Review

Bereits die erste Staffel von „Die Brücke – Transit in den Tod“ schlug ein wie eine Bombe, da trotz der nahezu unglaublichen Länge der Fall von der ersten bis zur letzten Minute unglaublich spannend war. Denn „Die Brücke“ orientiert sich klar an der Serie „Kommissarin Lund – Das Verbrechen“, in der auch nur ein einziger Fall pro Staffel gelöst wurde.

So ist es auch in der zweiten Staffel von „Die Brücke“. Auf fünf DVDs widmen sich die beiden Ermittler Saga Norén und Martin Rohde wieder nur einem Fall. Dieser ist jedoch extrem verzwickt und erstreckt sich über diverse Ebenen. Doch man sollte sich davon nicht abschrecken lassen. Diese Serie wurde darauf ausgelegt, dass pro Woche nur eine Episode lief, wodurch es nicht sonderlich schwer ist, der Handlung zu folgen, wenn man einmal eine längere Pause zwischen den Folgen macht.

Die einzelnen Folgen haben Spielfilmlänge, sind also knapp 90 Minuten lang. Die vorliegende DVD-Box beinhaltet alle 5 Episoden, jeweils auf einer DVD.

Doch nicht nur das recht ungewöhnliche Konzept macht „Die Brücke“ zu einer absolut sehenswerten Serie, es sind auch die beiden Hauptdarsteller, welche ihre Figuren absolut authentisch spielen. Dabei greift das klassische Konzept, dass möglichst

Saga Norén und Martin Rohde am Tatort (Copyright: Edel:Motion)

Saga Norén und Martin Rohde am Tatort (Copyright: Edel:Motion)

gegensätzliche Charaktere am besten zusammen funktionieren. Dieses wurde bis an die Grenzen ausgereizt, denn Martin Rohde (gespielt von Kim Bodnia) spielt den klassischen normalen Ermittler, der recht optimistisch an seine Fälle herangeht und ein guter Familienmensch – wenn auch mit privaten Problemen – ist. Wohingegen seine Partnerin Saga Norén (gespielt von Sofia Helin) eine eiskalte Ermittlerin ist, die sich kein bisschen für ihre Kollegen interessiert und auch sonst nicht wirklich in der Lage ist, Gefühle zu zeigen. Diese beiden bilden jedoch ein unschlagbares Dreamteam.

Die Atmosphäre der Serie ist wie schon in der ersten Staffel sehr düster und bedrückend, was vor allem an den Bildern liegt, denen sehr viel Farbe entzogen wurde, um diese Stimmung permanent zu halten.
Dementsprechend gestaltet sich auch der dezente Soundtrack, der immer gut zu den jeweiligen Situationen passt und die Dramaturgie wunderbar unterstützt.

Eine ganze Reihe unerwarteter Wendungen sorgt dafür, dass „Die Brücke“ konstant ein extrem hohes Spannungslevel hält, wodurch man nicht anders kann, als einfach weiterzuschauen.

Man kann also sagen, dass diese Serie ein Must-have für all jene ist, die auf anspruchsvolle, skandinavische Thrillerserien stehen, die ohne den ganzen technischen Firlefanz auskommen, wie er gerne in den aktuellen U.S.-Crimeserien eingesetzt wird. Denn bei „Die Brücke“ wird noch gute alte Polizeiarbeit gezeigt.

Trailer

Handlung

Ein Frachter kommt vom Kurs ab und läuft unter der Öresundbrücke auf Grund. Der Fund der Küstenwache ist nocht die erwartete Besatzung, sondern betäubte Jugendliche, angekettet unter Deck. Als ie schwedischen und dänischen Teenager schließlich erkranken, wendet sich die Furcht erregende Situation in einen tödlichen Fall: Sie wurden mit einer extrem aggressiven und ansteckenden Form der Lungenpest infiziert. Und das ist erst der Anfang einer Reihe von Vergiftungsmorden in kopenhagen und Malmö, denen sich erneut die beiden Kommissare Saga Norén (Sofia Helin) und Martin Rohde (Kim Bodnia) stellen. Ihre widersprüchlichen Arbeitsweisen sowie familiären Probleme erschweren die Aufklärung der schrecklichen Morde. Werden sie es dennoch schaffen, diese grausamen Verbrechen aufzuklären?

(Quelle: Edel:Motion)

Details

Format: Dolby, PAL
Sprache: Schwedisch (Dolby Digital 5.1), Dänisch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Region: Alle Regionen
Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
Anzahl Disks: 5
FSK: 12
Studio: Edel Germany GmbH
Erscheinungstermin: 9. Mai 2014
Produktionsjahr: 2013
Spieldauer: 550 Minuten

Copyright Cover: Edel:Motion



Über den Autor

Stefan †
Stefan †
Die Lücke, die Stefan als Magazinmitbegründer, Administrator, Redakteur und Freund durch seinen plötzlichen und viel zu frühen Tod im Dezember 2014 hinterlässt, bleibt groß. Er wird immer in unseren Herzen und ein Teil des DeepGround Magazines bleiben.