Review

Battle Beast bezeichnen sich selbst als „Finnish masters of party power metal“ und liefern dementsprechend auch mit ihrem aktuellen Album „No More Hollywood Endings“ ein volles Brett ab.

Und laut Frontfrau Noora Louhimo läutet das fünfte Studioalbum nach dem Vorgänger „Bringer Of Pain“ gar eine neue Ära der Bandgeschichte ein:

Das BATTLE BEAST hat sich ein schillerndes neues Aussehen verpasst, das wir auf dem neuen Werk voller Stolz präsentieren. Mit Songs im Gepäck, die mehr Power, Theatralik und Emotionen als all unsere vorherigen Stücke besitzen, öffnet „No More Hollywood Endings“ das spannendste Kapital seit unserer Bandgründung. Wartet ab, bis ihr das Material erst live zu Ohren bekommt. Kommt vorbei und macht euch selbst ein Bild von diesem neugeborenen BEAST!

Das Biest ist los!

Bereits der Opener „Unbroken“ liefert einen fulminanten Orchester-Sound, der eine gewisse Tragik in sich birgt. Auch das Keyboard kommt in diesem Song nicht zu kurz. Der Wechsel zwischen reinem Metal-Sound und zusätzlichem Orchester-Klang macht den Song abwechslungsreich und stellt zugleich Zerbrechlichkeit und Stärke dar.

Ähnlich fulminant fällt der Titeltrack „No More Hollywood Endings“ aus. Dieser wird mit Violine, Piano und Kastagnetten eingeleitet und erhält dadurch kurzzeitig einen spanischen Touch. Dann steigt das Orchester mit ein und sowohl soundtechnisch als auch gesanglich fühlt sich der Hörer in eine Ballett-Aufführung versetzt. Insgesamt ein extrem eingängiger Track.

Von Piano und leisen Streichern wird „Eden“ eingeleitet. Das Piano zieht sich durch den gesamten Song, der recht Metal-lastig wirkt und doch eine gewisse Leichtigkeit versprüht.
Ebenso leicht und melodisch fröhlich wirkt „Endless Summer“, welcher – trotz des eher traurigen Textes – fast schon als Sommer-Hit durchgehen könnte.

„Unfairy Tales“ wirkt durch den härteren Sound dagegen nahezu kämpferisch. Der Song weist ganz klar die typischen Metal-Elemente auf, während die eingeschobenen Melodieläufe für Abwechslung sorgen.

Mit „Piece Of Me“ bleibt es härter und kämpferisch. Hier wird zu den bisherigen Instrumenten ein DJ-Set verwendet. Rockröhre Noora komplettiert das Ganze auf gesanglicher Ebene.

Battle Beast (Copyright: Jarmo Katila)

Einer der härtesten Titel des Albums folgt mit „The Golden Horde“. Zu einleitendem Pferdegewieher und Hufschlägen gesellt sich ein harter Metal-Sound mit einem unschlagbaren Tempo.

„I Wish“ klingt schließlich wie eine Film-Melodie. Das Orchester und die eingesetzte Glocke lassen den Song schwer und dramatisch erscheinen. Auch das Piano bekommt hier seinen Auftritt.

„Raise Your Fists“, ein Track, um in eine Schlacht zu ziehen, birgt eine gewisse Dramatik und Spannung. Hier dürfen die klassischen Instrumente ihr ganzes Können unter Beweis stellen.

Wie ein Song aus den 80ern mit seinem Elektro-Sound und dem Synthesizer klingt „The Hero“. Schematisch passt er nicht ganz zu den anderen Songs, besitzt jedoch einen ganz eigenen Charme.

„World On Fire“ könnte man ebenfalls eher in die 80er stecken, denn die Einleitung durch den Synthesizer lässt den Song etwas old school wirken.

Fazit

Das Album kann mit seiner Mischung aus Orchester- und Rocksound absolut überzeugen. Die Songs sind sehr abwechslungsreich gestaltet und lassen keine Wünsche offen.

Video

Tracklist

01 Unbroken
02 No More Hollywood Endings
03 Eden
04 Unfairy Tales
05 Endless Summer
06 The Hero
07 Piece Of Me
08 I Wish
09 Raise Your Fists
10 The Golden Horde
11 World On Fire

Details

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Label: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 22.03.2019
Spielzeit: 45:42

Copyright Cover: Nuclear Blast



Über den Autor

Selina
Selina
Carpe Noctem