Review

Die Welt steht am Abgrund und das einzige Ziel lautet: Überleben. Doch das ist nicht so einfach, wenn irre Sekten und Mutanten jedem noch halbwegs vernünftigen Überlebenden nach dem Leben trachten, denn die Menschen sind aufgrund des Kollapses auch ein wichtiges Nahrungsmittel geworden; der Stärkere frisst den Schwächeren.
Soviel einmal ganz grob zum Plot von „Wasteland“.

Dieser Film aus der Schmiede Tiberius Film ist ein B-Movie der mieseren Sorte. Dabei gibt es aber dennoch einige Highlights, die zumindest zeitweise für so etwas wie Vergnügen sorgen.

Da wären zum einen die Kostüme und Schauplätze. Diese wirken größtenteils sehr genial und vermitteln tatsächlich eine postapokalyptische Atmosphäre.
Mit viel Liebe zum Detail wurde vorgegangen und auch die größeren Herausforderungen, wie beispielsweise wirklich Furcht einflößende Mutanten darzustellen, wurden mit Bravour gemeistert.

Doch was bringen die schönsten Kostüme, wenn in ihnen nur heiße Luft steckt?
Der Cast ist nämlich durchweg extrem schlecht, spielt gänzlich übertrieben und man kauft den Darstellern in der Regel die Rollen nicht ab. Es gibt zwar ein oder zwei Ausnahmen, die retten die schauspielerische Leistung dieses Filmes allerdings nicht.

Noch viel schlimmer ist die deutsche Synchronisation, da offensichtlich nur Sprecher verpflichtet wurden, die noch nie in ihrem Leben einen Film synchronisiert haben. Man sollte also – wenn man zumindest irgendwas von diesem Film haben möchte – tunlichst die englische Sprachfassung ansehen.

Es gibt jedoch hin und wieder – teilweise sogar sinnvoll ins Deutsche übersetzte – kleine Gags, die tatsächlich zünden. Man kann sich nur nie sicher sein, ob sie beabsichtigt sind oder aber aufgrund schlechter darstellerischer Leistungen entstehen.

Was machen wir hier eigentlich? (Copyright: Tiberius Film)

Was machen wir hier eigentlich? (Copyright: Tiberius Film)

Unter dem Strich ist „Wasteland“ ein B-Movie, den man gesehen haben kann, aber nicht muss.
Dieser Film wäre eventuell etwas für die „Schlechtesten Filme aller Zeiten“ von Oliver Kalkofe, dafür Geld auszugeben, lohnt sich jedoch nur bedingt. Zu groß sind die Schwächen dieses Streifens, um durch die wenigen positiven Aspekte ausgebügelt zu werden.

„Wasteland“ könnte jedoch genau dann Potenzial haben, wenn man sich einfach einmal mit ein paar Freunden trifft, um einen miesen Film zu schauen und diesen dann gleich verbal zerreißt.

Die Kostüme sind aber tatsächlich sehr cool.

Trailer

Inhalt

In naher Zukunft ist unser Ökosystem kollabiert, hunderte Sandstürme haben aus der Welt ein postapokalyptisches „Wasteland“ gemacht. Keo und seine Familie haben überlebt, werden aber von einer religiösen Sekte angegriffen. Sie ermorden Keos Frau und kidnappen seinen Sohn. Keo überlebt schwer verletzt und will nur noch eines: Rache! Jahrelang sucht er die Sekte in einer Welt, in der es keinerlei Zivilisation gibt – nur Kannibalen und Mutanten, die Horror und Schrecken verbreiten.

(Copyright: Tiberius Film)

Details

Format: Dolby, DTS, PAL
Sprache: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Bildseitenformat: 16:9 – 1.78:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Studio: Tiberius Film
Erscheinungstermin: 03.07.2014
Produktionsjahr: 2011
Spieldauer: 77 Minuten

Copyright Cover: Tiberius Film



Über den Autor

Stefan †
Stefan †
Die Lücke, die Stefan als Magazinmitbegründer, Administrator, Redakteur und Freund durch seinen plötzlichen und viel zu frühen Tod im Dezember 2014 hinterlässt, bleibt groß. Er wird immer in unseren Herzen und ein Teil des DeepGround Magazines bleiben.