Review

Gleich zu Beginn dieser Rezension sei erwähnt, dass es sich bei „The Killing“ um eine Serie handelt, die einen einzigen Kriminalfall sehr ausführlich behandelt. Das Vorbild hierfür lieferte die skandinavische Produktion „Kommissarin Lund: Das Verbrechen“. Allerdings gibt es einen eklatanten Unterschied: Bei „Kommissarin Lund: Das Verbrechen“ war jede Staffel ein abgeschlossener Fall, bei „The Killing“ wird ein Fall auf zwei Staffeln aufgeteilt. Es ist daher unumgänglich, sich beide Staffeln zuzulegen.

Diese Anschaffung lohnt sich jedoch durchaus. Zwar werden jene, die „Kommissarin Lund: Das Verbrechen“ bereits gesehen haben, den Fall der ersten Staffel wiedererkennen, da „The Killing“ diesen exakt wiedergibt, allerdings gibt es ein paar kleine Unterschiede, wobei der gewichtigste sicherlich der Locationwechsel ist, denn „The Killing“ spielt in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Davon abgesehen verknüpft „The Killing“ gekonnt einen Mordfall mit den sehr undurchsichtigen Abläufen der Politik und nimmt sich dafür richtig viel Zeit. Es wird nicht – wie in den meisten aktuellen Thriller- und Krimi-Serien – binnen 45 Minuten unter Einsatz modernster Technik ein Fall gelöst, sondern vielmehr wird versucht, eine solche Ermittlung relativ authentisch darzustellen und vor allem zu zeigen, welchen Einfluss die Politik bei populären Fällen tatsächlich hat.

Da die erste Staffel quasi „mittendrin“ aufgehört hat, wird es nun Zeit, die zweite Staffel anzusehen, damit man nicht aus der Handlung herausfällt. Denn aufgrund der oben genannten Faktoren ist es relativ leicht, den Anschluss zu verlieren, wenn man eine längere Pause zwischen den Episoden macht.

Was neben der Handlung absolut für „The Killing“ spricht, ist die Besetzung. Es wurden für jede Rolle die perfekten Darsteller gefunden, sodass alle Figuren sehr authentisch wirken und es leicht ist, ihnen die Figur abzunehmen, die sie spielen.

Durch reduzierte Farben wird eine durchgehend düstere Stimmung erzeugt. (Copyright: Studio Canal)

Durch reduzierte Farben wird eine durchgehend düstere Stimmung erzeugt. (Copyright: Studio Canal)

Auch bildlich hat „The Killing“ einige Qualitäten, denn es wurde sich optisch am Vorbild „Kommissarin Lund: Das Verbrechen“ orientiert, was bedeutet, dass „The Killing“ durchgehend sehr düster und bedrückend wirkt, indem mit sehr reduzierten Farben gearbeitet wurde.
Dieses Setting wird durch den dezenten, aber dennoch präsenten Soundtrack sehr gut unterstützt, wodurch ein hervorragender Gesamteindruck entsteht.

„The Killing“ ist daher eine sehenswerte Serie, bedingt sicherlich auch für jene, die die erste Staffel von „Kommissarin Lund: Das Verbrechen“ bereits kennen. Denn es gibt immer wieder kleine Unterschiede zur Vorlage, sodass sich beide Serien in einigen wenigen Punkten unterscheiden. Obwohl es nicht die beste Eigenschaft der Amerikaner ist, Serien für den eigenen Markt nicht einfach neu zu synchronisieren, sondern komplett neu zu drehen – was oft genug schlicht in die Hose geht – ist „The Killing“ ein großartiges Endprodukt, welches sicherlich nahezu allen Fans von komplexen und durchweg spannenden Thrillern gefallen wird.

Trailer

Handlung

Die komplette 2. Staffel des erfolgreichen Remakes der skandinavischen TV-Serie „Kommissarin Lund – Das Verbrechen“, knüpft nahtlos an das Ende der 1. Staffel an.

Die Ermittlungen zum brutalen Mord an der jungen Schülerin Rosie Larsen gehen weiter. Während Rosies Eltern Mitch und Stan ihre Trauer bewältigen müssen, treiben Detective Sarah Linden und ihr Kollege Stephen Holder die polizeilichen Ermittlungen voran. Eine heiße Spur führt zum Wahlkampf des Politikers Darren Richmond, der für das Bürgermeisteramt der Stadt Seattle kandidiert und mit dem Fall in Verbindung zu stehen scheint …

(Copyright: Studio Canal)

Episoden

01 Reflektionen
02 Mein glücklicher Tag
03 Betäubt
04 Ogi Jun
05 Geister der Vergangenheit
06 Eröffnungen
07 Keylela
08 Aus dem Reservat
09 Sayonara, Hiawatha
10 72 Stunden
11 Bulldogge
12 Donnie oder Marie
13 Was ich weiß

Details

Format: Dolby, PAL
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
Anzahl Disks: 4
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Studio: Studio Canal
Erscheinungstermin: 09.10.2014
Produktionsjahr: 2012
Spieldauer: 562 Minuten

Copyright Cover: Studio Canal



Über den Autor

Stefan †
Stefan †
Die Lücke, die Stefan als Magazinmitbegründer, Administrator, Redakteur und Freund durch seinen plötzlichen und viel zu frühen Tod im Dezember 2014 hinterlässt, bleibt groß. Er wird immer in unseren Herzen und ein Teil des DeepGround Magazines bleiben.