Review

Nach so langer Zeit sollten die beiden orange glühenden Augen in dem Schattengesicht mit dem Krempenhut immer noch nicht ihre Aura verloren haben. Genauso sollte der Name „Hellsing“ in den Köpfen der Fans weiterhin hängengeblieben sein. Zur Feier des veröffentlichten vierten Teils des OVA „Hellsing: Ultimate“ werfen wir bei DeepGround einen Blick zurück auf die Teile eins bis drei.

Hellsing (kurz für: Her royal English Legion Of Legitimate Supernatural and Immortal Night Guards) ist der Deckname eines geheimen Ritterordens, der unter der englischen Krone ins Leben gerufen wurde. Eine Spezialeinheit, die für den Kampf gegen Untote ausgebildet wurde. Ihre „Geheimwaffe“ ist der Ur-Vampir Alucard, der sich Hellsing für die Monsterjagd angeschlossen hat.

Und die Produktion über GONZO ist gewaltig. Es ist natürlich wieder eine Menge CGI im Spiel, welche allerdings bei „Hellsing: Ultimate“ gar nicht nötig gewesen wäre. Die Animationen sind allesamt flüssig und zu jeder Zeit dynamisch. Auch die Hintergründe wurden sorgfältig ausgearbeitet und jeder größere Raum, in dem sich Personen aufhalten, wirkt imposant. Jedes Mal, wenn Alucard eine seiner Kugeln abfeuert, ist es wie ein animierter Durchschlag für die gesamte Szene.

Dort, wo Untote wandeln, da herrscht auch eine Menge Waffengewalt, um diese zur Strecke zu bringen. Und diese Actionszenen sind in „Hellsing: Ultimate“ äußerst episch, aber vor allem sehr sadistisch. Hier bleibt kein Auge trocken und kein Tropfen Blut unvergossen. Hinzu kommt der Horror-Faktor in Form von verwesenden Zombies oder düsteren Schauplätzen.
Womit sich die Entwickler auch haben gehen lassen, sind die Blend- und Spiegeleffekte auf Augen oder Brillen. Diese finden sich an nahezu jeder Ecke wieder. Die Charaktere wirken dadurch noch bedrohlicher und angsteinflößender.

Auch der Plot hebt sich weitestgehend von einem Standard-Vampir-Thema ab. Es geht neben der Bekämpfung von übernatürlichen Wesen auch um das Konkurrieren der Protestanten und der Katholiken. Beide Seiten bringen ihre eigenen Charaktere hervor, mit ihren eigenen Zügen und Ansichten. Na gut, für viel Tiefe bleibt auf so einem Schlachtfeld kaum Zeit, aber auch wenn wir beispielsweise etwas über Alucards Gefährtin Seras Victoria erfahren, werden die Hintergründe in den nächsten Teilen näher behandelt.

Beständig in den weiteren Teilen bleibt auch der Soundtrack, über den allein man schon ein Review schreiben sollte. Im ersten Teil eine Menge Slap Bass über pulsierenden, elektrischen Rhythmen. Legt sich alles sehr dezent über das Kampfgeschehen und doch trägt er seinen Teil zur Gesamtszene bei.

Eins der Worte, das „Hellsing“ wohl sehr gut beschreibt, wäre „Fanatismus“. Es grenzt schon fast an Wahnsinn, auf welche Art und Weise die Charaktere ihre Ziele verfolgen und wie sie es visuell ihrem Gegenüber darstellen.

Mancher mag sich wundern, warum „Hellsing: Ultimate Vol. 1“ „nur“ vier Sterne bekommt. Keine Frage, dieser Anime ist klasse und der erste Teil befasst sich vor allen Dingen mit den Basics für das Hintergrundwissen zur Serie. Man stolpert von einer gut ausgearbeiteten Szene in die nächste. Auch wenn man Fan des Animes war, darf man in das OVA ruhig mal reinschauen. Doch so viel sei gesagt, der zweite Teil toppt seinen Vorgänger noch einmal ein ganzes Stück. Daher ein verdientes „großartig“ mit der Gewissheit, nach einem so guten Teil einen noch besseren hinten dran zu schieben.

Trailer

Handlung

Seit über einem Jahrhundert kämpft die in der Tradition englischer Ritter stehende, protestantische Geheimorganisation „Hellsing“ (Her loyal English Legion of Legitimate Supernatural and Immortal Night Guards) gegen Vampire und Ghouls. Als die Sicherheit des britischen Königreiches erneut von Untoten bedroht wird, setzt Lady Integra, das junge Oberhaupt der Hellsing-Organisation, eine streng geheim gehaltene „Spezialwaffe“ ein: Alucard, selbst ein Vampir, schlummerte über 30 Jahre in einem verlassenen Kerker des Hellsing-Hauptquartiers und kämpfte bereits an der Seite von Integras Vater Lord Hellsing gegen das Böse.

(Quelle: Nipponart)

Details

Format: Dolby, DTS, PAL, Surround Sound
Sprache: Japanisch (Dolby Digital 5.1), Japanisch (DTS 5.1), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS 5.1)
Untertitel: Deutsch
Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Studio: Gonzo
Publisher: Nipponart
Erscheinungstermin: 12.12.2014
Produktionsjahr: 2005
Spieldauer: 60 Minuten
Extras: Booklet, dt. Trailer „Hellsing OVA 2“, jp. Teaser „Hellsing OVA 3“, jp. Promo-Clip

Copyright Cover: Nipponart



Über den Autor

Christopher