Review

Und es geht in die nächste Runde mit dem OVA „Hellsing: Ultimate“. Dieses Mal noch abgefahrener, noch actionreicher und vor allem … noch blutiger.

Worum es in „Hellsing“ geht, haben wir ja schon im Review zu Teil 1 besprochen: Geheimorganisation jagt Untote – Waffen – Peng, Peng – Umgebung bekommt einen neuen Anstrich.
Doch im zweiten Teil gehen die Vampire in die Offensive, indem sie mit einer Armee aus Ghouls das Hauptquartier von Hellsing angreifen.

Im Zuge dessen trifft man auf ein paar neue Gesichter. Unter anderem die der Angreifer und künstlichen Vampire Luke und Jan Valentine. Von den beiden würde Jan wohl herausstechen. Ein absoluter Psychopath, dessen Gesichtsausdruck den Wahnsinn widerspiegelt, mit dem er seine Taten begeht. Er ist zwar der typische gestörte Massenmörder, der einfach nur Spaß am Töten hat, aber irgendwie auf eine bösartig unterhaltsame Art.
Zur Unterstreichung seines Charakters dienen der deutsche und der japanische Synchronsprecher.

Durch den Feldzug auf das Hauptquartier ist Volume 2 der Teil, der bis jetzt am meisten von seinen Actionszenen profitiert. Überwiegend das Massensterben zwischen den Gängen wird äußerst grausam in Szene gesetzt. Die Animationen verlaufen wie gewohnt mit flüssigen Übergängen und Bewegungen ab.

Noch beeindruckender als das Geballer zwischen den Soldaten und den Ghouls sind die Kämpfe Mann gegen Mann. Hellsings Verwalter Walter Dornez tritt neben seiner nüchternen Höflichkeit und seinem Optimismus zum ersten Mal selbst in Aktion. Walter ist ein Charakter, den man einfach mögen muss, weil er weniger übertriebene Gefühlsausbrüche zeigt als der Rest.
Zudem darf man auch noch Alucards versteckte Kräfte betrachten. Die Mischung aus düsteren Zeichnungen und CGI zeigen eine weitere Stufe der Grausamkeit des Vampirs. Und auch sobald sich Seras‘ Augen wieder rot färben und sie dem Blutrausch verfällt, gibt es keinen, der ihr im Weg stehen sollte …

Es ist schon irgendwie verstörend und faszinierend zugleich, Seras‘ fanatische Fratze zu sehen, wie sie sich über spanischen Gitarrenklängen durch die Reihen der Gegner hackt. Wie in so vielen Animes, wurde dieser Handlung durch die verschiedenen Mittel eine Menge Ausstrahlung verliehen.

Worauf wir bei Teil 1 nicht eingegangen sind, ist der Humor. Ja, auch in einem so horrorartigen Szenario wie „Hellsing“ gibt es ab und zu etwas zu lachen. Der trockene japanische Slap-Stick-Humor ist allerdings nicht jedermanns Geschmack und wirkt stellenweise fehlplatziert. Und doch ist es jedes Mal irgendwie wieder lustig.

Volume 2 von „Hellsing: Ultimate“ ist eine Folge, wie sie in dem schwarzen Buche „Hellings“ geschrieben steht. Durch und durch Action. Es wird auch ein wenig auf die Charaktere und die Story eingegangen, aber in einem gesunden Maß, sodass es sich zu keiner Zeit wie Kaugummi zieht. Die Produktion wurde wieder mal aufs höchste Niveau hochgefahren; drastische Zeichnungen und so schnelle Animationen, dass die Augen Mühe haben, alles aufzunehmen. Und unterhaltsam noch dazu. Im nächsten Teil geht es dann weiter mit dem Ausbau des Plots und der Enthüllung der Drahtzieher. Alles in der beliebten „Hellsing“-Manier.

Trailer

Handlung

Die Attacken der Vampire auf Menschen werden immer häufiger und brutaler. Aus diesem Grund ruft Lady Integra die wichtigsten Personen aus Politik und Militär zur Krisensitzung ins Hellsing-Hauptquartier. Zur gleichen Zeit starten die beiden Vampir-Brüder Jan und Luke Valentine mithilfe einer hochausgerüsteten Ghoul-Armee einen Angriff auf die Residenz der Vampirjägerorganisation. Als die Soldaten der Hellsing-Organisation dem Überfall der Ghouls nicht mehr standhalten können, rücken Alucard, Seras Victoria und der ebenfalls kampferprobte Walter C. Dornez an. Werden sie es schaffen, die Vampirattacke zu stoppen?

(Quelle: Amazon Produktbeschreibung)

Details

Format: Dolby, DTS, PAL, Surround Sound
Sprache: Japanisch (Dolby Digital 5.1), Japanisch (DTS 5.1), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS 5.1)
Untertitel: Deutsch
Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Studio: Gonzo
Publisher: Nipponart
Erscheinungstermin: 30.01.2015
Produktionsjahr: 2005
Spieldauer: 60 Minuten
Extras: Booklet, jp. Promo Clips, jp. TV-Spots

Copyright Cover: Nipponart



Über den Autor

Christopher