain das volle Metal-Brett liefert.

Entsprechend des Titels prägt die Marschtrommel unterschwellig den Titel „Marching On“. Gesanglich ist der Track von männlichen Solo-Gesangparts durchzogen, die sich mit Jennifers Parts und einer Art Chorgesang abwechseln. Auch die Gitarren-Soli sind hier äußerst erwähnenswert.

In „Out Of The Ashes“ wird der zerbrechliche Gesang von Jennifer mit sanften Piano-Klängen untermalt. Ganz zart legen sich außerdem die Klänge der Streicher um das Gebilde. Auch die restlichen Instrumente wirken zerbrechlich, wobei der Song an sich doch eine unglaubliche Stärke ausstrahlt und das Potenzial besitzt, die Hörer zu Tränen zu rühren.
Ähnliche Emotionen ruft auch „I Won’t Surrender“ hervor. Durch seine Streicher und das Piano sehr melancholisch und traurig wirkend, vermittelt zudem der Gesang eine gewisse Zerbrechlichkeit und Resignation.

Beyond The Black (Copyright: Chris Heidrich)

Die volle Ladung Metal bekommt man bei „Paralyzed“ ab. Die Instrumente spielen mit einer erstaunlichen Leichtigkeit und machen den Song zu einem Ohrwurm. Die Chorparts laden zum Mitsingen ein und die marschähnlichen Instrumentalparts lassen den Kopf nicken.

Im Rauswurf „Welcome To My Wasteland“ zeigt die Band noch einmal, dass sie feinsten Symphonic-Metal perfektioniert hat. Harte Gitarrenriffs und mehrstimmiger Gesang prägen diesen Song und laden zum Mitsingen und -feiern ein.

Fazit

Wie eingangs schon zitiert, ist dieses Album tatsächlich der absolute Metal-Hammer und übertrifft sicherlich die Erwartungen vieler Hörer.

Die Band hat es gewagt über den Tellerrand hinaus zu schauen und landet damit einen absoluten Volltreffer.
Sowohl der Gesang als auch die Instrumentierung lassen keine Wünsche offen. Nicht nur die Fans der Band dürften von „Hørizøns“ begeistert sein.

Video

Tracklist

01 Horizons
02 Misery
03 Wounded Healer
04 Some Kind Of Monster
05 Human
06 Golden Pariahs
07 Marching On
08 You’re Not Alone
09 Out Of The Ashes
10 Paralyzed
11 Coming Home
12 I Won’t Surrender
13 Welcome To My Wasteland

Details

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Label: Airforce1 Records / Universal Music / Napalm Records
Vö-Termin: 19.06.2020
Spielzeit: 55:53

Copyright Cover: Airforce 1 Records



Über den Autor

Selina
Carpe Noctem