Review

Das Aus für die Menschheit

Im Jahr 2067 steht die Welt vor dem Kollaps. Die Menschheit kann nur mithilfe von künstlichem Sauerstoff überleben, doch dieser führt zu einer weltweiten Pandemie, welche die gesamte Weltbevölkerung auszulöschen droht.

Mitten in diesem Szenario befindet sich Ethan Whyte, ein Mann, der mit einer Quantenzeitmaschine in eine ungewisse Zukunft reisen muss, um die Menschheit vor ihrem Untergang zu bewahren.

So sieht es zumindest der Science-Fiction Thriller „2067 – Kampf um die Zukunft“ für den Protagonisten des Films vor, der modern und mit aktuellem Bezug auf knapp 114 Minuten für Unterhaltung bei Genre-Fans ab 16 Jahren sorgen soll.

Überraschend lang und dafür zuweilen mit wenig „Geschehen“ versehen, birgt der Film mitunter ein paar Längen. In der Zwischenzeit kann jedoch die Visualisierung punkten. So werden – insbesondere die durch die Zeitreise entstehenden – konträren Kulissen detailreich in Szene gesetzt, was (gemeinsam mit einigen netten, jedoch nicht herausragenden Spezialeffekten) für einige Schauwerte sorgt.

Auch die Zeitreise-Komponente ist clever erdacht und integriert. Wie nicht untypisch stiftet dieser Faktor aber auch gerne mal ein wenig Verwirrung bei den Zuschauern. Aspekte wie Plausibilität, Nachvollziehbarkeit oder gar Logik fallen – erwartbar für einen Fantasy-Science-Fiction-Film – mitunter unter den Tisch. Das, was dem Zuschauer davon jedoch zu erfahren gewährt wird, tummelt sich im Bereich des eben Möglichen und gelingt im Ergebnis dann auch mäßig bis gut.

(K)ein Kampf um die Zukunft

Weitaus mehr vermissen muss man allerdings die Spannung und den Thrill. Zwar sorgt ein Plot Twist für ein Aha-Erlebnis gegen Ende, davon abgesehen plätschert die eigentlich vielversprechende Handlung eher oberflächlich vor sich hin – und am Zuschauer teils sogar vorbei. Von einem mitreißenden Kampf um die Zukunft, wie der Untertitel ihn verheißt, merkt man nicht viel.

Kodi Smit-McPhee als Ethan Whyte, ein Mann, der im Sci-Fi-Thriller „2067 – Kampf um die Zukunft“ mit einer Quantenzeitmaschine in eine ungewisse Zukunft reisen muss, um die Menschheit vor ihrem Untergang zu bewahren. (Copyright: Koch Media)

Schade, denn hier wäre sehr viel mehr drin gewesen. Doch statt das vorhandene Potenzial auszuschöpfen, vertut „2067“ seine Chancen und Möglichkeiten. Insgesamt hätte der Film daher (beispielsweise in Hinblick auf seine Message zum Umweltschutz) durchaus tiefgründiger ausfallen können, ohne seinen Unterhaltungsfaktor zu sehr in den Hintergrund hätte rücken zu müssen.

Auch die SchauspielerInnen liefern eher eine durchschnittliche Leistung ab, mit der sich niemand so richtig ins Gedächtnis spielen kann. Das ist ernüchternd, sieht man doch immerhin Namen wie Kodi Smit-McPhee (der Nightcrawler in „X-Men: Apocalypse“ und „X-Men: Dark Phoenix“) oder Ryan Kwanten (u.a. „True Blood“, „Northmen – A Viking Saga“, „Knights of Badassdom“) auf dem heimischen Bildschirm, die in ihren bisherigen Filmen schon eine bessere Figur gemacht haben.

Fazit

Kein Meisterwerk des Genres, kann man aber dennoch mal gucken.

Trailer

Handlung

2067 steht die Erde kurz vor der Apokalypse, und die Menschheit kann nur mit künstlichem Sauerstoff leben. Doch dieser führt zu einer tödlichen Pandemie, welche die ganze Weltbevölkerung zu vernichten droht. Die letzte Hoffnung besteht darin, mittels einer Quantenzeitmaschine die Lösung in der Zukunft zu suchen. Die Nachricht aus der Zukunft fordert: „Schickt Ethan Whyte“. Also wird der Tunnelarbeiter Ethan in eine ungewisse Zukunft geschickt, um den Untergang der Menschheit zu verhindern und das Leben seiner kranken Frau zu retten.

(Quelle: Koch Media)

Details

Tonformat: DTS-HD Master Audio 5.1
Bildformat: 2.35:1 (16:9)
Sprachen: Deutsch, Englisch
Untertitel: : Deutsch
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Studio: Koch Media GmbH
Erscheinungstermin: 10.12.2020
Produktionsjahr: 2020
Spieldauer: ca. 114 Minuten
Extras: Trailer, Bildergalerie

Copyright Cover: Koch Media GmbH



Über den Autor

Conny
"Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert." - Oscar Wilde