Review

Nachdem die Hörspielreihe um den Science-Fiction Helden Mark Brandis so erfolgreich ist und es mittlerweile auf stattliche 27 Episoden bringt, hat sich der Publisher Folgenreich dazu entschieden, ein Spin-Off zu starten und mit der Serie „Mark Brandis: Raumkadett“ die Vorgeschichte des sympathischen Helden zu erzählen.

In der ersten Episode „Aufbruch zu den Sternen“ erfährt man, wie Mark Brandis überhaupt auf die Idee gekommen ist, Weltraumpilot zu werden und welche Anstrengungen er unternimmt, um dieses Ziel zu erreichen.

Aufgebaut ist diese Reihe als Rückblick von Mark Brandis; dieser tritt immer wieder als Erzähler auf, der die Ereignisse seiner Jugend Revue passieren lässt.
Sinnigerweise wurde der gleiche Sprecher wie bei der Hauptserie verpflichtet, sodass Fans von Mark Brandis sich sofort heimisch fühlen.
Diese Erzählperspektiven sind jedoch relativ rar gesät, in der meisten Zeit erleben wir ein klassisches Hörspiel, in dem ein Jugendlicher die Hauptperson darstellt.

Technisch gibt es an diesem Hörspiel wie bei allen Folgenreich Produktionen nichts auszusetzen. Insbesondere die Auswahl der Sprecher ist wieder einmal enorm beeindruckend, denn alle Rollen scheinen perfekt besetzt zu sein und werden extrem authentisch verkörpert. Man merkt schnell, dass selbst bei den Nebenrollen nur Profis am Werk sind, um ein optimales Hörvergnügen zu gewährleisten.

Nikolai von Michalewsky (Copyright: Nikolai von Michalewsky)

Nikolai von Michalewsky (Copyright: Nikolai von Michalewsky)

Ferner sind die Soundeffekte, ebenfalls ein sehr wichtiger Aspekt eines guten Hörspiels, aller erste Sahne. Stets perfekt platziert und absolut glaubwürdig, verleihen sie der Story Tiefe und helfen enorm, den Hörer in die Welt von Mark Brandis zu katapultieren. Die Effekte kommen nur dann zum Einsatz, wenn sie auch passen und werden zu keinem Zeitpunkt zu oft platziert.

Abgerundet wird „Mark Brandis: Raumkadett“ durch einen stimmungsvollen Soundtrack, der ebenfalls eher dezent eingesetzt wird, um für jede Szene die richtige Atmosphäre zu schaffen. Wie es sich für einen guten Soundtrack gehört, spielt er sich ausschließlich im Hintergrund ab und lenkt den Hörer nicht von der Geschichte ab.

Aber es ist nicht alles perfekt an „Mark Brandis: Raumkadett“, denn man hat, wenn man ausschließlich die Story betrachtet, sehr oft das Gefühl, dass hier etwas konstruiert wurde, um das Universum um den Weltraumpiloten noch effektiver zu Geld zu machen. Irgendwie ist die Geschichte oftmals ein wenig unrund und kommt inhaltlich nicht ganz an das Original heran. Dennoch kann man „Mark Brandis: Raumkadett“ allen Fans von Mark Brandis durchaus empfehlen, ein Must-have ist diese Reihe jedoch nicht. Vielmehr ist sie eine optionale Informationsquelle, welche die Hintergrundgeschichte von Mark Brandis beleuchtet.

Klappentext

Das Ende des 21. Jahrhunderts ist eine Zeit des Aufbruchs. Alexander Münster ist der erste Mann auf der Venus. Flotten von Raumschiffen sind unterwegs, um den Planeten zu erforschen und zu besiedeln. Der junge Mark Brandis hat einen Traum: Er will Raumfahrer werden! Doch als er eine Dummheit begeht und in ein geheimes Astronauten-Ausbildungszentrum einbricht, schwinden seine Chancen. Und so macht er sich als blinder Passagier an Bord eines Raumfrachters auf den Weg zur Venus …

(Quelle: Folgenreich)

Autor

Nach dem 2. Weltkrieg zieht es den jungen Nikolai von Michalewsky immer wieder nach Afrika. Er verdingt sich als Assistent auf eine Kaffeeplantage und ergreift dann die Chance, die ihm eine amerikanische Nachrichtenagentur bietet: Er geht als Berichterstatter auf den Kriegsschauplatz Algerien. In einer Reihe von Büchern schreibt er sich seine Eindrücke und Erlebnisse von der Seele.

Fast vier Jahrzehnte vergehen, bevor er, der inzwischen einer noch größeren Faszination erlegen war, in Gedanken noch einmal auf den Schwarzen Kontinent zurückkehrt. Hinter dem Titel „Keine Spuren im Sand“ steht die Erinnerung an seine Begegnung mit dem Element Sahara.

Inzwischen jedoch mit Haut und Haaren dem Element Meer verfallen, als Seefahrer und als Taucher, war er längst zum Dichter und Chronisten der Welt unter Wasser geworden. Sein Haus auf Sardinien, an dessen Fundament die Brandung rüttelt, war Ausgangspunkt zahlreicher Expeditionen.

Und um sich nicht einseitig festzurren zu lassen durch Kritik, Verleger und Marktzwänge, wechselte er seine Autorennamen so oft wie seine Boote: Victor Karelin, Nick Norden, Mark Brandis, Bo Anders.

Im Hörfunk war er bekannt dafür, dass er es verstand, komplizierte Sachverhalte fesselnd und leichtverständlich darzustellen. Zahlreiche Auszeichnungen und Preise legen davon Zeugnis ab. Und so wird schließlich die Weltgesundheitsorganisation auf ihn aufmerksam, als sie Ausschau hält nach einem Autoren für die Dokumentation ihres medizinischen Feldzuges gegen das Pockenvirus. Es entsteht das Werk, das den Siegern in Weiß das Denkmal setzt.

Auf das schweißtreibende Klima von Bangladesch folgt erneut die Kühle der See. Doch diesmal ist es eine bedrohte Meereslandschaft, zu deren Rettung Nikolai von Michalewsky in seiner Buchreihe „Grüner Auftrag für Fortuna“ aufrief.

(Quelle: Homepage von Nikolai von Michalewsky)

Serie

01 Aufbruch zu den Sternen
02 Verloren im All

Details

Format: Hörspiel
Veröffentlichung: 23.05.2014
Spielzeit: ca. 65 Minuten
Sprache: Deutsch
Verlagshomepage: Folgenreich

Copyright Cover: Folgenreich



Über den Autor

Stefan †
Stefan †
Die Lücke, die Stefan als Magazinmitbegründer, Administrator, Redakteur und Freund durch seinen plötzlichen und viel zu frühen Tod im Dezember 2014 hinterlässt, bleibt groß. Er wird immer in unseren Herzen und ein Teil des DeepGround Magazines bleiben.