Review

Ihr letztes Album „Midget Vampire Porn“, erschienen vor knapp drei Monaten, noch in den Playlists ihrer Hörer, legen Agonoize bereits jetzt mit der EP „A Vampire Tale“ nach.

Darauf besticht nicht nur der Wiedererkennungswert der Band um Chris L., vielmehr zeigen sich die Berliner mit erneuter Power, aber auch ungewohnt düster und depressiv zugleich.

Die Songs

Die Lust zu stampfen und zu tanzen ist bei so ziemlich jedem der insgesamt acht Titel gegeben. Besonders erwähnt werden sollen diesbezüglich aber Opener „A Vampire Tale (Blutdurst)“ und „Requiem“

Der ebenfalls auf den Silberling gebannte The Prodigy-Song „Breathe“ zeigt wiederum in der hier anzutreffenden Agonoize-Version nicht nur den Schmerz ob des Verlustes eines Keith Flint, sondern haucht dem allseits bekannten Track ein eigenes Leben ein – sehr gekonnt!

„I Just Want To Live“ und „The Fall“ lassen die Hörer kurz innehalten und schlicht genießen, geben sich Agonoize damit doch tatsächlich auch etwas „ruhiger“. Das gefällt, sogar sehr.

Agonoize live beim WGT 2019 (Copyright: Dagmar Urlbauer / DeepGround Magazine)

Die Remixe, die abschließend vertreten sind, darunter „Bullet“ von Intent:Outtake, „A Vampire Tale“ von Vanguard und „Weltenschmerz“ von Diverje, dürften eine Frage des persönlichen Geschmacks sein. Sie verdeutlichen aber einmal mehr, wie club- und tanztauglich die Tracks der Bosse des Hellectro sind.

Fazit

Agonoize wären nicht Agonoize, wenn sie es nicht auch noch nach all den Jahren verstehen würden, die Tanzflächen zum Beben zu bringen und dabei die Palette an Gefühlen musikalisch umzusetzen.

Kurzum: Grandios, was sie mit der vorliegenden EP „A Vampire Tale“ abgeliefert haben. Weiter so!

 

Video

Tracklist

01 A Vampire Tale (Blutdurst)
02 Breathe
03 I Just Want To Live
04 The Fall
05 Requiem
06 Bullet (Intent:Outtake Remix)
07 A Vampire Tale (Vanguard Remix)
08 Weltenschmerz (Diverje Remix)

Details

Agonoize – Facebook

Label: RepoRecords
Vö-Termin: 07.02.2020
Spielzeit: 35:28

Copyright Cover: RepoRecords



Über den Autor

Daggy
Es war einmal...vor langer Zeit..., ein Mädel aus Bayern, das den Sprung von einer katholischen Klosterschule schaffte und ans andere Ende Deutschlands reiste. Dort absolvierte sie als eine der ersten Frauen ihren Dienst bei der Marine. Von dort aus führte ihr Weg zu ihrem jetzigen Job, der sie seither rund um die Welt führt. So lebte sie bisher in den USA (Atlanta), Berlin (ohnehin ihre Wahlheimat), Indien (Mumbai) und derzeit China (Peking). Dabei ist das Reisen, als auch das Fotografieren ein wesentlicher Teil von ihr. Das Ganze wird untermalt von ihren "exzessiven" Konzert- und Festivalbesuchen, denn Musik öffnet überall auf der Welt Tür und Tor.