Review

Wer kennt das nicht? Man guckt sich einen schlechten Film an und kann doch nicht wegschauen. Genauso ist es bei „Jinn“. Dieser Film macht nämlich wenig richtig und den Rest grandios falsch.

Der Anfang ist noch recht vielversprechend. In einer aufwendig inszenierten Introsequenz wird die sehr fantasylastige Story des Films erklärt und macht durchaus Lust darauf, sich auf diesen Film einzulassen. Doch was danach kommt, ist einfach nur grausam. Lediglich die Effekte sind in der Tat sehenswert, scheinbar scheint allerdings das gesamte Budget für eben diese draufgegangen zu sein.

Denn die Schauspieler kann man wohlwollend maximal als mäßig bezeichnen. Sie haben offensichtlich schon bei der Produktion gemerkt, an was für einem Trash sie sich hier beteiligen.

Schon die Geschichte ist ziemlich übel, denn das Grundthema „böser, uralter Jinn kommt auf die Erde, um den Sohn des sogenannten Auserwählten zu töten; verdammt, der hat ja gar keinen Sohn, dann muss der Auserwählte eben dran glauben“ ist einfach lächerlich. Daraus hätte man zwar durchaus einen guten Trash-Film produzieren können, doch das Projekt ging offensichtlich in die Hose.

Die Effekte sind schön... (Copyright: WVG Medien GmbH)

Die Effekte sind schön… (Copyright: WVG Medien GmbH)

Neben der miesen Story ist es die endlose Reihe peinlicher Filmfehler, die den negativen Gesamteindruck weiter bestätigen. Es werden beispielsweise Türen herausgerissen, die eine Szene später wieder normal geschlossen werden. Das ist nur eines von fast endlos vielen Beispielen.

Erwähnenswert ist zudem die schlechte, gelangweilte Synchronisierung, die es weiter erschwert, sich diesen Film bis zum bitteren Ende anzuschauen.

„Jinn“ ist die perfekte Möglichkeit, seinen Partner zu foltern, wenn dieser mal wieder Mist gebaut hat. Einfach diesen Film sehen lassen und es wird lange Harmonie im Haushalt herrschen. Andere Gründe, sich diesen Film reinzuziehen, fallen mir nicht wirklich ein.

Ich habe es beim ersten Anlauf nicht einmal geschafft, „Jinn“ am Stück anzusehen und musste daher einen zweiten Versuch starten, um mir diesen Streifen komplett anzuschauen. Aber immerhin sind ja die Effekte schön …

Trailer

Handlung

Am Anfang wurden drei Elemente erschaffen: Mensch aus Lehm, Engel aus Licht und das Dritte aus Feuer. Die Menschheit aber hat dieses dritte Element vergessen. Jetzt ist die Zeit gekommen, sich wieder daran zu erinnern.
Shawn, ein Autodesigner, genießt ein idyllisches Leben mit seiner neuen Frau Jasmine, bis er eine kryptische Mitteilung erhält. Die Mitteilung warnt vor akuter Gefahr und einem Fluch, der seiner Familie seit Generationen anhaftet. Shawn glaubt dieser Enthüllung aus seiner Vergangenheit nicht, bis schockierende Dinge passieren. Aus Furcht um sein Leben wendet sich Shawn an Gabriel und Vater Westhoff, ein mysteriöses Duo, das behauptet, Antworten zu haben. Mit ihrer Hilfe findet er den angeketteten Ali. Von ihm erfährt Shawn, dass es auf dieser Welt mehr gibt, als er sich je vorgestellt hat. So stellt er sich dem Bösen, ohne zu ahnen, was ihn erwartet …

(Copyright: WVG Medien GmbH)

Details

Format: Dolby, PAL, Widescreen
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 – 2.35:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Studio: WVG Medien GmbH
Erscheinungstermin: 31.10.2014
Produktionsjahr: 2014
Spieldauer: 97 Minuten

Copyright Cover: WVG Medien GmbH



Über den Autor

Stefan †
Stefan †
Die Lücke, die Stefan als Magazinmitbegründer, Administrator, Redakteur und Freund durch seinen plötzlichen und viel zu frühen Tod im Dezember 2014 hinterlässt, bleibt groß. Er wird immer in unseren Herzen und ein Teil des DeepGround Magazines bleiben.