Review

Brian Bendis und der Mann aus Stahl

Mittlerweile hat Marvel-Urgestein Brian Michael Bendis beide US-Serien über den Stählernen übernommen, sprich „Superman“ und „Action Comics“.

Nach einem fulminanten und lesenswerten Auftakt sowohl im „Superman Special: Action Comics 1000“ sowie im Paperback unter dem klassischen Titel „Superman: Der Mann aus Stahl“ ist die Erwartungshaltung nicht kleiner geworden.

Nunmehr liegen uns Lesern hierzulande die US-Ausgaben „Action Comics #1001 bis #1006“, versammelt im Sonderband „Superman – Action Comics 1: Unsichtbare Mafia“ vor.

In Szene gesetzt werden die Kapitel um den Mann von Morgen von den brillanten Zeichnern Ryan Sook, Yanick Paquette sowie Patrick Gleason.

Invisible Mafia

„Action Comics #1001“ beginnt dort, wo „Superman: Der Mann aus Stahl“ endete.

Die neue Brandmeisterin von Metropolis, Melody Moore, ist damit befasst, eine Serie verheerender Gebäudebrände zu untersuchen. Zum Mann von Morgen hat sie eine freundschaftliche Beziehung aufgenommen. Im Zusammenhang mit der mysteriösen Brandserie schwärzt jedoch plötzlich ein kleiner Junge den stählernen Helden an.

Außerdem taucht Lois Lane aus dem Nichts wieder in Metropolis auf. Diese war unlängst mit Sohn Jonathan und dessen Großvater Jor-El alias Mr. Oz ins All entschwunden. Ihren Göttergatten setzt sie von ihrer Rückkehr zunächst allerdings nicht in Kenntnis, weshalb ihr die neueste Klatschreporterin des Daily Planet prompt eine Affäre mit dem verschlagenen Lex Luthor andichtet.

Darüber hinaus scheint eine andere neue Kollegin Superman an den Kragen zu wollen und im Hintergrund zieht eine neue Gegnerin namens Red Cloud die Strippen, die es offenbar sogar mit dem Mann von Morgen aufnehmen kann.

Einschätzung

Wer bereits die Vorgeschichte unter der Federführung von Comic-Gigant Brian Bendis über Superman gelesen hat, der kann hier nahtlos weiterlesen, denn der Starautor knüpft unmittelbar bei der bereits erwähnten mysteriösen Brandserie in Metropolis an.

Leseprobe aus „Superman: Action Comics 1: Unsichtbare Mafia“ (Copyright: Panini Comics)

In Bezug auf die Vorgängerserien bricht er die Brücken auch weiterhin ab und verlässt die Pfade von Peter J. Tomasi, Pat Gleason, Doug Mahnke, Dan Jurgens und Co.

Lois und Clark geben sich auf Wunsch von Lois wieder mehr Freiräume und verabschieden sich damit endgültig von dem beschaulichen Familienleben in Hamilton County. Ein – mehr oder weniger – eigenständiges Leben in der Millionenstadt Metropolis wartet wieder auf beide Reporter des Daily Planet.

Wie so oft lebt die Geschichte von Bendis von einer hervorragenden Charakterzeichnung sowie diversen sympathischen und ausdifferenzierten Figuren.

Inhaltlich vermag die Story, die gespickt ist mit Anspielungen und nostalgischem wie pointiertem Humor, nicht durchgehend zu überzeugen. So betritt Bendis zwar frische Pfade, das Pacing der Geschichte ist jedoch nicht durchgehend gelungen und gerät zuweilen ins Stocken.

Applaus verdient indes wieder das umwerfende Zeichner-Trio aus Pat Gleason, Ryan Sook sowie Yanick Paquette, das die Ausgabe schlicht und einfach prachtvoll in Szene setzt.

Fazit

Brian Bendis und Superman – das passt bislang richtig gut zusammen. Wir sind gespannt, wo die neue Ära künftig noch hinführt.

Inhalt

Wo ist Lois Lane? Das fragt sich nicht nur Superman, sondern auch die Redaktion des Daily Planet! Über ihr Verschwinden kommen ebenso neue Details ans Licht wie über die Brandserie, die Metropolis in Schrecken versetzt. Im Verborgenen sind dunkle Kräfte am Werk, und die haben einen mächtigen Verbündeten: das geheimnisvolle Wesen Red Cloud!

(Quelle: Panini Comics)

Autor

Brian Michael Bendis
(*18. August 1967 in Cleveland, Ohio, USA) ist ein US-amerikanischer Comic-Autor und Künstler.

(Quelle: Wikipedia)

Brian Michael Bendis – Homepage
Brian Michael Bendis – Twitter

Details

Format: Softcover
Vö-Datum: 21.05.2019
Originalausgaben: Action Comics 1001-1006
Seitenzahl: 148
Sprache: Deutsch
Verlagshomepage: Panini Verlag

Copyright Cover: Panini Verlag



Über den Autor

Fabian
Fabian
"Du lächelst wie jemand, der keine Ahnung hat, wozu ein Lächeln überhaupt gut ist." (Das kleine, blaue, geflügelte Einhorn Happy, in: Happy!)