Review

(Unvollendete) TV-Serie für Sci-Fi-Fans

Mit „Dark Matter“ startete 2015 eine vielversprechende TV-Serie für Sci-Fi-Fans.

Basierend auf dem Comicroman von Joseph Mallozzi und Paul Mullie leuchtete die kanadische Produktion zunächst wie ein unübersehbarer Stern am Serienhimmel, der jedoch viel zu schnell wieder verblasste. Denn nach nur drei Staffeln mit insgesamt 39 Folgen wurde die Serie 2017 eingestellt.

Entsprechend unvollendet wirkt die letzte Folge der dritten Staffel, die quasi mitten in einer noch spannenden Handlungsphase endet. Wer sich dennoch die erschienenen Episoden in Gänze anschauen möchte, dem bietet die justbridge entertainment GmbH nun mit der Veröffentlichung einer Komplettbox die beste Gelegenheit dafür.

Zur Handlung

Staffel 1

In „Dark Matter“ erwacht eine Crew in einem heruntergekommenen Raumschiff aus dem Kälteschlaf. Sie wissen weder wer sie sind, noch wie sie hierherkamen. Ihre Erinnerung ist gänzlich gelöscht. Die anstehenden Bedrohungen können sie nur meistern, wenn sie zusammenhalten. Doch wie kann man den Crewmitgliedern oder sich selbst vertrauen, wenn man nicht weiß, wer man ist? Ein Kampf ums Überleben beginnt, gepaart mit Rache, Betrug und vielen versteckten Geheimnissen.

Die erste Staffel umfasst die Folgen 1-13 und bietet den Zusehenden ausreichend Raum, um die einzelnen Figuren gut kennenzulernen.

Jene fallen sehr divers aus und bilden teils stereotyp, meist aber sehr unterhaltsam ein bunt zusammengewürfeltes Team. Mit zahlreichen Ecken und Kanten ausgestattet, erreichen schon bald einige Charaktere einen gewissen Kultstatus bei den Zuschauern. Schnell ans Herz gewachsen, fiebert man mit ihnen unweigerlich mit bei ihrer Reise auf der Suche nach ihrer Identität, ihrer Aufgabe oder auch nur dem nächsten Kampf.

Staffel 2

Die Crew der Raza wird in eine intergalaktische Verschwörung verwickelt und darauf begeben sie sich auf die Suche nach einem mysteriösen Gerät, welches in der Lage sein soll, den unmittelbar bevorstehenden Krieg zu beenden.

Davon handeln die nächsten Folgen 14-26. Dementsprechend wird die Handlung weitaus komplexer, sodass es durch Paralleluniversen, Zeitsprünge, Zeitschleifen und allerlei Ideen mehr ein höheres Maß an Konzentration erfordert, um hier noch mitzukommen.

Spannende Momente, actionreiche Szenen, gelungene Charakterentwicklungen und sehenswerte Kampfchoreografien halten die ZuschauerInnen allerdings hervorragend bei Laune. Langeweile kommt hier definitiv nicht auf.

Einmal mehr wird zudem deutlich, dass die Besetzung sehr passend gewählt wurde. Die Schauspieler mimen ihre Rollen sehr authentisch. Nur hin und wieder hätte es einen flotten, frechen Spruch (passend zum jeweiligen Charakter) ruhig mehr sein dürfen, um auch die Dialoge noch spritziger und unterhaltsamer ausfallen zu lassen.

Staffel 3

Nach der Explosion versuchen sich die verstreuten Überlebenden des Kampfes auf EOS-7 wieder neu zu formieren und das inmitten eines erbitterten Krieges der Mächte. Ryo Ishida, jetzt der Kaiser von Zairon, verfeindet sich mit ehemaligen Verbündeten, während die Vergangenheit ihn einholt, um ihn zu jagen; es ist die Crew der Raza.

Mit den Folgen 27-39 hört nicht nur die dritte Staffel, sondern die Serie insgesamt auf. Schade, denn zum einen endet damit ein kleines Highlight im Sci-Fi-Serienbereich, zum anderen geht es jetzt eigentlich erst richtig los. So aber bleiben nun viele offene (und teils auch erst in dieser Staffel aufgeworfene) Fragen und Inhalte ungeklärt – und das auf dem Höhepunkt der mit Spannung aufgebauten Handlung.

Fazit

Es ist mehr als schade, dass die Serie „Dark Matter“ auf einem ihrer vielen Handlungshöhepunkte ein derart abruptes Ende fand. Zu gerne hätte man von allem, was die Produktion bis dato bot, noch mehr gesehen; darunter u.a. die für eine Serie überraschend guten Spezialeffekte, actionreiche Kampfszenen, dramatische Wendungen oder einige herausragende Figuren, die von Folge 1 an überzeugen können. So büßt „Dark Matter – Die komplette Serie (Season 1-3)“ sicherlich auch an einem Kaufanreiz etwas ein, und das, obschon die 3 x 13 lohnenswerten Folgen einiges an Schauwerten besitzen.

Dass sich nicht die Mühe gemacht wurde, zumindest einen vorzeitigen Abschluss für die ZuschauerInnen zu liefern, spiegelt sich auch in der Aufmachung der Komplettbox ein wenig wider. Denn auch diesbezüglich sorgt man kaum bis gar nicht für einen Mehrwert in Form von nennenswertem Bonusmaterial oder gar haptischen Extras.

Eine eigentlich rundum gelungene Serie, die letztendlich sehr lieblos und stiefmütterlich behandelt von der Bildfläche verschwand.


Dark Matter – Die Komplette Serie (Season 1-3) [12 DVDs]

Handlung

„Dark Matter“ dreht sich um eine Crew, die aus dem künstlichen Schlaf auf einem heruntergekommenen Raumschiff erwacht. Sie haben keine Erinnerungen was geschah, wer sie sind und wie sie hierhergekommen sind. Bevorstehende Bedrohungen zwingen sie dazu zusammenzuarbeiten, denn nur so können sie ihr Überleben sichern. Sie begeben sich auf eine Reise voll Rache, Betrug und versteckten Geheimnissen.

(Quelle: justbridge entertainment GmbH)

Eipsoden

Details

Sprache: Deutsch Englisch
Untertitel: Englisch
Anzahl Disks: 12
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Studio: justbridge entertainment
Erscheinungstermin: 20.08.2021
Produktionsjahr: 2015-2017
Spieldauer: ca. 1600 Minuten

Copyright Cover: justbridge entertainment GmbH



Über den Autor

Conny
"Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert." - Oscar Wilde