Review

Fans der Serie „Inspector Barnaby“ sollten unbedingt einmal einen Blick auf „Lewis: Der Oxford Krimi“ werfen, denn diese Reihe orientiert sich stilistisch ganz klar am großen Vorbild, setzt aber insbesondere beim Schauplatz auf einen real existierenden Ort. Bei diesem handelt es sich, der Titel verrät es schon, um Oxford, bekannt vor allem durch die traditionelle, englische Eliteuniversität. Doch wer denkt, in einem solchen Städtchen geht alles seinen geregelten Gang, weil hier ja nur intelligente, zielstrebige Studenten umherlaufen, irrt.

In Oxford wird fleißig und auf mannigfaltige Art und Weise gemordet. Inspector Robert Lewis und sein persönlicher Assistent James Hathaway schicken sich an, eben diese Mordfälle aufzuklären. Dabei gehen sie nicht wie in modernen Crime-Serien mit unglaublich viel technischem Gerät zu Werke, sondern ermitteln auf die gute, alte klassische Art.

„Lewis: Der Oxford Krimi“ ist damit ganz klar eine Hommage an die klassischen Krimis, weshalb insbesondere Freunde der guten, alten Zeit ihre Freude an dieser Serie haben werden.

Die einzelnen Fälle sind sehr gut inszeniert und selbst alten Hasen wird es sehr schwer fallen, die Fälle vorzeitig zu lösen. Daher herrscht durchgehend eine angenehme Spannung, die durch viele Wendungen bis zum Ende aufrechterhalten wird.

Doch nicht nur die Fälle sind es, die diese Serie ausmachen, auch die Schauplätze sind wunderbar in Szene gesetzt; ganz wie in „Inspector Barnaby“ könnte man teilweise meinen, man schaut Rosamunde Pilcher – nur eben mit Mordopfern. Allerdings wird insbesondere bei diesem Faktor sehr viel auf Klischee und Kitsch gesetzt, sodass Oxford extrem romantisch und immer wunderschön dargestellt wird. Dies könnte für einige ein wenig „too much“ sein.

Das Ermittlerduo im Einsatz (Copyright: Edel:Motion)

Das Ermittlerduo im Einsatz (Copyright: Edel:Motion)

Ein weiteres Merkmal ist der typisch britische, sehr schwarze Humor, der immer wieder zum Tragen kommt und für den Unterhaltungsfaktor bei dieser Serie zuständig ist. Häufig muss man schmunzeln, gelegentlich sogar laut auflachen, was die Serie jedoch keineswegs ins Lächerliche zieht.

Auch die Wahl der Darsteller ist durchaus gelungen. Kevin Whately spielt Inspector Robert Lewis sehr überzeugend, das Gleiche trifft auch auf Laurence Fox zu, der seinen Assistenten spielt. In jeder Folge sind zudem sämtliche Nebenrollen passend besetzt, sodass man den Darstellern ihre Rollen stets abnimmt.

Insgesamt ist „Lews: Der Oxford Krimi“ also eine durchaus sehenswerte Serie, die jedoch sehr kitschig angelegt ist und vor Klischees nur so strotzt. Zudem ist sie vom Aufbau her der Reihe „Inspector Barnaby“ sehr ähnlich, wirkt teilweise sogar etwas kopiert. Freunde des gepflegten, klassischen, britischen Krimis werden sicherlich dennoch auf ihre Kosten kommen.

Trailer

Inhalt

In der altehrwürdigen Universitätsstadt Oxford löst das charmante Ermittlergespann um Inspector Robert Lewis und seinen Assistenten James Hathaway die vertracktesten Mordfälle. Mit grimmigem Humor und britischem Understatement bilden die zwei ein Team, dem so schnell niemand etwas vormachen kann. Jedoch ist Lewis eigentlich schon seit 1986 im Einsatz, damals noch junger Sergeant und Assistent des unnachahmlichen Inspector Morse in der gleichnamigen britischen Krimiserie. Wie Morse und Lewis sind auch Lewis und Hathaway ein absolutes Dreamteam: Durch Lewis‘ immensen Erfahrungsschatz und untrügliches Gespür, kombiniert mit dem analytischen Spürsinn des intellektuellen Ex-Theologiestudenten Hathaway, lösen sie die kompliziertesten Morde in sympathischer „Old-School“-Manier – gewaltfrei, aber dennoch schlagfertig …

(Copyright: Edel:Motion)

Episoden

Staffel 1:

– Die Schlüssel zum Mord
– Dämonen der Vergangenheit
– Das Mordkomplott
– Späte Sühne

Staffel 2:

– Partitur des Todes oder Deckname Siegfried
– Der Kuss des Mondes
– Wer mit dem Feuer spielt
– Mord in bester Gesellschaft

Staffel 3:

– Von Musen und Morden
– Mörder in eigener Regie
– Eine Frage der Perspektive
– Ein letzter Blues

Details

Format: Dolby, PAL
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0)
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
Anzahl Disks: 13
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Edel Germany GmbH
Erscheinungstermin: 29.08.2014
Spieldauer: 1230 Minuten



Über den Autor

Stefan †
Stefan †
Die Lücke, die Stefan als Magazinmitbegründer, Administrator, Redakteur und Freund durch seinen plötzlichen und viel zu frühen Tod im Dezember 2014 hinterlässt, bleibt groß. Er wird immer in unseren Herzen und ein Teil des DeepGround Magazines bleiben.