Review

Trotz Corona bedingter Verzögerung steht sie nun in den Startlöchern, die zwölfte Folge des Abenteuer-Wissenshörspiels „Leo und die Abenteuermaschine“.

Und das wird Zeit, denn nicht nur der Titelheld der Produktion, der 8-jährige wissbegierige Löwe Leo mit großer Entdeckerlust im Gepäck, sondern auch seine großen und kleinen Zuhörer warten schon gespannt auf die nächsten lehrreichen Informationen und Erlebnisse, die jedes Hörspiel dieser Reihe, kreiert von Matthias Arnold, zu bieten hat.

Die wohl schwierigste Aufgabe wartet

In „Leo und die Abenteuermaschine – 12“ steht den Figuren und Hörern wohl auch das größte Abenteuer respektive die schwierigste Aufgabe auf knapp 65 Minuten bevor. Denn die Menschheit hat ihre gesamte Geschichte, ihre Erfindungen und ihre Errungenschaften (wie etwa die Elektrizität und damit einhergehend das Licht) vergessen.

Gemeinsam mit seiner Abenteuermaschine macht sich Leo auf, die Fragen zu klären: Was ist passiert? Wie konnte es zu dieser Katastrophe kommen? Und vor allem: Wie kann man das verloren gegangene Wissen wiederbeschaffen?

Schnell wird klar: Für dieses Unterfangen benötigen die Zeitreise-Helden zusätzliche adäquate Hilfe. Dies führt Leo nach Florenz in das Jahr 1506 – hin zu dem wohl größten Universalgenie der Menschheitsgeschichte: Leonardo Da Vinci.

Hinarbeit zu einer Fortsetzung

„Was bisher geschah“-Rückblicke zu Beginn sorgen dabei für ein gutes Reinkommen. Jene sind insofern aber auch wichtig, da immer wieder auf vergangene Episoden Bezug genommen wird. So wundert es nicht, dass sich der kleine Löwe Leo zu Anfang der aktuellen Folge im Jahr 1966 in L.A., USA befindet, um mit Bruce Lee seine Kampfkünste zu trainieren (vgl. „Leo und die Abenteuermaschine – 11“).

Matthias Arnold mit seiner kreierten Figur Leo aus der Hörspielreihe „Leo und die Abenteuermaschine“. (Copyright: e.T. Media / Matthias Arnold)

Auch im weiteren Verlauf dauert es recht lange, bis sich auf den eigentlichen Kern der Geschichte fokussiert wird. Lange Zeit bleibt das Hörspiel zu dialoglastig und theoretisch. Die Wissensvermittlung steht eindeutig im Vordergrund; Spannung, Abenteuer und Unterhaltung finden über weite Strecken mehr hintergründig statt.

Entsprechend kommt die neue Folge erst langsam in Fahrt – und entpuppt sich schließlich sogar als Hinarbeit zu einer Fortsetzung – ohne die es jedoch auch keinen Abschluss des hier behandelten Themas gibt und die kommende Folge 13 somit unentbehrlich macht.

Während sich „Leo und die Abenteuermaschine – 12“ jene Kritik gefallen lassen muss, seien aber auch die gut gelungenen persönlichen Bezugnahmen bzw. Ansprachen zur Hörerschaft positiv erwähnt. Im aktuellen Fall stechen diesbezüglich vor allem die teils interaktiven Momente heraus, in denen die Zuhörer aktiv in das Geschehen involviert werden (wie etwa, um genannte Koordinaten bei Google und Co. selbst zu suchen). Derlei Aktivitäten für die Konsumenten ließen sich bislang eher im jeweiligen Booklet einer Episode der Hörspielreihe finden, dürften aber ruhig zukünftig auch vermehrt innerhalb des Hörspiels zum Einsatz kommen.

Fazit

Weniger wäre dennoch mehr gewesen. Statt einer (auf den ersten Blick nicht ersichtlichen) Doppelfolge hätte man sich somit vielmehr eine abgeschlossene Episode gewünscht. So aber hört sich „Leo und die Abenteuermaschine – 12“ insgesamt nur nach einer ausgedehnten Einleitung für ein noch ausstehendes Abenteuer an.

In qualitativer Hinsicht gibt es hier allerdings wieder einmal nichts zu beanstanden. Die professionelle technische Umsetzung sowie die in ihren Rollen bereits etablierten, aber auch die neuen Sprecher sorgen für ein herausragendes Hörvergnügen.

Handlung

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Auf Leos letzter Zeitreise geht etwas gehörig schief. Die Menschheit hat plötzlich all ihr Wissen verloren und lebt wieder im Dunkeln. Ein Schock für Leo und seine Abenteuermaschine. Was ist nur passiert, wie konnte es zu dieser Katastrophe kommen? Kurzentschlossen schmiedet Leo einen Plan: er und seine Abenteueruhr müssen in die Vergangenheit fliegen und das Wissen wiederfinden.

Aber für dieses Abenteuer benötigen unsere zwei Zeitreise-Helden dringend Hilfe. Leo reist nach Florenz in das Jahr 1506. Hier verbündet er sich mit einem der größten Universalgenies der Menschheitsgeschichte – Leonardo Da Vinci. Und dieser hat eine gefährliche Idee …

(Quelle: e.T. Media)

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Details

Format: Hörspiel
Veröffentlichung: 2020
Spielzeit: 65:25
Sprache: Deutsch
Verlagshomepage: e.T. Media

Copyright Cover: e.T. Media (Matthias Arnold)



Über den Autor

Conny
"Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert." - Oscar Wilde