Review

Das Schweizer Quartett Askara veröffentlicht nach dem Debütalbum „Horizon Of Hope“ sein neues Album „Lights of Night“ und wartet mit konstanter Leistung auf.

Ganz im Sinne eines klassischen Melodic Dark Metal umfasst der Neuling der Band elf Titel, die dem weiblichen Lead mit akzentuierten Growling-Elementen eine atmosphärische Note geben.

Die Schweizer verstehen es, ihre eigene Art des Dark Metal zu interpretieren, ihn mit der nötigen Menge an Düsternis zu würzen und mittelalterlich klingende Klangkörper einzustreuen. Interessant dabei ist, dass das Album mitunter mit groovigen Elementen aufwarten kann, dabei aber trotzdem nichts an Melodie missen lässt. Authentizität und Härte werden insgesamt auch nicht „vergessen“ und machen aus dem Album eine runde Sache.

Jeden einzelnen Song dabei zu analysieren ist nicht nötig, denn einzelne Songs stehen exemplarisch für „Lights of Night“ als solches, bieten tatsächlich das Licht in dunkler Nacht und taugen zum Verweilen und Genießen.

Ein Blick auf exemplarische Songs

„The Birth Of A Star“ eröffnet ausschließlich instrumental das Album und baut sich langsam, aber nicht weniger kraftvoll auf. Das lässt auf mehr hoffen – und so viel kann verraten werden: Enttäuscht wird man nicht.

Der Folgetitel „Nocturne Of Cold Mystery“ hat etwas Mystisches an sich und zieht in den Bann.

Das knapp 9-minütige „To Ailsa Rock“ umfasst die ganze Bandbreite der Band und zeigt dabei ihr balladeskes Repertoire bis hin zu kraftvollen Riffs, die von Qualität zeugen. Der Wechsel zwischen Schwermut und „lichten Momenten“ untermalt dabei die Vorzüge der Melodieabläufe und Emotionen.

Askara (Copyright: Askara)

Schwermut, die durch Celli betont wird, verströmt auch „Hibernation“. Damit lädt der Song zum Anhalten, Durchatmen und Genießen ein. Mehrfach-Gesang gibt dieser Ballade die nötige Tiefe und Beseeltheit.

Die Single-Auskopplung „Dark Knight Of The Soul Pt. I“ schlägt wieder kraftvoller in die Kerben, wechselt sich aber wieder mit langsameren Parts ab, um den Lyrics Ausdruck zu verleihen.

„The King’s Song“ bildet schließlich den Abschluss von „Lights of Night“ und ist in der Tat eines Königs würdig. Zum Ende hin schraubt die Band noch einmal am Energie-Regler und fährt selbigen erneut hoch, ganz einem letzten Aufbäumen gleich kommend.

Fazit

Dieser Silberling ist durchaus hörbar. Das Album hat die nötige Tiefe und ist ein guter Indikator dafür, dass man von Askara noch mehr erwarten darf. Allerdings ist diese Scheibe etwas eindimensional. Technisch zwar ordentlich umgesetzt und einer Melodic Metal Band würdig, ist da trotzdem noch Luft nach oben. Etwas mehr Experimentierfreude würde hier durchaus passend sein.


Askara – Lights Of Night

Video

Tracklist

01 The Birth Of A Star
02 Nocturne Of Cold Mystery
03 Through Fire
04 By God
05 To Ailsa Rock
06 Reprise: Harbour Lights
07 Hibernation
08 Dark Night Of The Soul Pt. I
09 Seven Years
10 Viator
11 The King’s Song

Details

Askara – Homepage | Askara – Facebook

Label: Fastball Music / Bob-Media
Vö-Termin: 08.04.2022
Spielzeit: 52:15

Copyright Cover: Fastball Music



Über den Autor

Daggy
So ist das Leben, sagte der Clown mit Tränen in den Augen, und malte sich ein Lächeln ins Gesicht.