Review

Wer auf actionreiche Filmkost steht, kommt wohl um Schauspieler, Stuntman und Stiernacken Jason Statham nicht herum. Seine wohl bekannteste Rolle: Taxi fahren unter erschwerten Bedingungen in der „Transporter“-Reihe. Dieses Mal treibt er in „Mechanic: Resurrection“ wieder als Auftragskiller Arthur Bishop sein Unwesen. Ob hier mehr als nur ein weiterer Action-Prototyp geschaffen wurde?

Zunächst lassen sich durchaus einige Parallelen feststellen: Statham als muskulöser und erfindungsreicher Antiheld, der – wenn überhaupt – nur nach seinen Regeln spielt. Dieses Mal lebt er zurückgezogen auf einem kleinen Boot in Brasilien. Nach den Ereignissen des Vorgängerfilms „The Mechanic“ hatte er erfolgreich seinen Tod vorgetäuscht. Bis ihn eines Tages in seinem Stammrestaurant eine junge Frau aufsucht und ihn für drei Morde beauftragen will.
Allerdings will er sich mit dem vorläufigen Ende seines Ruhestandes nicht zufriedengeben. Er vermöbelt also alle anwesenden Personen und tritt einen gekonnten Rückzug auf eine thailändische Insel an – natürlich nicht ohne dass sein kleines Hausboot in die Luft fliegt.

Auf diesem verlassenen Eiland erwartet ihn zunächst nur seine Verbündete Mae. Bis dann eine übel zugerichtete junge Frau auftaucht, offensichtlich ein Opfer häuslicher Gewalt. Nachdem er sie aus den Fängen des üblen Typen befreit hat, muss er allerdings entdecken, dass sie nur ein Lockvogel des Auftraggebers ist, den er bereits im Restaurant in die Schranken weisen wollte.
Da die junge Frau, die sich als Gina vorstellt, allerdings selbst erpresst wird – und ganz nebenbei eine ziemliche Granate ist –, beschließt Bishop ihr zu helfen. Allerdings, um das Ganze mal ein bisschen abzukürzen, geht das eher nicht so ganz nach Plan und am Ende muss Bishop doch die Aufträge annehmen, um Gina wieder aus den Fängen des Auftraggebers zu befreien.

Es folgen dann besagte drei Aufträge, die recht unterschiedlich konstruiert sind. Gemeinsam haben sie nur, dass alle Todesfälle wie ein Unfall aussehen sollen. Soweit (und etwas vereinfacht), die Story von „Mechanic: Resurrection“. Eines kann man diesem Film zumindest nicht nachsagen: Auf geradem Weg von A nach B zu gelangen. Immer wieder versucht Bishop irgendwie aus dem Plan des Auftraggebers auszubrechen – macht es meist damit aber nur noch schlimmer.

Damit man hier nicht den Überblick verliert, muss man als Zuschauer also gut dabei bleiben. Allerdings wird man auch belohnt, denn gerade die drei Aufträge sind abwechslungsreich und kreativ gestaltet. Besonders Opfer Nr. 3 erweist sich dabei als interessanter Typ. Schade nur, dass man nicht mehr von Max Adams, gespielt von Tommy Lee Jones, zu sehen bekommt. Sowieso lebt dieser Film von der leicht spröden Schauspielkunst eines Statham.

Flexibel wie ein Betonpfeiler mäht er sich allerdings durch jede Gegneranzahl, bis am Schluss beinahe „Kevin allein zu Haus“-Erinnerungen hochkommen. Zusammen mit den guten Kampfchoreos, bei denen man auch Gina (Jessica Alba) gerne zuschaut, ergibt sich einfach ein stimmiges Action-Bild.

Jason Statham und Jessica Alba in „Mechanic: Resurrection“ (Copyright: Universum Film)

Einziges, dafür großes Manko sind die Effekte. Während sich die Explosionen gerade noch sehen lassen können – dank großzügigem CGI-Einsatz –, ist es einfach unverständlich, warum so viele der Filmaufnahmen offensichtlich vor einem Greenscreen gedreht wurden. Ein hoher Blur-Effekt und unscharfe Konturen outen viele Szenen als unecht. Dabei zeigen andere Stellen wiederum, dass schöne Landschaftsaufnahmen doch eigentlich im Budget drin waren.

Dennoch lässt sich unterm Strich festhalten: „Mechanic: Resurrection“ ist ein guter Actionstreifen, der das Genre nicht aufmischt, aber dennoch Unterhaltungswert bietet. Für alle Statham-Fans definitiv sehenswert.

Trailer

Handlung

Fünf Tage, vier Kontinente, drei Morde: Seine Tage als Elite-Killer hat Arthur Bishop (Jason Statham) hinter sich gelassen – dachte er zumindest! Doch dann holt ihn die mörderische Vergangenheit ein: Bishops Erzfeind Riah Crain (Sam Hazeldine) entführt seine Freundin Gina (Jessica Alba) und zwingt ihn zur Rückkehr in den alten Job. Innerhalb kürzester Zeit soll der „Mechanic“ einmal um die ganze Welt reisen und das tun, was keiner so gut kann wie er: drei schier unmögliche Auftragsmorde begehen und sie dabei wie Unfälle aussehen lassen …

(Quelle: Universum Film)

Mechanic: Resurrection – Homepage
Mechanic: Resurrection – Facebook

Details

Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Bildseitenformat: 16:9 – 2.35:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Studio: Universum Film GmbH
Erscheinungstermin: 27.12.2016
Spieldauer: 95 Minuten
Extras: Entfallene Szenen, Featurettes, Interviews mit Cast & Crew

Copyright Cover: Universum Film GmbH



Über den Autor

Ivonne
Ivonne
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