Review

Es treibt einem schon fast die Tränen in die Augen, sobald man die Klänge der Intromusik wieder zu hören bekommt. Endlich geht es mit „Fullmetal Alchemist“ in die nächste Runde. Selbe Story, aber neue Überraschungen. Auch Folge neun bis sechszehn widmen sich wieder ausschließlich dem Manga und so werden Fans viele Dinge wiedererkennen.

„Fullmetal Alchemist: Brotherhood“ ist eine Serie, die an Sympathie schon fast gar nicht mehr zu überbieten ist. Der Anime zeigt, wie schmal der Grad zwischen Action, Comedy und Drama sein kann. Erstaunlich, wie man von den unterhaltsamen Szenen wieder in ein Loch hinabgezogen werden kann. Auch Staffel 2 macht dabei keine Ausnahme.

Die Charaktere werden auch in Staffel 2 weiter ausgebaut. Sei es nun durch Flashbacks oder Interaktionen untereinander. (Copyright: KSM Anime)

Die Charaktere werden auch in Staffel 2 weiter ausgebaut. Sei es nun durch Flashbacks oder Interaktionen untereinander. (Copyright: KSM Anime)

Die selbstverständlichen Dinge erst mal vorab. Die Animationen und Zeichnungen sind Balsam für die Augen. Es sind vielleicht nicht die High End Effekte dabei, wie in modernen Animes, aber das muss auch gar nicht sein. Es ist mehr das große Ganze, was „Fullmetal Alchemist: Brotherhood“ seinen Charme verleiht. Die Hintergründe sind wieder einmal klasse ausgearbeitet. Besonders in Stadtregionen sind die Details, beispielsweise die vielen Geschäfte, sehr sehenswert. Außerhalb erstrahlt die Umwelt schon fast wie ein in Pastell gemaltes Gemälde.

Was die Story angeht, wird eine Menge ausgebaut. Es wird politisch immer verzwickter und besonders die Geschehnisse fernab der Protagonisten Ed und Al werden besonders detailreich geschildert. Auch wenn diese oft entgegengesetzt der Abenteuer der beiden Brüder weniger bunt und ausgelassen ausfallen.
Wen man allerdings sofort ins Herz schließt, ist jeglicher Charakter, der in dieser Serie vorkommt. Jeder hat seine eigenen Eigenschaften und vor allem Eigenarten, die es dem Zuschauer ermöglichen, sich in die jeweiligen Situationen besser einzufinden.

Zudem erfährt man auch noch interessante Details der Vergangenheit. So gibt es Flashbacks, die sich mit dem Alchemistentraining der beiden Jungs und deren Mentor beschäftigen. Ebenso erfahren wir, dass Ed und Al nicht die einzigen waren, die versucht haben, einen Menschen wieder zum Leben zu erwecken …

Stichwort Alchemie. In „Fullmetal Alchemist: Brotherhood“ werden jene Reaktionen oft auf logische Art und Weise erläutert. Wäre nur der Chemie-Unterricht in der Schule nur so interessant gewesen … Daher kommt man sich zu keiner Zeit vor, als würden sich die Protagonisten einer Art Magie auf surrealistischer Basis bedienen. Flüssig wirkt ebenfalls die Vermischung aus Renaissance und Einflüssen aus Mecha-Animes durch die Automails.

Ed trifft zum ersten Mal auf einen Homunkulus. Der Kampf ist genauso energiegeladen, wie er schön anzusehen ist. (Copyright: KSM Anime

Ed trifft zum ersten Mal auf einen Homunkulus. Der Kampf ist genauso energiegeladen, wie er schön anzusehen ist. (Copyright: KSM Anime)

Klassisch für „Fullmetal Alchemist: Brotherhood“ ist auch der Humor wieder vertreten, diesmal mit noch mehr Fremdscham. Aber das macht nichts, denn man lacht trotzdem über diesen ganzen Blödsinn, der sich da vor einem auftut. So was trägt nur zum Charakter des Animes bei. Genauso wie die traurigen Momente, die sehr nüchtern daherkommen. Dadurch, dass keine Klischees bedient werden, hinterlässt es im Zuschauer nur eine Leere.

Die Actionszenen bleiben auf dem gleichen Niveau wie in Staffel 1 und setzen zusätzlich noch immer einen drauf. Besonders die Duelle sind beeindruckend dargestellt. Fließende Animationen sorgen für stundenlange Unterhaltung; erwähnenswert an dieser Stelle, die Regeneration eines Homunkulus. Hier waren Profis am Werk.

Jetzt hacken wir noch ein wenig drauf herum. In dieser Staffel kommen zwar keine Copy-Paste-Nebencharaktere vor, allerdings hätte man sich mit den Details manchmal etwas mehr Mühe geben sollen.

Dennoch darf bzw. kann Staffel 2 in der Sammlung nicht fehlen. Und das weiß auch jeder Fan von „Fullmetal Alchemist“. Jede Folge bietet spannende Unterhaltung und wirkt weder fehl am Platz oder fungiert sie als Lückenfüller. Auch die Extras sind nicht zu verachten, also zugegriffen!

Trailer

Handlung

Fullmetal Alchemist: Brotherhood spielt in Amestris, einer Welt, in der die Alchemie und ihre Reaktionen, die Transmutationen, zum alltäglichen Leben gehören. Die Bevölkerung wird von der Hauptstadt Central City aus vom Staatsmilitär beherrscht. Den Streitkräften gehören mächtige Alchemisten an. So auch der junge Edward „Ed“, dem sein Bruder Alphonse „Al“ Elric zur Seite steht. Die beiden verbindet eine schicksalhafte Geschichte: Ed und Al brachen in Kindertagen ein alchemistisches Gesetz, weil sie versucht haben, ihre verstorbene Mutter mithilfe der Transmutation wiederzubeleben. Fortan muss Als Seele in einer Ritterrüstung weiterleben und Eds linkes Bein sowie der rechte Arm bestehen nur noch aus hochtechnisierten Prothesen, sogenannten Auto-Mails. Die Geschwister treten auf der Suche nach dem legendären Stein der Weisen, der die Kraft besitzen soll, ihnen ihre ursprünglichen Körper zurückzugeben, dem Staatsmilitär bei. Edward wird mit nur zwölf Jahren zum jüngsten Staatsalchemisten aller Zeiten – und wird fortan der “Fullmetal Alchemist” genannt. Das Abenteuer, das nun für die beiden Brüder beginnt, ist von Gefahren gesäumt …

(Quelle: KSM Anime)

Details

Format: Dolby, PAL, Surround Sound, Widescreen
Sprache: Deutsch (DTS-HD 5.1), Japanisch (DTS-HD 2.0)
Untertitel: Deutsch
Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Studio: KSM
Erscheinungstermin: 01.12.2014
Produktionsjahr: 2009
Spieldauer: 196 Minuten
Digitale Extras: 2x Mini-Clips (Animierte Omakes), Opening Song „Yui – Again“, Closing Song „Sid – Uso“, kompletter Song „Miho Fukuhara – Let it Out“ mit FMA:B-Clip, Trailer, Bildergalerie, Booklet mit Episodenguide, umfangreiches Booklet mit Rohzeichnungen (Making Of der Serie), Charakter-Settings und Charakterbeschreibungen, Omakes

Copyright Cover: KSM Anime



Über den Autor

Christopher