Review

Die Erinnerung an die großartige dänische Serie „Kommissarin Lund – Das Verbrechen“ ist noch nicht ganz verblasst und schon kommt mit „The Killing“ das erste Remake dieser Erfolgsproduktion. Denn die Amerikaner haben den Plot für sich entdeckt, und wie es ihre Art ist, wird das Urprodukt nicht einfach synchronisiert, sondern das ganze Ding wird komplett neu produziert.

Ein Vorgehen, welches in der Vergangenheit sicherlich oft in die Hose gegangen ist, doch bei „The Killing“ ist die Neuinszenierung durchaus sehenswert und braucht sich nicht vor dem Original verstecken. Einer der Gründe hierfür ist sicherlich die Tatsache, dass sich der US-Sender „AMC“ dem Ganzen angenommen hat, der schon für Erfolgsserien wie „The Walking Dead“ oder „Breaking Bad“ verantwortlich war.

Mit dementsprechend hohen Erwartungen wird also die erste DVD ins Laufwerk geschoben und bereits nach einigen Minuten der ersten Episode machen sich positive Gefühle breit.
„The Killing“ ist konzeptuell komplett an „Kommissarin Lund – Das Verbrechen“ angelehnt, will heißen, dass es in der ersten Staffel nur um einen Fall geht, der dafür umso komplexer ist. Zwar haben die einzelnen Folgen nicht – wie ursprünglich – Spielfilmlänge, sondern sind an die Standard-US-Episodenlänge von 45 Minuten angepasst, aber dennoch reicht die Zeit vollkommen aus, um die einzelnen Schlüsselmomente intensiv zu beleuchten.

Derartige Situationen finden sich selten, sind aber hervorragend inszeniert. (Copyright: Studio Canal)

Derartige Situationen finden sich selten, sind aber hervorragend inszeniert. (Copyright: Studio Canal)

Die Atmosphäre wurde ebenfalls nahezu identisch übernommen. Es wird mit wenigen, hauptsächlich dunklen Farben gearbeitet, was der ganzen Serie einen insgesamt sehr düsteren Touch verpasst und auch der Soundtrack kommt eher „dunkel“ daher, wirkt aber niemals störend.

Die Figuren wurden außerdem an die Vorbilder angelehnt, besitzen aber dennoch eigene Profile und vor allem Hintergrundgeschichten, was dem Ganzen eine angenehme Eigenständigkeit verleiht.
Erwähnenswert ist zudem die Auswahl der Schauspieler, welche ihre Rollen nahezu perfekt und vor allem extrem authentisch spielen. Durchgehend wurde sehr gelungen gecastet.

Der Fall ist von der ersten Episode an extrem spannend und entwickelt immer weitere, sehr gut ausgearbeitete und vor allem spannende Facetten, die der Serie ein gewisses Suchtpotenzial verleihen.
Sicherlich ist der Fall sehr eng an die erste Staffel von „Kommissarin Lund – Das Verbrechen“ angelehnt, dennoch gibt es immer wieder kleine und größere Abweichungen, welche „The Killing“ auch für jene interessant machen, die „Kommissarin Lund“ bereits gesehen haben.

Der einzige kleine Wermutstropfen besteht darin, dass die erste Staffel mit einem fetten Cliffhanger endet, der offensichtlich in der zweiten Staffel aufgelöst wird. Bis dahin hat man aber mehr als 9 Stunden feinste Krimiunterhaltung vor sich.
„The Killing“ bietet daher vier DVDs voller Krimikost vom Allerfeinsten.

Trailer

Handlung

Der brutale Mord an der jungen Schülerin Rosie Larsen bestürzt ganz Seattle. Nicht nur die leitende Mordkommission ist mit der Lage überfordert, auch der Wahlkampf um das Bürgermeisteramt gerät ins Stocken. Als Detective Sarah Linden dem Verbrechen auf die Spur kommt, eröffnet sich ihr ein Geflecht aus Lügen und Intrigen, das sie bis in höchste politische Kreise führt.

(Quelle: Studio Canal)

Episoden

01 Rosie Larsen
02 Der Käfig
03 El Diablo
04 Ein lautloses Echo
05 Super 8
06 Was übrig bleibt
07 Vergeltung
08 Gemauert
09 Sog
10 Ich werde dich wissen lassen, wenn ich da bin
11 Vermisst
12 Beau Soleil
13 Orpheus‘ Abstieg

Details

Format: Dolby, PAL
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 – 1.78:1
Anzahl Disks: 4
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Studio: Studio Canal
Erscheinungstermin: 11.09.2014
Produktionsjahr: 2011
Spieldauer: 562 Minuten

Copyright Cover: Studio Canal



Über den Autor

Stefan †
Stefan †
Die Lücke, die Stefan als Magazinmitbegründer, Administrator, Redakteur und Freund durch seinen plötzlichen und viel zu frühen Tod im Dezember 2014 hinterlässt, bleibt groß. Er wird immer in unseren Herzen und ein Teil des DeepGround Magazines bleiben.