Review

„Uncanny Avengers 4“ steht ganz im Zeichen des zweiten Superheldenkrieges „Civil War II“. Zwecks Vermeidung von Wiederholungen wird an dieser Stelle für die Zusammensetzung der neuen Avengers Unity Squad, die aus Avengers, X-Men und Inhumans besteht, auf unsere Besprechung zu Uncanny Avengers 3″ verwiesen. Darüber hinaus haben wir auch eine ausführliche Zusammenfassung zum Marvel-Superheldenkrieg, etwa in unserem Artikel zu „Civil War II Sonderband 3: X-Men“.

Maßgebliche Bedeutung für den vorliegenden vierten Band über die Avengers Unity Squad kommt dabei insbesondere dem Ableben von Dr. Bruce Banner, dem ersten Hulk, zu, der von Hawkeye erschossen wurde. Neu-Avenger Deadpool möchte Hawkeye aus dem Gefängnis befreien. Unterdessen spaltet abermals eine Vorhersage des jungen Inhuman Ulysses ein Team, denn Captain America und der zeitreisende Mutant Cable geraten wegen dessen Prognose aneinander. Cable und Rogue haben sich in den Kopf gesetzt, um jeden Preis ein Heilmittel gegen das Terrigen zu finden, da dieses die Mutanten umbringt. Cap erblickt in diesem Verhalten jedoch einen Verrat.

Ein Krieg steht an… Und mein eigenes Avengers-Team, das die Einheit symbolisieren sollte, bricht überall auf der Welt in geheime Labors ein. (…) Die Unity Squad ist aufgelöst. Ab sofort. Und für immer.

Soll es das etwas schon gewesen sein mit Steve Rogers neuer Einsatzgruppe?

In der übrigen Ausgabe steht wieder Bruce Banner im Fokus, denn die Ninjas der Hand wollen den Hulk als Gamma-Goliath-Zombie wiedererwecken. Ohne Captain America Steve Rogers, aber dafür unterstützt von Elektra, die die Hand bestens kennt, verschlägt es die Unity Squad nach Japan, um die Leichenschändung zu unterbinden. Allerdings ist der Hulk schon wieder unter den Lebenden und wütender denn je…

Deadpool-Autor Gerry Duggan präsentiert den Lesern hier nicht nur eine äußerst actiongeladene Ausgabe, auch die Avengers Unity Squad gewinnt hier vor allem durch die enthaltenen Konflikte an Profil. Zu Beginn ist die Story womöglich noch etwas zu epi­so­den­haft und unzusammenhängend, aber spätestens nach der Auseinandersetzung zwischen Cap und Cable und mit dem Abenteuer in Japan nimmt die Ausgabe richtig Fahrt auf. Nicht zuletzt der Zombie-Hulk sorgt hier für jede Menge turbulente Action.

Ähnlich verhält es sich auch mit dem Artwork. Zwar leistet auch Ryan Stegman hier zu Beginn tolle Arbeit, fantastisch sind dagegen die expressiven und energiegeladenen Zeichnungen von Pepe Larraz, die schon für sich allein genommen ein guter Grund sind, diese Ausgabe zu lesen.

„Uncanny Avengers 4“ ist um Längen besser als „Uncanny Avengers 3″ und verdient definitiv die Aufmerksamkeit der Marvel-Fans. Selbst wenn die Story hier keine bahnbrechenden Fortschritte macht, handelt es sich um eine lohnenswerte, kurzweilige Lektüre.

Inhalt

Civil War II trifft die Avengers Unity Squad!

Deadpool möchte Hawkeye aus dem Knast befreien, und Cap und Cable gehen aufeinander los. Darüber hinaus wollen die Ninja der Hand den Hulk als Supersoldaten wiedererwecken. Elektra und das Team aus Avengers, X-Men und Inhumans erwartet also ein Gamma-Zombie.

(Quelle: Panini Verlag)

Autor

Gerry Duggan
ist ein amerikanischer Comicautor, Regisseur und Fotograf. Er lebt in Los Angeles. 

(Quelle: Wikipedia)

Gerry Duggan – Homepage
Gerry Duggan – Twitter

Details

Format: Softcover
Vö-Datum: 04.07.2017
Originalausgaben: Uncanny Avengers 13-17
Seitenzahl: 116
Sprache: Deutsch
Verlagshomepage: Panini Verlag

Copyright Cover: Panini Verlag



Über den Autor

Fabian
Fabian
"Du lächelst wie jemand, der keine Ahnung hat, wozu ein Lächeln überhaupt gut ist." (Das kleine, blaue, geflügelte Einhorn Happy, in: Happy!)