Review

Was bisher geschah

Unter der Regie des jahrelangen Spidey-Autors Dan Slott ist der geniale Tony Stark in seine Hightech-Rüstung zurückgekehrt und wieder der eiserne Held Iron Man („Tony Stark – Iron Man 1: Die Rückkehr einer Legende“).

Gemeinsam mit seinem besten Kumpel Rhodey, der künstlichen Frau Jocasta oder auch seiner neuen Flamme Janet „Wasp“ van Dyne bewältigt der gepanzerte Held so sämtliche Herausforderungen, die sich rund um seine Firma Stark Unlimited stellen. Kürzlich wollte Tony das virtuelle Wunderland eSCAPE auf die Menschheit loslassen, doch alles geriet aus den Fugen, als sich der Schurke Controller einmischte („Tony Stark – Iron Man 2: Identitätskrise“).

Nahezu völlig unabhängig von diesen Ereignissen kommt der dritte Paperback „Tony Stark – Iron Man 3: Auf Drachenjagd“ daher, der von Gail Simone („Deadpool Killer-Kollektion 15: Wer ist Agent X? Und wo steckt Deadpool?“), Dan Slott („Spider-Man: Spider-Verse“) und Jim Zub („Uncanny Avengers 6: Hexenjagd“) inszeniert worden ist.

Und da kürzlich bei Panini-Marvel alles ganz im Zeichen des Crossovers „War of the Realms“ stand, handelt es sich auch bei dieser Ausgabe um eine typische Event-Kapitel-Ausgabe. Darüber hinaus umfasst der Band noch eine Bonusgeschichte aus dem Jahr 2000 mit Iron Man, Happy Hogan, Pepper Potts sowie Carol Danvers alias Captain Marvel.

War of the Realms

Über Jahre hinweg hat Autor Jason Aaron nunmehr – gekonnt – wie kein anderer das Schicksal von Donnergott Thor, von Jane Foster und von Thor Odinsohn geprägt. Die gesamte stürmische Saga sollte schließlich zu dem Event „War of the Realms“ führen, in dem Dunkelelf Malekith sich anschickt, alle zehn Welten zu erobern.

„Tony Stark – Iron Man 3: Auf Drachenjagd“ stellt eine Vorgeschichte zum Event „War of the Realms“ dar (und kann am Ende des Tages auch völlig eigenständig gelesen werden).

Malekith ist insbesondere durch Eisen verwundbar und so scheut er natürlich eine Konfrontation mit dem Helden in der Iron-Man-Rüstung. Um sich des Eisernen zu entledigen, sichert sich Malekith der Verfluchte die Dienste des Magiers und Drachenzauberers Sadurang. Die gierige Bestie hat es dabei vor allem auf die Besitztümer des goldenen Avengers abgesehen.

In den Nicht-Event-Kapiteln bekommt es Iron Man mit dem Riesenroboter Ultimo zu tun und Carol Danvers muss sich ihrer massiven Alkoholsucht stellen.

Bewertung

Wie schon angedeutet, treten die eigentlichen Geschehnisse der Hauptstory rund um die Mitstreiter bei Stark Unlimited auf der Stelle, um Iron Man irgendwie in eine Vorgeschichte zum aktuellen Crossover zu quetschen. Das gelingt mehr schlecht als recht. Warum es Dunkelelf Malekith ausgerechnet auf Tony Stark abgesehen hat, wird wenig bis gar nicht beleuchtet. Der Drache Sadurang bleibt bis zum Ende ein ausgesprochen blasser Kontrahent und auch die Nebenfiguren wie Wasp oder Jim Rhodes vermögen keinen nachhaltigen Eindruck zu hinterlassen.

Der Drache Sadurang bringt den Krieg der Welten zu Iron Man.
(Copyright: Panini Comics)

Die damit nicht zusammenhängende Bonusgeschichte aus dem Jahr 2000 ist nett inszeniert, bietet aber ebenfalls kaum Erinnerungswürdiges.

Da auch das Artwork von Paolo Villanelli und Valerio Schiti nicht eben atemberaubend ausfällt, kann der geneigte Leser nicht allzu viel auf der Habenseite verbuchen.

Im Prinzip ist die aktuelle Iron Man-Auskopplung ein typisches Negativbeispiel für eine Crossover-Ausgabe. Der Iron Man-Leser wird aus der Story herausgerissen, der Titelheld vermag das Crossover nicht nachhaltig zu prägen und das Crossover um die diversen Thors von Jason Aaron, Russell Dauterman & Co. benötigt diese Tony Stark-Episode auch gar nicht.

Fazit

Die Qualität und der große Unterhaltungswert des Events „War of the Realms“ von Jason Aaron und Russell Dauterman in allen Ehren, aber solche Event-Ausgaben sind nichts. Die eigentliche Geschichte rund um Tony Stark und seine Mitstreiter bei Stark Unlimited kommt nicht weiter und einen richtigen – und vor allem wichtigen – Bezugspunkt zum Crossover gibt es auch nicht.

Nach dem Abgang von Brian Michael Bendis warten wir Tony Stark-Freunde nach wie vor auf eine richtig gute Iron Man-Ausgabe.

Inhalt

Tony Stark und sein Team um Rhodey und Wasp, das sich eigentlich der Zukunft verschrieben hat, müssen es mit einem Drachenzauberer aus Asgards Vergangenheit aufnehmen, der in Malekiths Auftrag Iron Man angreift.

Dazu: Ein aktuelles sowie ein geradezu klassisches Team-up zwischen Iron Man und Captain Marvel!

(Quelle: Panini Comics)

Autoren

Dan Slott
ist ein US-amerikanischer Comic-Autor. Bekannt ist er vor allem durch seine Arbeit an „The Amazing Spider-Man“, „Superior Spider-Man“, „She-Hulk“ sowie „Avengers: The Initiative“.

(Quelle: Wikipedia)

Dan Slott – HomepageDan Slott – Twitter

Gail Simone
ist eine US-amerikanische Comicautorin. Sie hat sich auf Actionkomödien spezialisiert und ist die derzeitige Autorin der Serie Birds of Prey von DC Comics.

Von 2002 bis 2003 arbeitete Simone beim Verlag Marvel Comics und schrieb für die Serie Deadpool, aus dem später Agent X wurde. Sie verließ Marvel nach einem Konflikt mit dem Redakteur von Agent X.

(Quelle: Wikipedia)

Gail Simone – Homepage | Gail Simone – Facebook | Gail Simone – Twitter

Jim Zub
ist ein Autor und Künstler aus Toronto, Kanada.

Jim Zub – Homepage | Jim Zub – Facebook | Jim Zub – Twitter

Details

Format: Softcover
Vö-Datum: 07.01.2020
Originalausgaben: Iron Man (1998) 25, Tony Stark: Iron Man 12-14
Seitenzahl: 116
Sprache: Deutsch
Verlagshomepage: Panini Verlag

Copyright Cover: Panini Verlag



Über den Autor

Fabian
Fabian
"Du lächelst wie jemand, der keine Ahnung hat, wozu ein Lächeln überhaupt gut ist." (Das kleine, blaue, geflügelte Einhorn Happy, in: Happy!)