Review

Arrakis‘ Album „Ammu Dia“ bringt instrumentalen Stoner Rock und einen psychedelischen Gesamtsound zusammen. Und bei einer knappen Stunde Laufzeit darf auch die eine oder andere improvisierte Passage nicht fehlen, mit denen das Trio seine sieben Songs schmückt.

Zunächst einmal entstand „Ammu Dia“ in Eigenproduktion und klischeebehafteter Weise klingt die Platte auch so. Alles ist sehr dumpf und der Sound will nicht so recht aus den Boxen knallen. Allerdings ist auch durchaus erkennbar, dass das gesamte Material live eingespielt wurde, was dem instrumentalen Faktor des Albums zugutekommt.

Was die Herangehensweise von Arrakis betrifft, so kann man sagen, dass die Instrumente meist schleppend über den Beat laufen – und das auf eine groovige Art. Neben den prägnanten Stoner Riffs gesellen sich dann auch noch die psychedelischen Einflüsse. Dieser Mix kommt die meiste Zeit sehr effektvoll rüber.

Auf Dauer jedoch stagnieren die Songs in ihrer Vielfalt und es geht meistens nur noch darum, den Takt voll zu kriegen. Ohne Gesang wird es hier sogar noch schwieriger, dem Ganzen zu folgen, da die Hörer nichts Abwechslungsreiches vorfinden, an dem man sich festhalten könnte. Äußerst ärgerlich, wenn man bedenkt, dass einen auf „Ammu Dia“ schon der eine oder andere catchige Moment direkt mitreißt.

Arrakis (Copyright: Arrakis)

Arrakis (Copyright: Arrakis)

Wenn Arrakis wollen, dann können sie auch etwas individueller auftreten und von ihrer Monotonie ablassen. Besonders die Soli agieren weitab von den eigentlichen Strukturen, was den Titeln das gewisse Etwas verleiht. Und auch dynamisches Riffing wird hier gerne gehört. Dazu wiegt der Stoner Rock sehr schwer. Und obwohl die Gitarren eine größere Rolle spielen, kommen hier ein paar sehr lässige Basslinien zum Einsatz.

Doch am Ende fehlt es dann an einer Menge Innovation und dem Wow-Effekt, der „Ammu Dia“ durch die Decke gehen lässt. Dadurch kann man für sich selbst nach dem ersten Durchlauf auch nicht wirklich einen Song ausmachen, der einem besonders im Gedächtnis hängen geblieben ist.

Wer Stoner Rock anbetet und auch auf ein paar bunte Farben nicht verzichten möchte, bekommt hier eigentlich alles geboten. Ansonsten gibt „Ammu Dia“, bis auf ein paar kurze untergehende Highlights, nichts her. Da ist noch eine Menge Luft nach oben.

Video

Trackliste

01 Audium
02 Ammu Dia
03 Oppose
04 Aztec
05 Noema
06 Podium
07 Diplomacy 

Details

Arrakis – Homepage
Arrakis – Facebook

Label: Eigenvertrieb
Vö-Termin: 16.07.2015
Spielzeit: 58:44

Coypright Cover: Arrakis



Über den Autor

Christopher