Review

Ihre avantgardistische Mischung aus Future Pop, Electropop, Synthpop der 80er Jahre und Dark/New Wave setzt das 2012 gegründete Osnabrücker Duo Alphamay auch bei ihrem neuen Werk „Conformity“ ein.

Das inzwischen sechste Album bietet mit seinen 13 Tracks Abwechslung, die durchweg authentisch beim Hörer ankommt.

Die Songs

Beginnend mit „60 Centuries“, einem mit starken 80er Jahre Synthpop-Elementen durchzogenen Song, machen Alphamay schon jetzt Lust auf mehr. Insbesondere die sanfte und dennoch kraftvolle Stimme findet sich sehr schön in den Titel ein und führt zu einem harmonischen Ganzen. Der Opener holt die Hörer ab und versprüht ein wohliges Gefühl.

Das nachfolgende „Reach Out“ zeigt dann einen Mix aus Future Pop und Dark/New Wave, in den gut gelungene Klangelemente eingebunden sind. Allerdings dürfte nicht jeder Gefallen am Song finden, da der Gesang sehr Dark Wave-lastig ist. Versöhnlich stimmen die Beats, die schön in den Vordergrund treten und die Hörerschaft auch zu Hause das Tanzbein schwingen lassen.

Mit tiefer eingehender Stimme wird „Conform Us“ präsentiert. Auch hier bedienen sich Alphamay Future Pop Elementen, was dem Song einen ausgereiften Anstrich verpasst. Zudem ist diese Kombination hier ein wahrer Ohrenschmaus und stellt definitiv ein Highlight des Albums dar.

Etwas poppiger und 80er Jahre-lastiger trifft „Diorama Story“ direkt ins Herz. Sticht der Gesang schon sehr gut hervor, ist es vor allem der äußerst präsente Refrain, der sofort ins Ohr geht und auf ganzer Linie überzeugt. Zu anderen Zeiten wäre der Track wohl ein gern gehörter/gespielter Song in den Clubs des Landes.

Alphamay (Copyright: Alphamay)

In eine wunderbare Klangwelt, begleitet von einer tiefen, aber zugleich sanften Stimme, entführen Henning Hammoor und Cris Frickenschmidt die Hörerschaft durch den wohl emotionalsten Song auf „Confomity“. „Caleidoscope“ verursacht ein wahres Gänsehautgefühl und lädt zwischendurch mit starken Beats und melodischem Refrain zum Bewegen ein. Ein rundum harmonisches Lied.

Auch „Afterglow“ ist durchaus hörenswert. Da aber auch hier der Gesang nicht jedem Hörer zugänglich bzw. zuträglich sein könnte, ist es erneut eine Frage des persönlichen Geschmacks, inwiefern der Titel gefällt. Das Gesamtkonzept des Tracks ist dennoch stimmig, während die Beats sowie die Melodie eingängig sind und zum Tanzen einladen.

Mit „Praey“ beenden Alphamay ihr Album – leider mit wenig Text, viel Melodie sowie in den Vordergrund gesetzten Beats. Weil der Gesang hier definitiv zu kurz kommt und sich nicht ganz in das Gesamtbild des Albums einfügen möchte, hätte „Conformity“ alles in allem einen besseren Abschluss verdient.

Fazit

Alphamay haben mit „Conformity“ ein sehr abwechslungsreiches Album kreiert. Durchweg hörenswert, kommt hier zudem keine Langeweile auf. Ganz ohne Kritik kommt das Werk jedoch nicht aus, das dennoch jedem Genre-Fan aufgrund seiner positiven Eigenschaften zum Probehören hiermit empfohlen sei.

Video

Tracklist

01 60 Centuries
02 Reach Out
03 Death Is Kind
04 Heir Of Eternity
05 Conform Us
06 Diorama Story
07 Caleidoscope
08 Silence Of The Youth
09 Follow Me
10 Afterglow
11 Good Old Days
12 Mirror Man
13 Praey

Details

Alphamay – Homepage | Alphamay – Facebook | Alphamay – Twitter

Label: Battersea Electric
Vö-Termin: 20.06.2020
Spielzeit: 53:36

Copright Cover: Battersea Electric



Über den Autor

Jasmin
Musik ist Balsam für meine Seele