Review

>Die Arbeit bringt mich um<

Ein Satz, der den meisten wohl schon einmal in den Sinn gekommen ist.
In der Zombie-Komödie „Office Uprising“ ist jener allerdings wörtlich zu verstehen, denn in der Waffen-Manufaktur Ammotech wird der Arbeitsalltag empfindlich gestört, als der Konsum von einer (besonderen) Art von Energy-Drink für fatale und äußerst tödliche Folgen sorgt …

Als der eher faule denn ehrgeizige Mitarbeiter Desmond an diesem Tag also das Firmengebäude betritt, muss er feststellen, dass sich die meisten seiner Kollegen in zombie-eske Killermaschinen verwandelt haben – und die Büroräume triefen bereits vor Blut. Gemeinsam mit einigen wenigen nicht-infizierten Mitarbeitern beginnt die Suche nach einem Ausweg aus dem inzwischen aus Sicherheitsgründen komplett verriegelten Konzernkomplex …

Action-Horror-Zombie-Komödie

Regisseur Lin Oeding (zuletzt „Braven“) touchiert in seiner Action-Horror-Zombie-Komödie gerne mal die Grenze zum Slapstick und stellt unter Beweis, dass das Spiel mit Versatzstücken aus bekannten Genres und Genre-Filmen hervorragend funktioniert.

Allen voran gilt jedoch die für Komödien bekannte Devise: Auf keinen Fall ernst nehmen! Denn das nehmen sich Film, Macher und Cast ebenfalls nicht. Dafür wirkt das Setting auch gewollt überzogen und die Charaktere überzeichnet.

Wer sich darauf einlässt, hat dann allerdings unterhaltsame 89 Minuten vor sich. Wobei der Film zunächst eine Weile braucht, um in die Gänge zu kommen, dann jedoch eine ganze eigene Dynamik entwickelt; bestehend daraus, dass die unfreiwilligen Helden um ihr Überleben kämpfen, während ihre ehemaligen Kollegen/Chefs ihnen nun nach dem Leben trachten.

Geboten wird diesbezüglich – nach besagtem eher langatmigen Beginn – vor allem viel Action, die gut und insbesondere blutig in Szene gesetzt wird.

Satire, Humor und Pointen

Die immer mal wieder am Anfang durchblitzenden satirischen Komponenten, die amerikanische Traditionen / Habitus auf die Schippe nehmen, verlieren sich leider im Laufe von „Office Uprising“ zusehends. Schade, denn jene hätten hier noch weitaus präsenter und häufiger eingestreut werden können, passen sie doch gut zum Setting.

Auch die Pointen der zahlreichen Gags und Sprüche laufen des Öfteren ins Leere oder versäumen es, auf den Punkt gebracht zu werden. Hier wäre definitiv noch mehr drin gewesen; immerhin lebt der Film – abseits der Blut spritzenden Actionszenen – genau davon.

Nichtsdestotrotz ist natürlich für einige Lacher gesorgt und dazu tragen auch die einzelnen Figuren bei.

Die Figuren und ihre Besetzung

Jene sprühen selbstverständlich vor Selbstironie, was allen voran bei der Rolle Adam Nusbaums (gespielt von Zachary Levi, u.a. „Thor – The Dark Kingdom“, „Thor – Tag der Entscheidung“, „Shazam!“) bestens zum Ausdruck kommt.

Desmond (Brenton Thwaites) mittendrin im typisch untypischen Büroalltag in „Office Uprising“ (Copyright: Universum Film)

Davon abgesehen sollte man allerdings keine herausragenden schauspielerischen Leistungen erwarten. Trotzdem muss man „Office Uprising“ zugestehen, durchaus passend besetzt worden zu sein. Im Rahmen ihres „Handlungsspielraums“ füllen Schauspieler wie Brenton Thwaites (u.a. „Pirates of the Caribbean: Salazars Rache“, „Gods of Egypt“, „Maleficent – Die dunkle Fee“) als Protagonist Desmond, Jane Levy („Suburgatory“) als Frauenquote namens Samantha, Alan Ritchson („Teenage Mutant Ninja Turtles“) und Karan Soni (bekannt als Deadpools persönlicher Taxifahrer) demnach ihre Rollen solide, aber ohne Überraschungen aus.

Fazit

„Office Uprising“ ist alles in allem sicherlich kein großes Kino, erfüllt aber die Voraussetzungen für einen locker-erheiternden Popcorn-Heimkinoabend.

Trailer

Handlung

In einer Waffen-Manufaktur lässt sich der Vorstand etwas Fieses einfallen, um die Angestellten effektiver arbeiten zu lassen: Ihnen wird einfach eine Art Dopingmittel in die Getränke gemischt. Zunächst läuft alles nach Plan und die Produktivität steigt, doch dann versemmelt ein schusseliger Mitarbeiter die Formel der Mixtur und die Kollegen verwandeln sich in mörderische Zombies. Nun müssen die wenigen, die noch bei Verstand sind, einen Weg aus dem Firmengebäude finden, ohne gefressen zu werden…

(Quelle: Universum Film)

Details

Region: Region B/2
Bildformat: 2,35:1 (1080p/24)
Sprachen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
Tonformat: DTS-HD 5.1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Studio: Universum Film GmbH
Erscheinungstermin: 12.04.2019
Spieldauer: 89 Minuten

Copyright Cover: Universum Film GmbH



Über den Autor

Conny
Conny
"Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert." - Oscar Wilde