Review

Beach Slang melden sich mit ihrer zweiten Platte und noch mehr Punk-Rock zurück. Ein wenig kürzer als der vorherige Titel „The Thing We Do To Find People Who Feel Like Us“, aber immer noch mit einem gewissen Statement ist „A Loud Bash Of Teenage Feelings“ das Ergebnis von zehn Songs und der Mischung aus Indie-Rock und punkiger Attitüde.

Man mag schon von dem ersten Song meinen, dass die Band auf ihrem neusten Album vielleicht ein wenig rauer oder dreckiger klingt. Allerdings ist „Future Mixtape For The Art Kids“ nicht gerade der Einstieg, der den Hörer direkt catcht.

Anders sieht es hingegen beim darauffolgenden „Atom Bomb“ aus. Trotz einer geringen Laufzeit von knapp zwei Minuten bringt dieser Titel viel energetischen Sound, zu dem man sich einfach bewegen und zu dessen Refrain man einfach mitsingen will. Weiterhin gibt es viele Elemente, die Beach Slang von ihrer ersten Platte mitgenommen haben, die dort besonders überzeugten:
Zum einen der melodische Touch, den der Sound immer mal wieder aufweist und geschaffen durch simple, aber effektive Riffs und einem animierenden Gesang, der durchweg natürlich klingt – bis auf die eine oder andere Verwendung der Verzerrung auf der Stimme.
Zum anderen transportieren Beach Slang erneut ein jugendliches und ungestümes Gefühl, welches sie nicht nur musikalisch, sondern auch lyrisch immer wieder ausleben. Das führt zu Ohrwürmern und Songs, die ab der ersten Sekunde ihre Hörer ansprechen und tragen.

Dies gilt aber nur für die Hälfte des Albums, denn in regelmäßigen Abständen begegnet man einer Band, die nicht gerade ihr gesamtes Potenzial auszuschöpfen scheint. In diesen Momenten geht es allenfalls sehr generisch voran, auch wenn es die eine oder andere Ballade wie „Young Hearts“ auf den Silberling geschafft hat. Hier scheint wirklich etwas vom Charme des Vorgängers „The Thing We Do To Find People Who Feel Like Us“ verloren gegangen zu sein.

Beach Slang (Copyright: Beach Slang)

Beach Slang (Copyright: Beach Slang)

Dazu muss man sagen, dass, sollte man seine Prioritäten richtig setzen, auch von Songs wie „The Perfect High“ wieder aufgefangen wird. Es ist nur schade, wenn ein großer Anteil der musikalischen Ausschweifungen so austauschbar klingt.

Fans werden es der Band sicher verzeihen können, nicht direkt einen nahtlosen Anschluss an das Debüt vollbracht zu haben. Dazu beweisen Beach Slang, dass eben doch zeitweise auch ein wenig mehr gehen kann. Eine Chance sollte man der Platte auf jeden Fall geben, da die Band auf den Punkt genau auf die Emotionen einwirken kann, wenn sie es denn will.

Video

Trackliste

01 Future Mixtape For The Art Kids
02 Atom Bomb
03 Spin The Dial
04 Art Damage
05 Hot Tramps
06 Punks In A Disco Bar
07 Wasted Daze Of Youth
08 Young Hearts
09 The Perfect High
10 Warpaint

Details

Beach Slang – Homepage
Beach Slang – Facebook

Label: Big Scary Monsters
Vö-Termin: 23.09.2016
Spielzeit: 29:54

Copyright Cover: Big Scary Monsters



Über den Autor

Christopher