Review

Wo Robert Rodriguez draufsteht, ist jede Menge Gemetzel drin. So oder ähnlich könnte man die Werke dieses Ausnahmeregisseurs bezeichnen, die es in vielen Aspekten durchaus mit den Filmen eines Quentin Tarantino aufnehmen können.

Zu den absoluten Highlights gehört sicherlich die bisher zwei Filme umfassende Trilogie um den kompromisslosen Machete, der eben mit dieser Waffe seinen Feinden zu Leibe rückt.
Der nun erschienene zweite Teil „Machete Kills“ schließt locker an die Story des Vorgängers an, wartet aber mit einer eigenständigen Handlung auf.

„Handlung“ ist jedoch ein wenig übertrieben, denn wie schon beim ersten Teil, ist auch bei der Fortsetzung die Story eine eher unbedeutende Nebensächlichkeit, der Fokus liegt klar auf den Dialogen und den zahlreichen Actionsequenzen. Doch für diejenigen, die sich tatsächlich dafür interessieren, worum es eigentlich geht, hier eine kleine Zusammenfassung der Handlung:

Machete plant, eine Bande Waffenhändler festzunehmen, die jedoch von einer Bande Gangstern umgebracht werden, die wiederum von einer Gruppe Maskierter ausradiert werden.
Bei diesem Gemetzel stirbt Machetes Partnerin einen blutigen Tod und Machete wird als Mordverdächtiger festgenommen.
Der zuständige Sheriff möchte kurzen Prozess machen und Machete erhängen, doch im entscheidenden Moment klingelt das Telefon. Niemand Geringerer als der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika (genial gespielt von Charlie Sheen) verlangt, Machete zu sehen.
Im Weißen Haus angekommen, wird Machete beauftragt, einen mexikanischen Psychopathen festzunehmen, der plant, Washington D.C. mit einer Bombe auszulöschen. Unglücklicherweise ist eben diese Bombe nicht nur mit einem Zeitzünder versehen, sondern zusätzlich mit dem Herzen des Wahnsinnigen verbunden, sodass sie hochgeht, sobald er stirbt.
Machete bleibt also nichts anderes übrig, als mit dem Übeltäter zum Hersteller dieses Systems zu reisen, der diese grausame Technik deaktivieren soll. Und so beginnt eine mörderische Hetzjagd quer durch die U.S.A. …

Diese Ladies wollen Machete ans Leder! (Universum Film GmbH)

Diese Ladies wollen Machete ans Leder! (Universum Film GmbH)

Wie gesagt, die Story steht nicht im Vordergrund, überzeugt aber durchaus durch Innovation.
Zudem bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, klassische Agenten-Filme zu parodieren, was er auch sehr gerne umsetzt. Dadurch sind etliche Lacher garantiert.

Aber die eigentlichen Highlights von „Machete Kills“ sind die Schauspieler und ihre Dialoge. Abgesehen vom stets genialen Danny Trejo, dem die Rolle auf den Leib geschneidert zu sein scheint, brillieren Michelle Rodriguez, Jessica Alba, Charlie Sheen und sogar Lady Gaga in diesem Streifen. Sämtliche Darsteller scheinen in ihren Rollen aufzugehen und spielen ihre Figuren absolut authentisch.

„Machete Kills“ ist ein geniales Machwerk im B-Movie Style, welches nicht nur mit literweise Kunstblut aufwartet, sondern zudem durch witzige und kultige Dialoge und geniale Schauspieler punktet. Die innovative Story tut ihr Übriges, um 103 Minuten puren Filmspaß zu garantieren.

 

Trailer

Handlung

Ex-Federal Agent Machete (Danny Trejo) trauert um seine geliebte, im Drogenkrieg ermordete Sartana, als ihn der Präsident der Vereinigten Staaten (Charlie Sheen) für eine scheinbar übermenschliche Mission anheuert: Machete soll den verrückten Kartellboss Mendez the Madman (Demiàn Bichir) ausschalten, der droht, die Vereinigten Staaten mit einer Nuklearrakete zu zerstören. Der einzige Mann jedoch, der die Rakete entschärfen kann, ist der steinreiche, exzentrische Waffendealer Luther Voz (Mel Gibson), der ganz eigene Pläne für einen weltweiten Krieg mit Hilfe von Weltraumraketen hegt. Doch beide haben sich mit dem falschen Mexikaner angelegt. Auf seiner wilden Jagd durch Mexiko verführt Machete nicht nur die heißesten Frauen, sondern schießt und säbelt sich durch unzählige Gegner, um die globale Anarchie zu stoppen.

(Quelle: Amazon.de Kurzbeschreibung)

Technische Daten

Format: Dolby, PAL
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 – 1.85:1
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Studio: Universum Film GmbH
Erscheinungstermin: 23. Mai 2014
Produktionsjahr: 2013
Spieldauer: 103 Minuten

Copyright Cover: Universum Film GmbH



Über den Autor

Stefan †
Stefan †
Die Lücke, die Stefan als Magazinmitbegründer, Administrator, Redakteur und Freund durch seinen plötzlichen und viel zu frühen Tod im Dezember 2014 hinterlässt, bleibt groß. Er wird immer in unseren Herzen und ein Teil des DeepGround Magazines bleiben.