Review

Nachdem Gänserich Peng bereits im August dieses Jahres über die Kinoleinwände geflogen, geschlittert und gestolpert ist, folgt nun bei capelight pictures die Heimkinoveröffentlichung des tierischen Animationsfilms „Gans im Glück“ (Original: „Duck Duck Goose“) von dem bei DreamWorks Animation arbeitenden Regisseur Christopher Jenkins.

Detailreich, farbenfroh und moralisch

Die Co-Produktion zwischen den United States und China versetzt seine Zuschauer und Figuren in die Welt Chinas, dessen Landschaft ebenso schön, detailreich und farbenfroh inszeniert wird, wie die einzelnen Charaktere, denen es auch an Kindchenschema nicht mangelt.

Auf sie warten während der 91-minütigen Spielzeit des Films viel Action und Trubel, nicht ohne dem großen und kleinen Publikum auch moralische Werte (wie „nur gemeinsam ist man stark“ oder die Wertschätzung von Freunden und Familie) mit auf den Weg zu geben.

Dies alles bettet man in eine kompakte Handlung, in deren Rahmen sich der Protagonist, Gänserich Peng, von einem egozentrischen Angeber zu einer besorgten Ersatz-Mama für zwei Entenküken entwickelt.
Für Spannung und actionreiche Szenen sorgt ein als Gegenspieler agierender verwilderter Kater – und der Mensch.

Ein Film für die ganze Familie

Insgesamt bleibt „Gans im Glück“ dabei stets ein Film für die ganze Familie. Entsprechend arten allzu ernste, gefährliche oder spannende Szenen zu keinem Zeitpunkt aus, sondern bleiben immer kindgerecht, während es den erwachsenen Zuschauern nie zu lange zu albern wird.

Auch mit den zahlreich vorhandenen Gags geht man diesen Mittelweg, sodass neben vorhandenem typischem Kinderhumor auch das Potenzial für Lacher auf Seite der Erwachsenen ausgeschöpft wird.

Deutsche Synchronisation

Diesbezüglich gelingt „Gans im Glück“ der Spagat hervorragend. Von der deutschen Synchronisation kann man das leider nicht ganz behaupten. Diese wirkt hinsichtlich der Entenküken-Besetzung weder passend noch authentisch. So hätten ebenjene, um authentischer zu wirken, von Kindern gesprochen werden können respektive sollen.

Turbulenter Animationsspaß für die ganze Familie: „Gans im Glück“ (Copyright: capelight pictures)

Darüber hinaus stellt sich die Frage, ob bzw. inwiefern es notwendig war, die Originalnamen dieser beiden Figuren (ursprünglich Chi und Chao, nunmehr Lissy und Lucky) zu ändern bzw. anzupassen.

Wenig authentisch, dafür leider eher erzwungen fallen schließlich noch einige Details (z.B. fliegende Entenküken) am Ende von „Gans im Glück“ aus.

Fazit

Die charmanten, liebenswürdig angelegten und humorvollen Figuren sowie die obligatorische Notwendigkeit eines Happy Ends lassen dies allerdings schnell vergessen.

Und so ist „Gans im Glück“ zu bescheinigen, ein bunter, tierischer Spaß für einen schönen Familien-Fernsehnachmittag zu sein.

Trailer

Handlung

Ein tierisches Abenteuer für die ganze Familie

Der Gänserich Peng ist ein ziemlicher Angeber und bringt mit seinen halsbrecherischen
Flugkunststücken ständig das Formationsflugtraining seiner Artgenossen durcheinander. Doch dieses Mal hat es Peng etwas übertrieben und landet unsanft auf dem Boden der Realität: Die Gänse haben den Abflug in Richtung Süden gemacht und Bruchpilot Peng bleibt mit einem lahmem Flügel zurück. Eher zufällig wird er dann zum Lebensretter der vorlauten Entenküken Lissy und Lucky, die ihm fortan auf Schritt und Tritt folgen. Zunächst hat Peng keine große Lust, den Beschützer für die beiden Küken zu spielen und erklärt sich nur aus selbstsüchtigen Gründen bereit, gemeinsam die beschwerliche Reise gen Süden anzutreten …

(Quelle: capelight pictures)

Details

Format: Widescreen
Untertitel: Deutsch
Region: Region B/2
Bildseitenformat: 16:9 – 2.40:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ohne Altersbeschränkung
Studio: capelight pictures / Universum Film
Erscheinungstermin: 07.12.2018
Produktionsjahr: 2018
Spieldauer: 91 Minuten
Extras: Interviews / Featurette / Musikvideo: Donna Missal – „Thunder to the Ground“ / Kinotrailer

Copyright Cover: capelight pictures



Über den Autor

Conny
Conny
"Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert." - Oscar Wilde