Review

Neues aus der >Cinema Favourites< Reihe

Als ein Mix aus Buddy- und Musik-Komödie erschien 2010 die US-amerikanische Produktion „Männertrip“ von Regisseur Nicholas Stoller.

Nun kehren Jonah Hill und Russell Brand in den Hauptrollen zurück auf die heimischen Bildschirme, denn unter dem Motto „Kino, Kult & Klassiker“ wird damit nicht nur ein weiterer Titel aus der „Cinema Favourites“-Reihe veröffentlicht, sondern gleichsam feiert der Film seine deutsche Blu-ray Premiere.

Diese kommt zwar ganz ohne Extras zum Film aus, liefert jenen dafür aber auf 109 Minuten mit einer Altersfreigabe ab 12 Jahren.

Es geht noch lustiger

Obschon die 12-Jährigen aufgrund der thematischen Nähe zu Sex, Drugs und Rock’n’Roll hier natürlich nicht gerade die Zielgruppe sind, dürfte der plump-platte Humor gerade bei ihnen aber vermutlich hervorragend zünden; bei vielen übrigen Zuschauern hingegen nicht.

Zu stumpf, klischiert und oftmals einfach auch nur komplett unlustig kann sich „Männertrip“ darüber hinaus nicht ganz entscheiden, ob er mehr Buddy- oder Musik-Komödie sein möchte. In beiden Bereichen versucht er sich – und scheitert bzw. pendelt sich mit dem Gebotenen im Durchschnitt ein. So geht auch die Absicht des Streifens, mitunter eine Satire auf das Musikgeschäft zu sein, unter. Stattdessen spielt man lieber mit bekannten Stereotypen und Klischees und baut unnötige Nebenhandlungen ein.

Musiklabel-Praktikant trifft auf divenhaften Rockstar

So ist es hier der liebenswürdige Musiklabel-Praktikanten-Depp (Jonah Hill), der auf den angesagten und abgehobenen Rockstar (Russell Brand) trifft und feststellen muss, dass sein Idol gar nicht mal so und verehrungs- und nacheiferungswürdig ist. Genaueres verrät die folgende Inhaltsangabe:

Musiklabel-Praktikant Aaron bekommt den Auftrag, den exzentrischen Rockstar Aldous Snow in 72 Stunden von London via New York zum großen Comebackgig nach Los Angeles zu bringen. Dieser ist nach einem Karriereknick und der Trennung von seiner großen Liebe zum dauerberauschten Partymonster geworden. Kein Wunder also, dass Aaron große Mühe hat, den divenhaften Star zum Ziel zu bringen. Ein von Aldous beschlossener Zwischenstopp in Las Vegas macht die Sache nicht leichter. Doch um ihn nicht zu verärgern hat Aaron keine andere Wahl als mitzufeiern. Zwischen dubiose Drogendeals, wilden Raufereien und exzessiven Partys versucht er alles, um seinen Schützling rechtzeitig auf die Bühne zu bekommen.

Das Für und Wider

Jonah Hill und Russell Brand in „Männertrip“. (Copyright: Universal Pictures)

Dass dabei gerne mal übertrieben, (trotz Tempo und schneller Schnitte) unnötig in die Länge gezogen und overacted wird, steht ebenso außer Frage wie die Tatsache, dass dies alles auch cleverer, spannender und/oder witziger geht, wie andere Veröffentlichungen wie etwa die eigenwilligen Jack Black-Filme (u.a. „Kings of Rock – Tenacious D“ sowie „School of Rock“) oder die Satire mit Thrill, „Kill Your Friends“, gezeigt haben.

Eine nette Idee an „Männertrip“ sind hingegen die zahlreichen Gastauftritte von Berühmtheiten wie Pink, Christina Aguilera, Pharrell Williams, Tom Felton oder Lars Ulrich von Metallica. Und auch die schauspielerische Leistung passt zur Intention der Komödie.

Fazit

„Männertrip“ ist alles in allem weder eine herausragende Musik-Komödie noch ein witziger Buddy-Film. Dafür punktet er damit, dass zahlreiche prominente Personen Gastauftritte im Film haben und sorgt bei Genre-Fans für einen kurzweiligen Fernsehabend.

Trailer

Handlung

Musiklabel-Praktikant Aaron bekommt den Auftrag, den exzentrischen Rockstar Aldous Snow in 72 Stunden von London via New York zum großen Comebackgig nach Los Angeles zu bringen. Dieser ist nach einem Karriereknick und der Trennung von seiner großen Liebe zum dauerberauschten Partymonster geworden. Kein Wunder also, dass Aaron große Mühe hat, den divenhaften Star zum Ziel zu bringen. Ein von Aldous beschlossener Zwischenstopp in Las Vegas macht die Sache nicht leichter. Doch um ihn nicht zu verärgern hat Aaron keine andere Wahl als mitzufeiern. Zwischen dubiose Drogendeals, wilden Raufereien und exzessiven Partys versucht er alles, um seinen Schützling rechtzeitig auf die Bühne zu bekommen.

(Quelle: Studio Hamburg Enterprises)

Details

Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildseitenformat: 16:9
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Studio Hamburg Enterprises
Erscheinungstermin: 25.09.2020
Produktionsjahr: 2010
Spieldauer: 109 Minuten

Copyright Cover: Studio Hamburg Enterprises



Über den Autor

Conny
"Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert." - Oscar Wilde