Review

Mit „Schitt’s Creek – Staffel 1“ erreicht eine kanadische Fernsehserie das deutsche Heimkino, die bereits zahlreiche Auszeichnungen einheimsen konnte. Unter anderem brach sie sogar den Emmy-Rekord und gewann 2020 in allen Comedy-Kategorien alle neun Emmys.

Die Sitcom als Familienunternehmen

Da wird es Zeit, die auf den Ideen von Eugene Levy („American Pie“) und seinem Sohn Daniel Levy basierende Sitcom einmal näher zu betrachten.

Die beiden holen für den Cast zudem noch Tochter respektive Schwester Sarah Levy mit an Bord und komplettieren die Besetzung durch namhafte SchauspielerInnen wie Catherine O’Hara („Kevin allein zu Hause“) und Chris Elliott („How I Met Your Mother“).

Sie alle agieren in einem eng gesteckten lokalen Rahmen, denn der Schauplatz reduziert sich auf das kleine Städtchen Schitt’s Creek. Aus diesem holt man aber viel heraus. Denn mit dem Eintreffen der Familie Rose in diesem provinzialen Nest kollidieren zwei Welten miteinander. Die amüsante Darstellung davon bildet den Schwerpunkt der Sitcom und sorgt für den ihr eigenen Humor.

Doch wie kommt solch eine millionenschwere Familie eigentlich in eine derartige Kleinstadt?

Auf nach Schitt’s Creek

Die Serie folgt den Ehepartnern Johnny Rose (Eugene Levy), einem reichen Videotheken-Magnaten, und Moira Rose (Catherine O’Hara), einer Soap-Darstellerin, sowie ihren Kindern David (Daniel Levy) und Alexis (Annie Murphy), die ihr komplettes Vermögen verlieren, da ihr Manager keine Steuern für sie entrichtet hat. Sie sind gezwungen, ihr Leben mit ihrer einzigen verbliebenen Ressource wiederaufzubauen: einer kleinen Stadt namens Schitt’s Creek, die sie für ihren Sohn ein paar Jahre zuvor zu seinem Geburtstag als Geschenk und Witz gekauft hatten. Dort sind sie notgedrungen dazu gezwungen, in einem in die Jahre gekommenen Motel in zwei nebeneinander liegenden Zimmern zu leben. Bei dem Versuch, ihr Leben an die dortigen Gegebenheiten anzupassen, geraten ihr bisheriger hoher Lebensstil in Konflikt mit der Lebensweise der ansässigen, deutlich bodenständigeren Stadtbevölkerung.

(Quelle: Wikipedia)

David (Daniel Levy), Moira (Catherine O’Hara), Alexis (Annie Murphy) und Johnny (Eugene Levy) als Familie Rose in der Sitcom „Schitt’s Creek“. (Copyright: Edel:Motion)

Den Geschehnissen folgt der Zuschauer nur zu gerne, denn unterhaltsamer und – mit nur knapp 20 Minuten pro Folgekurzweiliger geht es kaum.

Gegen Staffelende verliert sich allerdings zusehends der Schwung und Witz der ersten Episoden. Die Handlung wird vorhersehbarer und moralische sowie ernstere Szenen überlagern den Humor.

Fazit

Haarscharf schrammt „Schitt’s Creek – Staffel 1“ damit bei uns an der Höchstwertung vorbei. Abgesehen von diesem kleinen Manko gibt die Serie allerdings keinen Anlass zur Kritik. Im Gegenteil, die Neugier auf Staffel 2 ist bereits geweckt und möge hoffentlich bald erscheinen, immerhin wurde 2020 bereits die letzte und sechste Staffel abgedreht; das deutsche Heimkino hat diesbezüglich also einiges aufzuholen.


Schitt’s Creek – Staffel 1

Trailer

Handlung

Als der Millionen schwere Videothekenmagnat Johnny Rose 1991 seinem Sohn David als Scherz die Kleinstadt namens Schitt’s Creek zum Geburtstag schenkt, ahnt niemand aus der Familie, dass Jahre später genau dieser Ort ihr neues Zuhause darstellen würde.

Die wohlhabende Familie Rose verliert nach einem internen Betrug ihr gesamtes Vermögen und ihnen bleibt nichts anderes übrig, als den verbleibenden Rest ihrer Sachen zu packen und in ein heruntergekommenes Motel in Schitt’s Creek zu ziehen. Die neuen Umstände und das leere Bankkonto bringen große Herausforderungen für Johnny, seine Frau Moira und ihre verwöhnten, mittlerweile erwachsenen Kinder David und Alexis mit sich.

(Quelle: Edel:Motion)

Episoden

01 Willkommen in der Kleinstadt-Hölle
02 Ein grauenvoll geselliger Abend
03 Das Ortsschild
04 Meine lieben Rabeneltern
05 Hüttenzauber
06 Lampenfieber
07 Verwöhntag
08 Das exklusive Geschäftsmodell
09 Leben und sterben in Schitt’s Creek
10 Je oller, je doller
11 Freundschaft Plus-Minus
12 Die total überraschende Überraschungsparty
13 Kaff zu verkaufen

Details

Sprache: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Bildseitenformat: 16:9
Anzahl Disks: 2
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Edel:Motion
Erscheinungstermin: 16.04.2021
Spieldauer: ca. 273 Minuten
Extras: Interviews mit Cast und Crew

Copyright Cover: Edel:Motion



Über den Autor

Conny
"Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert." - Oscar Wilde