Review

Alles steht Kopf

In der unberührten Schneelandschaft Sibiriens entdecken Natasha Romanoff und Dr. Strange ein uraltes Artefakt: Das Wort Gottes.

Zurück in heimischen Gefilden wird das magische Buch entwendet. Ein Schurke nutzt die realitätsverändernden Zaubersprüche des Buches und die Welt gerät völlig aus den Fugen. Plötzlich ist Kraven ein guter Freund des Netzschwingers; Felicia Hardy alias Superdiebin Black Cat ist nicht mehr Peters Freundin, sondern Black Widow Natasha Romanoff alias Red Cat; Dr. Stephen Strange ist nicht mehr der Oberste Zauberer, sondern der schurkische Hobgoblin.

Außer dem Netzkopf und Dr. Strange kann sich niemand mehr an den Status quo ante erinnern, weshalb die beiden Helden bei der Wiederherstellung der früheren Begebenheiten auf sich allein gestellt sind.

Verrücktes Abenteuer 

Die neue Ausgabe „Symbiote Spider-Man 2: Kein Entkommen“ von Autor Peter David und Zeichner Greg Land umfasst die komplette fünfteilige Miniserie „Alien Reality“. Dabei knüpft die Fortsetzung nur derart lose an den Vorgänger „Symbiote Spider-Man 1: Das Alien-Kostüm“ an, dass sie auch ohne jegliche Vorkenntnisse gelesen werden kann.

Leseprobe aus „Symbiote Spider-Man 2: Kein Entkommen“. (Copyright: Panini Comics)

Peter David nutzt für seine Geschichten den Spidey der 1980er-Jahre, der gerade erst sein schwarzes Alien-Kostüm entdeckt hat. Während der Vorgänger auch stilistisch noch sehr an die 80er und 90er erinnerte, treten solche Querverweise hier deutlich in den Hintergrund. Auch der außerirdische Symbiont bzw. das intelligente Alien-Kostüm spielt vorliegend eine eher untergeordnete Rolle.

Anders formuliert: Würde man sich das 80er-Setting und das schwarze Kostüm hinwegdenken, so wäre es dennoch ohne Weiteres möglich, diese Geschichte über eine verrücktspielende Wirklichkeit zu erzählen.

Lässt man diese Aspekte einmal außer Acht, ist aber auch der zweite Band der „Symbiote Spider-Man“-Reihe eine ausgesprochen farbenfrohe und unterhaltsame Inszenierung. Der Erzählstil ist kurzweilig, es passiert durchgehend etwas und es spielen etliche Figuren eine größere Rolle. Auch der schwungvolle und dynamische Zeichenstil von Greg Land unterstützt diesen runden Gesamteindruck.

Lediglich das Ende der Ausgabe gerät dann etwas holprig und verschwurbelt.

Fazit

Ein kurzweiliges Netzschwinger-Abenteuer, das sich problemlos eigenständig lesen lässt.

Symbiote Spider-Man: Bd. 2: Kein Entkommen

Inhalt

Ein irres neues Abenteuer über den Spidey der 1980er!

Eine unglaubliche, überraschende und unberechenbare Story über die Zeit, als Spidey sein schwarzes Alien-Kostüm trug!

In einem Moment kämpft der Netzkopf gegen Kraven, im nächsten gerät die Welt völlig aus den Fugen. Nichts ist mehr, wie es sein sollte, abgesehen von Hobgoblin, der so böse ist wie eh und je. Spider-Man sucht Rat bei Dr. Strange.

(Quelle: Panini Comics)

Autor

Peter Allen David
ist ein Autorenveteran. Der 1956 geborene Amerikaner schrieb schon viele Comics, Romane, Franchise-Bücher, Videogames und selbst Drehbücher zu TV-Serien. Zu seinem Comic-Schaffen gehört eine zwölf Jahre umspannende, bis heute gefeierte Hulk-Saga. Außerdem verfasste David Ende der 80er die berühmte Storyline über den Tod von Spider-Mans Cop-Freundin Jean DeWolff und 1992 die erste Serie von Spider-Man 2099. In der Zeit des Civil War-Crossovers war PAD ebenfalls als Spidey-Autor aktiv. Dazu kommen die Abenteuer von X-Factor, Wolverine, Young Justice, Aquaman und Supergirl sowie allerhand Star Trek-Comics.

(Quelle: Panini Comics)

Details

Format: Softcover
Vö-Datum: 24.11.2020
Originalausgaben: Symbiote Spider-Man: Alien Reality 1-5
Seitenzahl: 124
Sprache: Deutsch
Verlagshomepage: Panini Verlag

Copyright Cover: Panini Verlag



Über den Autor

Fabian
"Du lächelst wie jemand, der keine Ahnung hat, wozu ein Lächeln überhaupt gut ist." (Das kleine, blaue, geflügelte Einhorn Happy, in: Happy!)