Review

Offensichtlich war es die Schauspielerin Kate Beckinsale leid, immer nur in Actionfilmen mitzuspielen; sie wollte einmal etwas gänzlich anderes machen. Da kam das Drehbuch zu „Anklage: Mord – Im Namen der Wahrheit“ gerade recht, denn in diesem Streifen verkörpert sie eine Anwältin, die gleich zwei gravierende Probleme hat.

Zum einen leidet sie unter den Folgen ihrer Alkoholsucht. Zwar ist Cate McCall – so der Name der Rolle – mittlerweile trocken, doch ihr wurde das einzige Kind weggenommen und sie versucht nun mit allen rechtlichen Mitteln, dieses zurückzugewinnen.

Zum anderen muss sie in einem spektakulären Gerichtsverfahren eine Angeklagte, der ein Mord vorgeworfen wird, vertreten. In den Augen McCalls ist diese jedoch unschuldig, was sie unbedingt beweisen will.

„Anklage: Mord – Im Namen der Wahrheit“ ist also ein Film, der gleichzeitig zwei sehr komplexe Geschichten erzählen möchte.
Dies ist ein Problem, da beide extrem viel Raum einnehmen und so die Handlung permanent hin und her schwenkt.
Es ist für den Zuschauer nicht wirklich leicht, sich auf die jeweils aktive Story zu konzentrieren, denn sobald man in dieser drin ist, wird wieder gewechselt. Dennoch sind beide Handlungsstränge für sich genommen sehr gut erzählt und verfehlen ihre Wirkung nicht.

Kate Beckinsale überzeugt in der Rolle als Anwältin. (Copyright:Koch Media)

Kate Beckinsale überzeugt in der Rolle als Anwältin. (Copyright:Koch Media)

Die technische Seite dieses Films kann jedoch absolut überzeugen.

Da wäre zunächst einmal der Cast:
Kate Beckinsale zeigt eindrucksvoll, dass sie durchaus eine wirklich gute Schauspielerin ist, die eben nicht nur stumpfe Actionrollen spielen kann.
Nick Nolte brilliert als Mentor der Protagonistin und zeigt sich ebenfalls von seiner besten Seite, wobei seine Rolle ein wenig mehr Raum verdient hätte.
Und auch die übrigen Darsteller machen einen sehr guten Job.

Der Soundtrack ist genau richtig für diese Mischung aus Thriller und Drama, denn er findet stets sehr dezent statt und drängt sich somit nicht zu sehr in den Vordergrund.

Die Bilder sind recht unaufgeregt, dies kann man aber bei einer derartigen Inszenierung nicht anders erwarten, sodass die Kameraführung und der Schnitt passend wirken.

„Anklage: Mord – Im Namen der Wahrheit“ ist ein Film, der dem Zuschauer allerdings zu viel erzählen möchte. Es wäre besser gewesen, man hätte sich auf nur einen Handlungsstrang fokussiert und den anderen als Nebenplot etabliert, als beiden den gleichen Raum zu geben, was teilweise eher überfordert denn unterhält. Dennoch ist „Anklage: Mord – Im Namen der Wahrheit“ ein guter Streifen, der insbesondere Freunden des Genres durchaus gefallen könnte.

Trailer

Inhalt

Die junge Anwältin Cate McCall kämpft nach einem langwierigen Entzug an zwei Fronten: Auf der einen Seite versucht sie, das geteilte Sorgerecht für ihre fünfjährige Tochter zurückzuerlangen, auf der anderen Seite muss sie die Unschuld ihrer neuen Mandantin Lacey beweisen. Diese wurde des Mordes angeklagt – und Cate ist ihre einzige Chance, einer Verurteilung zu entgehen.

(Copyright: Koch Media)

Details

Format: Dolby, DTS, PAL, Widescreen
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Englisch (DTS 5.1)
Untertitel: Deutsch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 – 2.35:1
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Koch Media GmbH – DVD
Erscheinungstermin: 24.07.2014
Produktionsjahr: 2013
Spieldauer: 89 Minuten

Copyright Cover: Koch Media GmbH



Über den Autor

Stefan †
Die Lücke, die Stefan als Magazinmitbegründer, Administrator, Redakteur und Freund durch seinen plötzlichen und viel zu frühen Tod im Dezember 2014 hinterlässt, bleibt groß. Er wird immer in unseren Herzen und ein Teil des DeepGround Magazines bleiben.