Review

Aus künstlichem Schlaf und ohne Erinnerungen erwacht, stellt sich die bunt zusammengewürfelte Crew der Raza ein weiteres Mal neuen Abenteuern.

Das Motto auch der dritten Staffel von „Dark Matter“, basierend auf dem Comicroman von Joseph Mallozzi und Paul Mullie:

Bad Guys Have Way More Fun!

Bisher zumindest. Doch nach der vorliegenden Staffel ist schon Schluss damit, denn leider ist die dritte zugleich auch die finale Staffel der kanadischen Sci-Fi-TV-Serie.

Das Absetzen bedeutet für den Zuschauer allerdings nicht zwingend einen endgültigen Abschluss, da auf ein zufriedenstellendes Ende verzichtet wurde. Stattdessen sorgen Cliffhanger, offen bleibende Handlungsstränge und unbeantwortete Fragen für einen zwiespältigen nachhaltigen Eindruck.

Schade, denn immerhin ermöglicht selbst die dritte Staffel noch einen soliden Quereinstieg, wenngleich dieser einlädt, sich umgehend ebenso Staffel 1 und 2 zu Gemüte zu führen. Was jedoch nun bleibt, ist – vor allem auch für Neugucker – die Frage, ob es überhaupt Sinn macht, sich eine Serie ohne Ende zuzulegen.

Mit der Gewissheit, hier die letzten 13 Episoden von „Dark Matter“ in Händen zu halten, hinterlässt die Veröffentlichung somit einen faden Beigeschmack, der die positive Meinung über die Produktion ein wenig trübt.

Gute Gründe für >Dark Matter<

Und gute Gründe für positive Meinungen liefert auch „Dark Matter – Staffel 3“ ausreichend.
So stößt man im Laufe der Gesamtlaufzeit von ca. 554 Minuten etwa auf einige Highlightfolgen wie jene, die die Crew in vergangene Zeiten katapultiert. Dabei treffen die Figuren auf für uns gegenwärtige, für sie hingegen nostalgische oder gar bereits unbekannte Gegebenheiten, was für reichlich und humorvolle Unterhaltung beim Schauen sorgt.

Zusätzlich spitzen sich die Bedrohungen von außen zu, die keine der Folgen langweilig werden lassen.
In diesem Zusammenhang bringen spritzige Dialoge, pointierte Sprüche und markante, da sich vom Rest der Crew abhebende Figuren – wie beispielsweise Adrian (Mishka Thébaud) oder der Android (Zoie Palmer) – immer wieder frischen Wind in die Serie.

Der Android (Zoie Palmer) räumt auf in „Dark Matter – Staffel 3“ (Copyright: justbridge entertainment)

Gefühlte Screentime-Rekorde stellt allerdings „Zwei“ (Melissa O’Neil) als Anführerin der Gruppe auf, was der dritten Staffel jedoch nicht zum Nachteil gereicht und der Frauenquote mit einem toughen Charakter gerecht wird, der die männlichen Kollegen ein manches Mal – insbesondere in den zahlreich vorhandenen Actionszenen – alt aussehen lässt.

Die Diversität der einzelnen Charaktere mit ihren verschiedenen Fähigkeiten wirkt sich positiv auf die stimmige Chemie des Teams aus, was zudem überzeugend an die Zuschauer transportiert wird.

Fazit

Zwar heißt es, man solle aufhören, wenn es am schönsten ist, aber doch nicht dann, wenn es am spannendsten wird. Dem ist in „Dark Matter – Staffel 3“ aber leider so. Das Absetzen der Serie hätte man daher weitaus entspannter hingenommen, wenn das Begonnene auch halbwegs abgeschlossen zu Ende gebracht worden wäre.

Trailer

Handlung

DARK MATTER handelt von einer Crew, die aus dem künstlichen Schlaf auf einem heruntergekommenen Raumschiff erwacht. Sie haben keine Erinnerung was geschah, wer sie sind und wie sie hierhergekommen sind. Bevorstehende Bedrohungen zwingen sie dazu zusammenzuarbeiten, denn nur so können sie ihr Überleben sichern. Sie begeben sich auf eine Reise voll Rache, Betrug und versteckten Geheimnissen.

Nach dem explosiven Finale der 2. Staffel, versuchen in Dark Matter Staffel 3, die verstreuten Überlebenden des Kampfes auf EOS-7 sich wieder neu zu formieren und das inmitten eines erbitterten Krieges der Mächte. Ryo Ishida, jetzt der Kaiser von Zairon, verfeindet sich mit ehemaligen Verbündeten, während die Vergangenheit ihn einholt um ihn zu jagen – und siehe da – es ist die Crew der Raza.

(Quelle: justbridge entertainment GmbH)

Details

Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Englisch
Region: Region B/2
Anzahl Disks: 2
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Studio: justbridge entertainment
Erscheinungstermin: 12.04.2019
Produktionsjahr: 2016
Spieldauer: 554 Minuten
Extras: 13 Bonus Clips „Behind the Scenes“

Copyright Cover: justbridge entertainment GmbH



Über den Autor

Conny
Conny
"Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert." - Oscar Wilde