Review

Das Thema „Gaming Show“ wird immer mal wieder in Horrorfilmen aufgegriffen und führt mal zu guten und mal zu schlechten Ergebnissen. Fakt ist, dass dieses Thema nicht so ausgelutscht ist, wie beispielsweise „Haunted House“ oder „Eine Gruppe Teenager fährt aufs Land und wird von Einsiedlern abgeschlachtet“. Daher hatte ich recht große Erwartungen, als ich „13 Sins“ in meinen DVD-Player eingelegt habe.

Schnell wird klar, dass zumindest die Story wohl überlegt ist. In „13 Sins“ geht es um eine Spielshow, die total überschuldeten Menschen die Möglichkeit bietet, einen riesigen Haufen Geld zu gewinnen, wenn diese 13 Aufgaben erfüllen. Die Teilnehmer wissen jedoch nicht, wohin das Ganze führen wird, wenn sie die erste Aufgabe (beispielsweise: „Iss eine Fliege“) annehmen. Und genau hier liegt der Knackpunkt, denn wer einmal angefangen hat, kann nicht mehr aussteigen, sonst verliert er alles. Niemand ahnt im Voraus, dass Mord durchaus ein Teil dieses Spiels ist.

Diese Handlung, die für sich genommen schon wirklich gut ist, wurde in „13 Sins“ hervorragend inszeniert. Man fängt recht schnell an, mit dem Protagonisten mitzufiebern, was ein hervorragender Effekt ist. Gleichzeitig leidet man auch mit den Nebendarstellern mit, die mehr und mehr zu Opfern werden und das teilweise im wahrsten Sinn des Wortes. Denn obwohl „13 Sins“ eine FSK-16 Einstufung bekommen hat, liefert der Film doch gelegentlich recht drastische Bilder. Was diese vermissen lassen, erledigt das Kopfkino.

Diese sehr positiven Effekte kann „13 Sins“ nur erzielen, weil der Cast sehr gut zusammengestellt wurde. Sämtliche Schauspieler wirken authentisch und spielen ihre Rollen mit viel Leidenschaft.
Heimlicher Star des Films ist Ron Perlman, der vor allem als „Hellboy“ bekannt sein dürfte, aber in unzähligen weiteren Filmen mitgespielt hat. In „13 Sins“ verkörpert er das Aufräumkommando sowie die Instanz, die kontrolliert, ob die Teilnehmer ihre Aufgaben auch gewissenhaft erfüllen.

Keiner ahnt, wie weit dieses Spiel geht... (Copyright: Koch Media)

Keiner ahnt, wie weit dieses Spiel geht… (Copyright: Koch Media)

„13 Sins“ ist kein stumpfer Streifen, wie viele Filme dieses Genres, sondern behandelt tatsächlich ein ernstes Thema: Wie weit sind Menschen bereit zu gehen, wenn es um sehr viel Geld geht?

Sicherlich wird die Antwort in diesem Film nicht wirklich ernsthaft, sondern genretypisch überspitzt geliefert und mit sehr viel Blut gewürzt, dennoch fragt sich der Zuschauer spätestens nach dem Konsum von „13 Sins“ unweigerlich, wie weit er selbst gehen würde. Allein diese Tatsache zeichnet den Film schon aus. Kombiniert mit den oben genannten Fakten kommt man also zum Ergebnis, dass „13 Sins“ in der Tat sehenswert ist.

Kleinere Schwächen, die dieser Film durchaus auch besitzt, kann man absolut verschmerzen, diese sind vor allem darin begründet, dass kein allzu großes Budget in die Produktion von „13 Sins“ investiert wurde. Dies sieht man hin und wieder (vor allem an den Effekten), es tut der Unterhaltung, die der Film bietet, jedoch kaum einen Abbruch.

Trailer

Handlung

Die Teilnahmebedingungen in der neuen Art von Spielshow, für die der verschuldete Eliot via Telefon angeworben wird, scheinen verführerisch: Lediglich 13 Aufgaben hat er vor versteckter Kamera zu erfüllen. Dann gehören mehr als sechs Millionen Dollar ihm. Der Haken: Die Prüfungen werden zunehmend perfider und erschreckender – ein verfrühter Ausstieg bedeutet den Verlust des bisher erspielten Geldes. Als Marionette eines unsichtbaren Publikums muss Eliott sich nun seinen dunkelsten Seiten stellen.

(Copyright: Koch Media)

Details

Format: Dolby, DTS, PAL
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Studio: Koch Media GmbH
Erscheinungstermin: 09.10.2014
Produktionsjahr: 2014
Spieldauer: 88 Minuten



Über den Autor

Stefan †
Stefan †
Die Lücke, die Stefan als Magazinmitbegründer, Administrator, Redakteur und Freund durch seinen plötzlichen und viel zu frühen Tod im Dezember 2014 hinterlässt, bleibt groß. Er wird immer in unseren Herzen und ein Teil des DeepGround Magazines bleiben.