Review

Begeisterte Verfolger der Spiele-Reihe „Final Fantasy“ bekommen Story-Nachschub in Papierform. Der Manga „Final Fantasy Type-0“ ist das Prequel zum gleichnamigen Spin-off Videospiel. In der Reihe wird die Vorgeschichte der vier Elementarwächter erzählt, die auch der Klasse 0 angehörten, über welche man die Kontrolle im Spiel übernimmt.

Alles beginnt ganz am Anfang, als Kursama noch einfacher Kadett an der Agito-Akademie ist. Bereits hier werden schon leichte Erinnerungen wach, da auch der achte Teil von „Final Fantasy“ mit der Ausbildung von jungen Menschen innerhalb einer Einrichtung beginnt.
Neben dem allgemeinen Unterricht lassen die ersten Konfrontationen mit den berüchtigten Monstern nicht lange auf sich warten. Die Vorgeschichte stellt die Entwicklung der zukünftigen Charaktere und deren prägender Vergangenheit im lockeren Stil dar.

Bei einer so bekannten Franchise-Marke bleiben die Erwartungen natürlich nicht aus. Aber auch wenn jeder der Teile eine unabhängige Story und Abhandlung aufweist, sollte man sich nicht allzu stark an dem gegebenen Universum orientieren. Denn auch dieser Manga gibt nur wenige bekannte Referenzen preis. Da sich Takatoshi Shiozawa aber vom Final-Fantasy-Entwickler Tetsuya Nomura Unterstützung geholt hat, muss man auf so manche Elemente dennoch nicht verzichten.

Wie zum Beispiel die übliche Manier, nach einem relativ entspannten Start direkt für Drama zu sorgen. Ohne zu viel zu verraten, darf man auch beim Manga „Final Fantasy: Type-0“ recht schnell mit einer Menge Action verbundene Tragödien erwarten. Ebenfalls werden die Grenzen in dieser fiktiven Welt nie sofort vorweggenommen und so bleibt viel Platz für verschiedene Storyelemente. Als Beispiel zeigt die Tatsache, dass die Protagonisten ihre Erinnerungen an verstorbene Personen verlieren, eine typische Extreme der Reihe.

Vielleicht wird es viele Leser stören, dass es sich hier „nur“ um ein Prequel handelt und es immer darauf ankommt, ob man mit dem Videospiel hierzu überhaupt in Kontakt gekommen ist. So muss man reichlich Vorwissen vorweisen, obwohl der Manga das Gefühl eines originalen „Final-Fantasy“-Titels deutlich schmälert. Davon abgesehen wird man nur mit einem wirklichen Höhepunkt im mittleren Teil des Bandes konfrontiert. Der Rest besteht aus jugendlichem Geplänkel, lockerem Humor oder Charakterentwicklungen.
Letztere fallen allerdings weniger aufdringlich aus, sodass man sich gut in die Personen und deren Intentionen einfühlen kann.

Gleiches gilt für das allgemeine Design, welches nicht zu abgefahren, aber dennoch kreativ wirkt. Wünschenswert wären ein paar optische Eindrücke der Akademie mehr gewesen, aber an sich machen die Zeichnungen hier eine durchweg gute Figur. Sie sind nicht allzu sehr an das Design der Spielreihe angelehnt, besitzen jedoch trotzdem dessen Charme.

Zum Ende hin fehlt leider das gewisse Etwas, das einen umhaut, wenn man schon den Namen „Final Fantasy“ auf das Frontcover druckt. Besonders Neueinsteiger werden sich erst mal in die Materie einleben müssen.
Nüchtern betrachtet ist der erste Band somit ein guter Start in eine Manga-Reihe, die sich vielversprechend weiterentwickeln kann.

Handlung

Carlsen Manga präsentiert mit „Final Fantasy Type-0 – Der Krieger mit dem Eisschwert“ die Vorgeschichte des beliebten Action-RPGs. Die Final Fantasy-Reihe ist eine der erfolgreichsten Computer-Rollenspiele aller Zeiten und hat weltweit Milliarden von Spielern erreicht.
Der Manga erzählt die Abenteuer um Krieger Kurasame und seine Ausbildungszeit zu einem der Vier Elementarwächtern – bevor er zum maskierten Kämpfer „Kalter Tod“ wird …

(Quelle: Carlsen)

Details

Format: Großtaschenbuch
Veröffentlichung: 22.03.2016
Seitenzahl: 178
ISBN: 978-3-551-71333-9
Sprache: Deutsch
Verlagshomepage: Carlsen Verlag

Copyright Cover: Carlsen Verlag



Über den Autor

Christopher