Review

„K-11 – Der Knast“ ist ganz offensichtlich ein Film für Liebhaber, denn die breite Masse wird dieser Streifen kaum ansprechen.

Die Story ist recht schnell erzählt: Raymond Saxx, ein Musikproduzent, wacht in einem Gefängnis auf und hat keine Ahnung, wie er dort hineingekommen ist. Schnell steht jedoch fest, dass er so schnell nicht mehr aus dem Knast rauskommen wird.
Er ist daher bestrebt, Kontakt zur Außenwelt herzustellen und zu erfahren, warum genau er eingelocht wurde, und wann er aus dem Gefängnis entlassen wird. Leider wird er in eine Gemeinschaftszelle gesperrt, die von homo- und transsexuellen Insassen bevölkert ist, die ihm das Leben schwer machen. Irrsinnigerweise haben die Häftlinge in diesem Gefängnis extrem viele Freiheiten, bei denen es schwer zu glauben ist, dass diese auch nur annähernd realistisch sind. Diese beginnen beim Schminken oder Umgestalten der Gefängniskleidung, einem eigenen Telefon in der Gruppenzelle und führen bis hin zum offenen Drogenhandel mit den Wärtern, wobei die Wärter die Kunden sind.

So plump wie die Story ist auch der Film selbst. „K-11 – Der Knast“ versucht, eine harte Gefängnisstory zu erzählen, gleitet aber immer wieder ins Lächerliche ab. Man könnte versuchen, diese Momente als humoresk zu bezeichnen, dies trifft aber auch nicht zu, da die Gags – so es denn welche sind – nicht zünden.

Übrig bleibt also nur ein Film über Vergewaltigungen unter Männern. Nicht gerade ein cineastisches Erlebnis, welches man gehabt haben muss.

Das großspurige „Uncut“ auf dem Cover täuscht den Zuseher zusätzlich, denn dieser Hinweis und die daraus resultierende FSK-18 Einstufung bezieht sich lediglich auf eine Szene, in der ein Häftling zu Tode kommt. Diese ist allerdings recht dilettantisch umgesetzt und extrem unglaubwürdig. Immerhin recht blutig.

Davon abgesehen plätschert „K-11 – Der Knast“ langweilig vor sich hin und verleitet immer wieder zum Vorspulen, da die Story nicht überzeugt.

Knastalltag? Wirklich? (Copyright: Tiberius Film)

Knastalltag? Wirklich? (Copyright: Tiberius Film)

Die Besetzung ist relativ gelungen, die einzelnen Darsteller geben ihr Bestes, ihre Rollen gut zu verkörpern, jedoch gibt ihnen das Script nicht den nötigen Raum, die Figuren auszubauen.

Bild und Soundtrack sind nicht erwähnenswert, da beide Elemente nicht gut, aber auch nicht wirklich schlecht sind.

Man hätte mit diesem Plot durchaus einen richtig spannenden Film produzieren können, leider wurde diese Chance nicht genutzt.
Zurück bleibt ein Gefängnisstreifen, der mit plumpen Sprüchen, Pseudo-Härte sowie Vergewaltigungsszenen versucht, ein Publikum zu finden. Dieses dürfte zumindest sehr klein sein.

Fans guter Actionstreifen oder von Filmen, die mit einer intelligenten Story überzeugen, sollten von daher eher einen Bogen um „K-11 – Der Knast“ machen, da sie hier nur enttäuscht sein werden.

Trailer

Inhalt

Raymond Saxx Jr. (Goran Visnjic) ist ein einflussreicher Musikproduzent. Nach übermäßigem Drogenkonsum wacht er in einer Zelle auf: Er wurde anscheinend als “K-11“ klassifiziert. Raymond merkt, dass er in einer alptraumhaften Welt gelandet ist, die von der transsexuellen Diva Mousey (Kate del Castillo) regiert wird. Während seiner Gefangenschaft trifft er auf den jungen Transsexuellen Butterfly (Portia Doubleday), der seinen Vergewaltiger töten will, auf einen Kinderschänder (Tommy ‚Tiny‘ Lister) und auf den rücksichtslosen Sheriff Lt. Johnson (D.B. Sweeney). Raymond muss sich den Hierarchien im Gefängnis unterwerfen und die Regeln in der dort herrschenden Welt verstehen, um die Kontrolle über sein Leben zurückzugewinnen.

(Quelle: Tiberius Film)

Details

Format: Dolby, DTS, PAL
Sprache: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch
Bildseitenformat: 16:9 – 1.78:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 18 Jahren
Studio: Tiberius Film
Erscheinungstermin: 03.07.2014
Produktionsjahr: 2012
Spieldauer: 85 Minuten

Copyright Cover: Tiberius Film



Über den Autor

Stefan †
Stefan †
Die Lücke, die Stefan als Magazinmitbegründer, Administrator, Redakteur und Freund durch seinen plötzlichen und viel zu frühen Tod im Dezember 2014 hinterlässt, bleibt groß. Er wird immer in unseren Herzen und ein Teil des DeepGround Magazines bleiben.