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3. Mai 2019

Interview: Massive Ego

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Verfasst von: Jasmin
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Kürzlich erschien mit „Church For The Malfunctioned“ das neue Album der britischen Darkwave/Electro-Gothic Band Massive Ego.

Grund genug, Marc Massive, Scot Collins und Oliver Frost zum Gespräch zu bitten.

Lest hier, was das Trio u.a. über ihre CD, Veganismus, Tierschutz und Make-up zu sagen hat.

Jasmin: Herzlichen Glückwunsch zu Eurer grandiosen CD „Church For The Malfunctioned“. Bitte erläutert die Bedeutung / Idee des Titels.

Marc: Danke, Jasmin, sehr nett von dir.

Wir brauchen keine Kirchen, die so viele Menschen in der Gesellschaft entweder aufgrund ihrer Sexualität oder einfach nur aufgrund ihres Aussehens diskriminieren.

Meine Idee war, dass diejenigen mit einer „alternativen“ Gesinnung, wie etwa jene Zugehörigen der Schwarzen Szene, die nur Schwarz tragen, Make-up verwenden und mehr Gothic oder Industrial basierte Musik hören, von der Gesellschaft oft missbilligend als „komisch“ bezeichnet und ausgegrenzt werden.
Es schien mir, dass wir schon unserer eigenen Religion angehören; die der dunklen Musik. Wir brauchen keine Kirchen, die so viele Menschen in der Gesellschaft entweder aufgrund ihrer Sexualität oder einfach nur aufgrund ihres Aussehens diskriminieren.
Wir sind vielleicht in ihren Augen „malfunctioned“, aber wir haben unsere eigene Kirche, der wir folgen. Darauf bezieht sich der Titel.

Jasmin: Könnt Ihr mit Euren eigenen Worten sagen, was es auf Eurem neuen Album zu hören gibt? Was für einen Stil? Welche Songs?

Marc: Ein umfassender, ungewöhnlicher Schlag auf die Ohren und eine sinnliche Überladung, bei der traditioneller Industrial auf Electro trifft mit einem Hauch von Gothic-Pomp und ins Ohr gehenden Synthpop-Melodien.

Zwischen den Liedern gibt es eine Verbindung: Die Abneigung gegen religiöse Werte, Beobachtungen über Social-Media-Sucht, der Verlust von Freundschaften und Angehörigen sowie die Angst, dass die Gesellschaft blindlings einem einzigen mächtigen Weckruf folgen wird.

Scot: Wir haben versucht, dem Hörer unsere dunklere Seite zu zeigen und dabei trotzdem den gleichen Massive Ego-Sound beizubehalten, den man kennt und liebt!

Jasmin: Was sind die Hauptunterschiede zu früheren Veröffentlichungen?

Marc: Ich denke, dieses Album ist ein guter Nachfolger zu unserem letzten Album „Beautiful Suicide“, da wir eingängige Melodien beibehalten haben und sich keine Songs ähnlich anhören.

Der Sound ist […] viel härter als zuvor.

Der Sound ist hingegen viel härter als zuvor. Es gibt dieses Mal schnellere Beats, wütendere Vocals und sogar einige schrille, kreischende Gitarrensoli.
Das erste Album bei Out Of Line war eher dafür da, um auszutesten und zu sehen, wie wir angenommen werden, während dieses Album viel selbstbewusster ist. Obwohl viele der Texte und Themen eher dunkler Natur sind, fühlt sich das Album für mich ziemlich fröhlich und energiegeladen an.

Scot: Der Hauptunterschied ist der viel dunklere Klang. Wir haben sogar Chris von Agonoize für unseren Track „Kill The Conspiracy“ dazugeholt, da wir das Gefühl hatten, dass er großartig dafür geeignet ist. Er hat das super gemacht!

Jasmin: Meiner Meinung nach sind „The Wolf“, „Killing For Gods“ und „The Last Sunrays In June“ einige der Highlights des Albums. Was sind Eure Lieblingssongs auf „Church For The Malfunctioned“?

Marc: Ich freue mich wirklich sehr, dass du „The Last Sunrays In June“ erwähnt hast. Es ist ein sehr emotionales Lied für mich, da ich es für meine Mama June schrieb, die zu Beginn des Album-Schreibprozesses an Demenz verstarb, was letztendlich eine Menge des lyrischen Inhalts geprägt hat.

Cover des Albums „Church For The Malfunctioned“ (Copyright: Out of Line)

Ich wollte das Gefühl einer Stadt der 50er Jahre – genauer gesagt die Stadt Redcar – heraufbeschwören, wo meine Mutter geboren wurde und auch der Ort ist, an dem sie im Teenager-Alter meinen Vater Harry kennenlernte.
Es ist eine Liebesgeschichte für zwei Menschen, die nicht mehr hier sind, aber im Tod wiedervereint werden.
Der 7-minütige Song beginnt mit den schwerfälligen Atemgeräuschen meiner Mutter, die ich wenige Tage vor ihrem Tod aufgenommen hatte. Danach fühlte sich das Schreiben des Textes für mich wie eine Art läuternde Befreiung an. Ich würde also sagen, dass ich zu diesem Track die emotionalste Bindung habe.

Zudem stellt mich die Single „Digital Heroin“ sehr zufrieden, vor allem da sie in nur wenigen Tagen sowohl textlich als auch musikalisch fertiggestellt war. Ein erfolgreiches dunkles Stück Elektro-Pop.

Scot: Mein Lieblingslied ist „My Religion Is Dark“. Der Grund dafür ist, dass ich, als ich anfing, die Musik dafür zu schreiben, etwas mit einem härteren Stilelement machen wollte, sodass ich melodische Kick-Drums hinzugefügt habe. Ich wusste nicht, wie Marc zu diesem Track singen würde, da es bis dato im Wesentlichen ein harter Titel war, aber er zog es erstaunlich gut durch! Der Beat in diesem Song bringt deinen Kopf zum Wackeln!

Jasmin: Ihr habt eine Coververion von „Military Fashion Show“ (And One) hinzugefügt.
Warum haben Ihr Euch für einen Coversong entschieden und warum habt Ihr diesen gewählt?

Anfangs klang es sehr ähnlich wie das Original, aber wir versuchten, es mit Gitarren und unserem eigenen Sound härter zu gestalten.

Scot: Ich saß gerade in Dresden in der Straßenbahn an meinem Laptop, als ich einen Sound fand, der nach „Military Fashion Show“ klang. Und so begann ich die Hauptmelodie auf meiner Tastatur zu spielen. Ich habe 20 Minuten daran gearbeitet, und ich hatte ungefähr eine Minute des Songs programmiert, als ich aufblickte, meine Kopfhörer abnahm und sah, dass ich die einzige verbliebene Person in der Straßenbahn war, weil ich nicht mitbekommen habe, dass diese abgesagt wurde. Später in dieser Woche war ich mit meinem Lieblings-FlixBus unterwegs und habe dort weiter an dem Song gearbeitet. Als ich ihn Marc zeigte, dachte er, es wäre eine großartige Idee, ein Cover von diesem Track zu machen. Also haben wir weiter daran gefeilt. Anfangs klang es sehr ähnlich wie das Original, aber wir versuchten, es mit Gitarren und unserem eigenen Sound härter zu gestalten.

Jasmin: Ihr habt ein Video zu „Digital Heroin“ veröffentlicht. Was ist das Besondere an dem Song? Wo habt Ihr das Video gedreht?

Cover der Single „Digital Heroin“ (Copyright: Out of Line)

Marc: Das Label hat entschieden, dass es sich bei dem Song um die erste Single handeln sollte.
Wir hatten nicht sehr viel Zeit, um ein Video zu organisieren, und es gab überhaupt kein Budget für den Dreh. Daher mussten wir schnell kreativ werden.

Glücklicherweise haben wir im Garten einen riesigen Schuppen, der auch als Studio dient … Wir kreierten ein Set und drehten einen Teil dort. Den Rest filmten wir ein paar Minuten die Straße hinunter in einer schäbigen U-Bahn. Die Schmuddeligkeit trug zu dem Gefühl bei, das wir für das Video haben wollten. Schließlich war alles unter Dach und Fach, was das Filmen und Bearbeiten anging.

Jasmin: Ich habe mir Euer Make-up im Video angesehen: Es scheint sehr aufwendig zu sein. Habt Ihr das Make-up selbstgemacht oder hattet Ihr Hilfe von einem professionellen Visagisten?

Scot: Ich ließ Olly einige sehr fragwürdige Dinge an mir tun, um dieses Make-up zu erhalten.
Hinweis an mich: Lass Olly niemals Autolack auf dein Gesicht auftragen.

Olly: Das klingt fast sexuell zweideutig, Scot! Ich kann Euch jedoch versichern, dass dies nicht der Fall war. Nein, nein, nein. 🙂

Ich ließ Olly einige sehr fragwürdige Dinge an mir tun, um dieses Make-up zu erhalten.

Tatsächlich hatten wir keine schwarze Make-up-Sprühfarbe, also griff ich auf schwarzen Autolackspray für unsere Gesichter zurück. Ich war ein bisschen besorgt, dass es nicht so leicht wieder zu entfernen wäre, da Kirsty (Scots Partnerin, die auch im Video zu sehen ist) am nächsten Tag ein Interview hatte … Ich bekam das Bild nicht mehr aus meinem Kopf, wie sie in einem Interview saß und versuchte zu beeindrucken, während sie aussah, als ob sie eine gute Wäsche brauchte und gerade aus einer Kohlemine gekommen war. Und je besorgter sie aussah, desto mehr musste ich lachen.

Marc und ich haben uns jahrzehntelang selbst geschminkt. Ich liebe es, zu experimentieren und Dinge des Öfteren zu verändern. Wenn Marc mich nicht manchmal bremsen würde, würde ich wohl dazu neigen, über die Stränge zu schlagen und zu extrem zu werden. Ich mache gerne Looks wie zerschmolzene Haut und deformierte Gesichter – zum Beispiel durch das Umwickeln von Tonnen von Klebeband um den Kopf -, aber ich tendiere dazu, diese Looks auch dann beizubehalten, wenn wir in der Underground-Clubszene in London ausgehen.

Marc experimentierte in jüngeren Jahren viel mit Make-up, sein Mickey-Geisha-Look ist jedoch seit einiger Zeit sein Markenzeichen; auch wenn die Mickey-Perücke im Laufe der Jahre viele Male die Farbe gewechselt hat.
Wenn er gerade mal nicht diesen Look trug, war ich in den letzten 14 Jahren in der Regel für sein Make-up verantwortlich.
Während wir viele Jahre in der Underground-Nachtclubszene in London gearbeitet haben, machten wir mehrmals wöchentlich einen kompletten Make-up-Look für die Arbeit.

Look zum Video „Digital Heroin“ (Copyright: Massive Ego)

Wir sind mehr als glücklich, mit der in London ansässigen Visagistin Zara Lipstixx zusammenzuarbeiten, die in den vergangenen Jahren bei vielen Live-Shows unsere Rettung war. Der Druck, den wir bei Auftritten verspüren, wird oft dadurch gelindert, dass sie ihre Wunder vollbringt. Für Marc hat sie für die letzte Show unserer aktuellen Tour (im Juni in Berlin) etwas ganz Besonderes geplant. Und wenn sie aufgrund anderer beruflicher Verpflichtungen nicht anwesend sein kann, dann bin ich es, der uns allen die Kriegsbemalung verpasst.
Unser Freund Lex ist auch oft hinter der Bühne. Er ist ein bisschen wie ein Schweizer Taschenmesser, ein Ass in Sachen Schminken und ein super duper Multitasker. Ganz langsam haben wir auch Scot dazu verleitet, Looks zu probieren, und er fing an, während der Shows Kontaktlinsen und dezentes Make-up zu tragen. Ich denke, er mag es, es auf ein Minimum zu beschränken, damit er sich darauf konzentrieren kann, sich mehr zu bewegen und zu animieren.

Jasmin: Abseits von Massive Ego – Welche Musik/Bands hört Ihr privat? Gibt es Lieblingskünstler? Vielleicht sogar einige, die Eure eigene Musik beeinflussen?

Ich höre auch viel von Cradle Of Filth und harte Musik!

Marc: Ich mag die neue Paarung von Torben Wendt (Diorama) und Adrian Hates (Diary Of Dreams) mit ihrem Projekt Coma Alliance sehr. Sie haben auf ihrem Album einige epische Tracks produziert.
Priest ist eine weitere Band, die mich in letzter Zeit bewegt hat.

Scot: Ein Favorit von mir ist BlutEngel, zumal ich sie schon gehört habe, bevor ich angefangen habe, Livemusik zu spielen. Ich höre auch viel von Cradle Of Filth und harte Musik!

Jasmin: Ihr werdet Euch in Kürze die Bühne mit Blutengel auf ihrer „Un:Gott“-Tour teilen.
Was erwartet Ihr von der Tour? Und was dürfen Konzertbesucher erwarten?

Marc: Wenn es in etwa so wird, wie auf ihrer letzten Tour, für die sie uns gefragt haben, ob wir sie begleiten, dann werden wir eine wirklich tolle Zeit haben.

Massive Ego (Copyright: Dom Agius Photography)

Ich habe viel über Live-Performances von Chris gelernt. Und gerade auf der letzten Tour musste ich sehr schnell lernen, weil wir auf einigen der größten Bühnen spielten. Wir hatten das Glück, dass die Blutengel-Fans uns genauso unter die Fittiche genommen haben, wie Chris es tat, als wir zum ersten Mal bei demselben Label unterschrieben haben. Es fühlt sich wie eine Familie an und ich bin sehr aufgeregt, den Fans eine ganze Reihe neuer Songs zu präsentieren … Es fühlt sich immer so einladend und professionell organisiert an in Deutschland.

Scot: Wir haben versucht, unsere Live-Show ein bisschen zu optimieren. Ohne finanzielle Mittel ist das schwer, aber wir haben uns sehr bemüht.

Jeder Gig ist anders, aber wir freuen uns sehr darauf, alle bekannten Gesichter wiederzusehen und mehr Freunde zu finden. Wir freuen uns auch auf ein Wiedersehen mit der BlutEngel-Crew. Wir vermissen sie sehr!

Jasmin: Ihr setzt Euch sehr für den Tierschutz ein, insbesondere für Greyhounds und ihre Ausbeutung im Hunderennen. Erzählt uns mehr darüber.

Wir begrüßen immer neue Aktivisten mit offenen Armen, also kommt bitte zu uns!

Marc: Olly und ich sind vor 7 Jahren Veganer geworden, nachdem wir uns die Dokumentation „Earthlings“ angesehen haben. Buchstäblich am nächsten Tag änderten wir unsere Ernährungsweise und unseren Lebensstil. Aktivismus folgte und wir unterstützen eine Vielzahl an Organisationen für Tierrechte.

Als wir vor ein paar Jahren von London nach Hove umgezogen sind, haben wir die Leute vom „Close Hove Greyhound Stadium“ bei einer anderen Demo gegen den Einsatz von Tieren bei Zippos Circus getroffen und sind seitdem an der Anti-Greyhound-Rennkampagne beteiligt. Jeden Samstagabend ab 17.30 Uhr protestieren bis zu zwanzig von uns vor der Rennbahn.
Unser Ziel ist es, möglichst viele vorbeifahrende Autofahrer auf die Grausamkeiten im Windhundrennen aufmerksam zu machen.
Wir begrüßen immer neue Aktivisten mit offenen Armen, also kommt bitte zu uns!

Olly: Als Teenager war ich Vegetarier und habe mit 15 Jahren meine erste Tierrechtsdemonstration besucht. Als ich jedoch meinen früheren Partner kennenlernte, der ein großer Fleischesser war, habe ich diesen Weg im Alter von 20 Jahren verlassen. Ich fing an, in einem Feinkostgeschäft zu arbeiten und eröffnete schließlich einen eigenen Feinkostladen in London, wo ich viele tierische Produkte verkaufte, und was dazu führte, dass ich allmählich auch wieder Fleisch konsumierte.

In meinen 30ern begann ich mich wieder hauptsächlich vegetarisch zu ernähren, bis Marc und ich 2012 schließlich zu einer veganen Ernährung wechselten.
Zunehmend deprimierte es mich, wie Hunde in Ländern wie China, Südkorea, Vietnam und Nigeria behandelt werden. Bilder von Hunden, die in China gekocht wurden, zirkulierten in den sozialen Medien. Eines Tages saß ich zu Hause und schaute unseren Hund Squeaky an und dachte darüber nach, wie ich über solche Handlungen empört sein kann, während ich selbst Fleisch esse? Der Rest ist Geschichte.

Der enorme, stetig wachsende Veganismus in den letzten Jahren ist fantastisch, aber einer der Gründe, warum wir uns verstärkt mit Kampagnen gegen den Horror des Greyhound-Rennens beschäftigt haben, ist der, dass mit dem Aufstieg des Veganismus der aktive Kampf zu einem gewissen Grad beendet ist. Vor Jahren nahmen beispielsweise noch Tausende von Menschen an einer Anti-Vivisektion-Demo teil und Veganer waren viel aktiver, um Veränderungen herbeizuführen. In diesen Tagen kann man jedoch glücklich sein, wenn nur eine Handvoll Menschen bei einer Anti-Vivisektion-Demo zusammenkommen.

Ungerechtigkeiten und Tierquälerei zu sehen und nichts zu tun, ist ehrlich gesagt faul und selbstsüchtig.

Es fühlt sich an, als ob die neue vegane Bewegung keine Lust mehr auf Aktivismus hat, und vegan zu leben genug zu sein scheint. Das vermittelt manchmal ein Gefühl von Selbstgerechtigkeit. Ja, es ist großartig, dass es jetzt leichter als je zuvor ist, Veganer zu sein, aber das ist nur ein kleiner Teil zum Erreichen der Tierbefreiung. Es gibt auch einen Prozentsatz von Veganern, die sich mehr um ihre eigene Gesundheit sorgen als um das Leben der Tiere und des Planeten, was mich traurig macht. Diese Leute sind keine Veganer. Echte Veganer sind mit allen Formen der Tierausbeutung nicht einverstanden und vermeiden sie um jeden Preis. Sie können sich nicht wirklich als Veganer bezeichnen, wenn sie sich nur für Lebensmittel, vegane Kuchen und die neuesten veganen Supermarktangebote interessieren. Ungerechtigkeiten und Tierquälerei zu sehen und nichts zu tun, ist ehrlich gesagt faul und selbstsüchtig. Mitgefühl ohne Taten folgen zu lassen, ist nur reine Beobachtung und daher wertlos. Die einzige Möglichkeit, echte Veränderungen zu bewirken, besteht darin, etwas zu tun, sich einer lokalen Tierschutzorganisation anzuschließen, sich an nationalen/internationalen Tierrechtsanliegen (oder an beidem) zu beteiligen und mehr. Zu Hause zu sitzen und Petitionen zu unterschreiben, ist zwar sehr gut, aber die stimmlosen Tiere, die sich nicht wehren können, brauchen Menschen, die ihren Hintern hochkriegen und handeln, sonst werden die Regierungen und herrschenden Unternehmen dieser Welt niemals ihre schmutzigen kapitalistischen Methoden ändern – und Milliarden Tiere werden jedes Jahr weiterhin sterben.

Aktiv für den Tierschutz

Ich weiß, dass die Leute heutzutage sehr beschäftigt sind, aber wenn man nicht ein paar Stunden in der Woche erübrigen kann, um etwas zu verändern, dann ist das im Grunde nur eine lahme Ausrede. Lange Zeit haben auch wir genau das getan. Wir haben uns gesagt, dass wir zu beschäftigt sind, aber in Wirklichkeit waren wir einfach nur egoistisch. Viele Menschen innerhalb der Tierrechtsbewegung sagen, dass der Holocaust nie wirklich zu Ende ging, es habe sich nur die verfolgte und getötete Spezies verändert. Marc und ich spüren, dass dies genau so stimmt. Menschen sind die Ursache für so viel Horror in dieser Welt. Und es liegt an den Menschen, Veränderungen zu bewirken und die Welt zu einem weniger grauenvollen Ort zu machen. Tiere sind wie Kinder, sie schauen zu uns auf, in der Hoffnung, dass wir für sie sorgen und sie beschützen. Wenn wir also blind für ihr unendliches Leiden sind, sind wir so schlimm wie jemand, der nichts gegen Kindesmisshandlungen unternimmt.

Jasmin: Nun kommen unsere Keywords. Man stelle sich vor, wir würden Dir Wörter an den Kopf werfen, die uns spontan eingefallen sind, als wir über dieses Interview nachgedacht haben. Bitte schreibe kurz unter jedes Wort, was Dir dazu einfällt:

Religion

Marc: Böse

Oliver: Teufel

Massive Ego

Marc: Engagiert sein.

Oliver: Zugehörigkeit

Veganismus

Marc: Leben

Oliver: Respekt

Hoffnung

Marc: Freiheit für Tiere.

Oliver: Mitgefühl

Zukunft

Marc: Die Zeit läuft ab.

Oliver: Veganismus

Tour

Marc: Nightliner

Oliver: Seifenblase

Einsamkeit

Marc: Die Schwulenszene.

Oliver: Die Existenz.

Musik

Marc: Duran Duran

Oliver: Gefühl

Lieblingsplatz

Marc: Whitby

Oliver: Neben Marc und Squeaky.

Wir bedanken uns für das Interview!

Video

Details

Massive Ego – Homepage | Massive Ego – Facebook | Massive Ego – Twitter

Diskografie:
2006 – Nite Klub Skewl
2008 – You Think You’re A Man
2014 – Low Life (EP)
2015 – Noise in the Machine (EP)
2017 – Beautiful Suicide
2019 – Church For the Malfunctioned

Copyright Artikelbild: Massive Ego



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