Review

Arnold Schwarzenegger, die Ikone des Actionfilms der 80er

Arnold Schwarzenegger ist eine der Ikonen des Actionfilms der 80er Jahre. Mit seinen stilprägenden Rollen in Filmen, wie „Conan der Barbar“, „Das Phantom-Kommando“, „Predator“, „Die totale Erinnerung – Total Recall“ und insbesondere seiner Verkörperung des Terminators machte er sich unsterblich und definierte den Actionfilm als Ein-Mann-Armee maßgeblich mit.

Running Man

Womöglich nicht ebenso populär wie die genannten Blockbuster ist Running Man“ (The Running Man) von Regisseur und „Starsky“ Paul Michael Glaser, basierend auf dem Buch „Menschenjagd“ von Stephen King, das dieser unter seinem Pseudonym Richard Bachman schrieb.

Fans des ehemaligen Mister Olympias und Governators Schwarzenegger dürfte es trotzdem ganz besonders freuen, dass dieser mitunter trashige, grell-bunt inszenierte und kurzweilige Streifen von capelight pictures nicht nur eine plumpe Neuauflage, sondern eine herrliche 4-Disc Limited Collector’s Edition im Mediabook spendiert bekommen hat. Diese Version bietet das Rundum-glücklich-Paket und umfasst den Film auf Blu-ray und DVD, eine Bonus-Blu-ray mit über zwei Stunden brandneuen Extras, eine Soundtrack-CD mit dem Score von Harold Faltermeyer sowie ein 48-seitiges Booklet.

Inhalt

Das Zukunftsszenario von „Running Man“ sind die USA im Jahr 2017. Im letzten Jahr haben wir die blutrünstige Dystopie also bereits folgenlos überholt.

Nach dem Zusammenbruch der Weltwirtschaft ist das Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu einem Polizeistaat und einem totalitären Regime verkommen. Nahrung ist rar und das Regime zensiert strikt Kunst, Musik und Kommunikation. Mit diversen perfiden Spielshows soll die Bevölkerung von diesen miserablen Zuständen abgelenkt und manipuliert werden. Die beliebteste unter diesen populären Gameshows ist „The Running Man“. In dieser blutrünstigen und sadistischen Sendung werden verurteilte Kriminelle von professionellen Menschenjägern und Hightech-Gladiatoren durch eine tödliche Arena gehetzt. Getreu dem Motto „Brot und Spiele“ unter tosendem Beifall des Publikums.

Eines Tages verfrachtet der zynische Moderator Damon Killian (Richard Dawson) den unschuldig verurteilten Polizisten Ben Richards (Arnold Schwarzenegger) in sein geschmackloses Jagdgebiet. Richards scheint jedoch der erste Kandidat zu sein, der der grausamen Show gewachsen ist …

Muskelprotz Arnie muss mal wieder den Tag retten

Trotz medien- und gesellschaftskritischer Ansätze, die hier natürlich unverkennbar und teilweise sogar aktuell sind (Stichwort: Fake News, Beeinflussung durch Medien, entwürdigende TV-Shows) und durch die sich der Film einreiht in ähnliche Produktionen wie „Battle Royale“ oder auch „Die Tribute von Panem“, handelt es sich weitgehend doch um einen typischen Schwarzenegger-Film.

Arnold Schwarzenegger in der Rolle des Ben Richards in „Running Man“ (Copyright: capelight pictures)

Arnie macht uns den kernigen Helden, der allerhand markige Oneliner aus der Hölle vom Stapel lässt und sich als gnadenlose Ein-Mann-Abrissbirne durch Scharen von Gegnern und insbesondere die verrückten Hightech-Gladiatoren prügelt. Daran ist aber auch nichts auszusetzen, denn schließlich lieben wir genau das am Actionfilm der 80er, den es in der Form, also insbesondere ganz ohne ironisches Augenzwinkern, gegenwärtig gar nicht mehr gibt.

Kritik

Kritisieren kann man aber, dass die erstrebte Medien- und Gesellschaftskritik viel zu stiefmütterlich verhandelt wird, um den Film tatsächlich gehaltvoll zu bereichern.

Selbst das Kerngeschäft, die Actionsequenzen und Spezialeffekte, wirken leider oft hölzern und unausgereift.

Auch die schauspielerischen Darbietungen sind weitgehend – insoweit aber auch typisch – nicht gerade Glanzleistungen. Arnie, Ex-Wrestler Jesse Ventura oder auch María Conchita Alonso sind eben nicht die üblichen Oscar-Verdächtigen. Besonders hervor spielt sich womöglich noch Richard Dawson als fieser und skrupelloser Moderator.

Fazit

Rein objektiv betrachtet, ist „Running Man“ sicherlich eher Durchschnittskost und kann vor allem mit den Sternstunden aus Schwarzeneggers Vita nicht konkurrieren.

Subjektiv – und die wunderbare Neuauflage richtet sich natürlich maßgeblich an die Fans des Hünen – ist diese Edition aber absolut empfehlenswert und bringt das grell-bunte, dystopische Zukunftsszenario stilvoll und würdig neu auf den deutschen Markt. Für einen kurzweiligen Abend auf der Couch enthält der Film nach wie vor genug Futter.

Trailer

Inhalt

Die USA im Jahr 2017: Nach dem Zusammenbruch der Weltwirtschaft ist das Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu einem Polizeistaat verkommen. Die Lebensmittel sind knapp und das totalitäre Regime zensiert Kunst, Musik und Kommunikation. Mit der populären Gameshow „The Running Man“ soll die Bevölkerung bei Laune gehalten und ihr Wunsch nach Freiheit unterdrückt werden. In der sadistischen Sendung werden verurteilte Kriminelle von professionellen Menschenjägern durch eine tödliche Arena gehetzt. Wem die Flucht aus dem Jagdgebiet gelingt, dem winken Freiheit und Luxus. Auch der unschuldig verurteilte Polizist Ben Richards (Arnold Schwarzenegger) wird zur Teilnahme an der grausamen Show gezwungen, die bisher noch kein Kandidat überlebt hat.

(Quelle: capelight pictures)

Details

Format: Dolby, PAL
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS-HD 5.1), Deutsch (PCM2 .0), Englisch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 5.1), Englisch (DTS-HD 7.1), Englisch (PCM2 .0)
Untertitel: Deutsch, Englisch
Region: Region B/2
Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
Anzahl Disks: 4
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Studio: Alive – Vertrieb und Marketing
Erscheinungstermin: 14.12.2018
Produktionsjahr: 1987
Spieldauer: 101 Minuten
Extras: inkl. Blu-ray und DVD mit der originalen deutschen Kinosynchronfassung / über zwei Stunden brandneue Extras auf einer Bonus-Blu-ray / 48-seitiges Booklet / Soundtrack-CD

Copyright Cover: capelight pictures



Über den Autor

Fabian
Fabian
"Du lächelst wie jemand, der keine Ahnung hat, wozu ein Lächeln überhaupt gut ist." (Das kleine, blaue, geflügelte Einhorn Happy, in: Happy!)