Review

Jason Momoa

Ein Mann, ein Bart, eine Kampfmaschine ‑ und ein gefühlsgeladenes Wesen?
Im Action-Thriller „Braven“ spielt Momoa nicht nur die Hauptrolle, sondern durfte auch hinter den Kulissen als Produzent mitwerkeln.

Wir wissen nicht, ob die Idee eines „Actiontitels mit emotionalen Elementen“ von ihm stammt, aber sie geht auf.

Braven -> emotional

Joe Braven, der als Charakter Momoa wie auf den Leib geschrieben ist, lebt mit Ehefrau und Tochter mitten in bergiger Pampa, wo es neben dem Örtchen und Bäumen nur noch einen Haufen Schnee gibt. Es herrscht Familienidyll, auch wenn die Eltern beide viel arbeiten; sehr zum Leidwesen der Tochter.

Joe Braven ist ‑ natürlich ‑ Eigentümer seiner eigenen Holzfällerfirma. Diese übernahm er von seinem Vater, der vor einem Jahr einen schweren Unfall erlitt. Folge des Unfalls: Demenz.

Die Erkrankung des Vaters setzt Joe schwer zu. Als sein Vater mal wieder in Schwierigkeiten gerät, weil er eine Frau in seiner Stammbar für seine verstorbene Ehefrau hält, setzt sein rationales Denken aus: Er liefert sich eine heftige Schlägerei mit den Bartypen. Verzweifelt sucht er mit seiner Frau eine Lösung für das Dilemma. Dass die lokalen Deputys ihm die metaphorische Waffe auf die Brust richten, er solle seinen Vater in den Griff bekommen, ist dabei wenig hilfreich.

So entschließt sich Joe, mit seinem Vater ein klärendes Gespräch zu führen. Beide machen sich daher auf in die Blockhütte der Familie.

Braven -> kämpferisch

An dieser Stelle enden dann auch das emotionale „Vorgeplänkel“ und die Story von „Braven“, denn die Blockhütte hat Joes Angestellter als Zwischenlagerplatz für eine ziemlich große Ladung Kokain auserwählt. Das will sich dieser nun zurückholen, seinen Drogenboss und einige schießwütige Kumpane hat er natürlich auch im Schlepptau.

Es beginnt rund um die Blockhütte im verschneiten Wald ein „Team Deathmatch“ vom Feinsten. Die einen wollen rein und die Drogen holen, Joe will sich und seine Familie in Sicherheit bringen. Dabei ist Familie Braven zunächst personell im Nachteil, denn Joe hat nur seinen dementen Vater als Unterstützung bei sich und mit seiner Tochter auch noch ein mittelschweres Problem an der Backe. Allerdings scheint so ein durchschnittlicher Holzfäller das eine oder andere Kampfass im Ärmel zu haben.

Jason Mamoa in Kampfeslaune im Action-Thriller „Braven“ (Copyright: Universum Film)

So wählt er nicht nur Gewehre und Messer als Kampfmittel, auch Bögen, Bärenfallen, Feuer und allerlei anderes Gerät kommen zum Einsatz, um den bösen Buben richtig eins auf den Deckel zu geben. Das ist nicht nur kurzweilig zum Zuschauen, sondern sorgt auch für eine gute Portion Spannung: Was wird er wohl als nächstes zücken?

Ein weiteres Highlight ist schließlich noch Joes Frau, gespielt von Jill Wagner, die nicht bloß Heimchen am Herd ist, sondern ebenfalls mit Tech-Bogen bewaffnet austeilen kann. Schade, dass der Zuschauer davon nicht mehr zu sehen bekommt.

Resümee

Unterhaltsam kämpft sich Familie Braven dem Finale entgegen, das schließlich eine Spur zu dick aufträgt. Damit passt das Ende ganz gut zum Anfang, denn die Vorgeschichte ist für das Format unter Umständen vielleicht doch ein bisschen zu „emo“. Dennoch ist „Braven“ unterm Strich ein unterhaltsamer Actionfilm, der gerade Genrefans gut gefallen dürfte.

Trailer

Handlung

Joe Braven und sein Vater fahren zu ihrer abgelegenen Jagdhütte, um ein entspanntes Wochenende zu verbringen. Doch dann finden sie eine Tasche voller Kokain, welche offensichtlich von Drogenschmugglern dort versteckt wurde. Als diese plötzlich bei der Hütte auftauchen, gilt für Joe und seinen Vater nur noch eins – töten oder getötet werden …

(Quelle: Universum Film)

Details

Format: Widescreen
Sprache: Deutsch (DTS-HD 5.1)
Untertitel: Deutsch
Region: Region B/2
Bildseitenformat: 16:9 – 2.35:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Studio: Universum Film
Erscheinungstermin: 07.12.2018
Spieldauer: 93 Minuten
Extras: Featurettes

Copyright Cover: Universum Film



Über den Autor

Ivonne
Ivonne
"Gute Bücher sind Zeitgewinn, schlechte Bücher Zeitverderber, gehaltlose Bücher sind Zeitverlust." - Rosette Niederer