Review

Ascend The Hollow haben sich aus der ehemaligen Formation Xerosun heraus entwickelt und präsentieren mit „Echoes Of Existence“ ihr brandneues Album.

Den Hörer erwarten zehn brachiale Songs im Cyber Metal-Stil, welche in eine von Maschinen dominierte Welt führen. Die Band spricht in ihren Songs Tabu-Themen wie Depressionen, Selbstmord und Kindesmissbrauch an. Willkommen auf der dunklen Seite der Menschheit!

Cyber-Tech-Metal für Fans

Mit elektronischen Klängen und einem Klavier wird der Opener „Polaris Calling“ eingeleitet. Schnell schlägt dies in Metal-Sound um, der sowohl mit Growls als auch mit Klargesang daherkommt. Immer wieder ist das Piano zwischendurch zu hören. Inhaltlich behandelt der Titel das Thema der bipolaren Störung. Entsprechend wirkt der cleane Gesang sehr verzweifelt und man spürt, dass gegen die dunkle Seite angekämpft werden soll.

Auch bei „Mother Of Morality“ wird das Schema Gut gegen Böse ausgespielt. Der cleane Gesang käme – nicht nur hier – alleine jedoch deutlich besser an.

Der Elektro-Sound bei „Sea Of Crises“ macht zu Beginn Hoffnung darauf, dass dieser Song etwas eingängiger wird als die bisherigen Tracks. Leider wird man aber eines Besseren belehrt. Positiv zu bewerten ist indes die musikalische Leistung, welche die Gitarre hier erbringt.

In „Into The Black Eye“ ist hingegen das Piano hervorzuheben, welches eine doch eingängige Melodie spielt. Der Song besteht nur aus der Piano-Melodie, dem Klargesang und Stimmen-Gewirr. Allerdings wurde hier das vorhandene Potenzial nicht ausgeschöpft.

„This Dark Rage“ weist wieder den bereits bekannten Sound auf – und verbreitet damit fast schon Langeweile. Man hofft mit jedem Song, dass vielleicht doch noch ein Highlight folgen wird. Stattdessen blitzen nur gute Ansätze auf, die aber nur kurz überzeugen, wie etwa das beachtliche Tempo der Drums in „Swarms Within“ oder die elektronische Melodie in „Prisoners Of The Storm“, die immer wieder im Song auftaucht, aber nie lange anhält.

Ascend The Hollow (Copyright: Olga Kuzmenko)

„Repent Rewind Reset“ ist dann fast schon harmlos im Gegensatz zu den anderen Songs. Man hat das Gefühl, dass der cleane Gesang dominiert und dieser einer der wenigen Texte ist, den man gut versteht.

Den Abschluss bildet schließlich der mystisch angehauchte Titel „C3lls“. Die darin vorkommende Zeile „Wir sind allein auf dieser Welt“ wird in mehreren Sprachen gesungen. Der Text klingt wie ein Mantra. Streicher und Elektro-Sound untermalen das Ganze.

Fazit

Leider kann „Echoes Of Existence“ von Ascend The Hollow nur bedingt überzeugen. Ob dies nun dem Cyber-Tech-Sound oder den zum Großteil unverständlichen Texten geschuldet ist, dürfte im Auge des jeweiligen Betrachters liegen.

Für Fans des Progressive-Metal kann das Werk aber durchaus reizvoll sein. Viele mögen sich jedoch mit dieser Art Musik nicht anfreunden können. Probehören ist daher ratsam.

 

Video

Tracklist

01 Polaris Calling
02 Vessels
03 Mother Of Morality
04 Sea Of Crises
05 Into The Black Eye
06 This Dark Rage
07 Swarms Within
08 Prisoners Of The Storm
09 Repent Rewind Reset
10 C3lls

Details

Ascend The Hollow – Homepage | Ascend The Hollow – Facebook | Ascend The Hollow – Twitter

Label: Dr. Music Records / recordJet / Edel
Vö-Termin: 07.06.2019
Spielzeit: 52:42

Copyright Cover: Dr. Music Records



Über den Autor

Selina
Selina
Carpe Noctem