Review

Good ol‘ Sci-Fi gesucht? Warum dann nicht einfach mal wieder einen Blick ins Jahr 1987 werfen, wo Arnold Schwarzenegger im Film „Predator“ außerirdische Hintern tritt. Gemeinsam mit Ridley Scots „Alien“-Filmreihe wuchs daraus über die Jahre ein beeindruckendes Sci-Fi-Horror-Epos. Diesem Erbe verschreibt sich nun auch das Duo Dan Abnett und Brian Albert Thies in ihrer „Leben und Tod“-Trilogie.

Im ersten Band, der zeitlich 43 Jahre nach „Aliens: Die Rückkehr“ angesiedelt ist, haben zunächst die Predatoren ihren großen Auftritt. Bevor es auf das zwangsläufig blutige Zusammentreffen zwischen Mensch und Tötungsmaschine kommt, gibt es aber erst einmal ein paar Infos zur eigentlichen Mission. Das United States Colonial Marine Corps-Schiff Hasdrubal befindet sich unter dem Kommando von Captain Paget auf dem Weg zum Planeten Tartarus. Auf diesem will die Weyland-Yutani Corporation Terraforming betreiben.

Allerdings scheint ihnen eine Bande Plünderer, die an den Bodenschätzen des Planeten interessiert sind, zuvorgekommen zu sein. Also soll es Paget mit ihrer Crew und dem Zivilisten Mr. Lorimer im Schlepptau irgendwie richten. Zunächst sind auch alle frohen Mutes, vor allem, da sie schon nach kurzer Zeit das Lager der Plünderer entdecken. Bis auf einen Überlebenden finden sie allerdings nur noch verlassene Technik vor.

Obwohl der Überlebende von zähen, kampfbereiten Predatoren berichtet, glauben ihm die erfahrenen Marines erst, als sie selbst die ersten Todesopfer verzeichnen können. Die ganze Situation wird noch ein bisschen vertrackter, als schließlich noch ein Alienschiff entdeckt wird.

Bis zu diesem Zeitpunkt hat der Leser schon einige eher klischeehafte Army-Typen, einen geldgeilen Angestellten und einen engstirnigen Captain kennengelernt. Zugegeben, hier bewegt sich alles im eher traditionellen Rahmen. Aber das hat ja auch seine Vorteile, denn die typische Guerilla-Kampftaktik, ein bisschen Blut und Gemetzel sind doch das, was man in so einem Format lesen will.

In diesem Fall allerdings mit einer schwerwiegenden Einschränkung. Entscheidet man sich für das e-Book-Format, kommt man in Sachen Blutrausch kaum auf seine Kosten. Grund dafür: Die gängigen e-Reader sind nun mal alle schwarz-weiß. Aber, das muss man zur Ehrenrettung sagen, die Umrechnung in Grautöne funktioniert noch ganz gut. Dennoch kein Vergleich zu den tollen Farben, welche die Zeichnungen von Thies so lebendig werden lassen.

Leseprobe aus „Leben und Tod: Predator (Band 1)“ | Copyright: Cross Cult

Auch mit dieser kleinen Einschränkung könnte man sich sicherlich irgendwie anfreunden, gäbe es da nicht das Größenproblem. Die Printversion kommt als 17x26cm großes Softcover daher. Die handlichen e-Reader sind aber eher 9x12cm groß, kommen also nicht mal auf die Hälfte. Dazu gesellt sich noch ein großzügiger Rand um die Panels herum und schwupps – bleibt von den Comic-Seiten nur noch eine beinahe lachhafte Miniatur über. Ohne Zoom – und der ist bei den meisten Ink-Displays schmerzhaft langsam – wird das Lesen so ernsthaft zur Qual.

Schwierig, schwierig. Was sagt man nun unterm Strich dazu? Die Story von Abnett ist bisher wenig überraschend, aber als Auftakt noch solide. Die Zeichnungen sind eigentlich stimmungsvoll. Aber durch das e-Format bleibt auf dem normalen e-Reader davon nicht mehr viel über. Und während man vielleicht noch auf Farben verzichten kann (bei Mangas geht es ja auch), bleibt der Lesekomfort absolut auf der Strecke.
Von daher: Lieber die Finger vom digitalen Format lassen und bei Bedarf auf das Softcover zurückgreifen. Dann dürfte man unserer Wertung gerne auch noch 1-2 Punkte hinzuaddieren.

Inhalt

Das erste Kapitel einer neuen Geschichte um die Predator, die Aliens und die mysteriösen Ingenieure aus Feuer und Stein.

Die Marines kämpfen auf dem Planeten Tartarus gegen extraterrestrische Jäger, die im Besitz eines hufeisenförmigen Raumschiffes unbekannten Ursprungs sind. Der Vertreter von Weyland-Yutani will das Schiff, der Captain der Marines möchte ihre Crew beschützen. Doch keines dieser Ziele scheint möglich, wenn gerade die Predator angreifen!

(Quelle: Cross-Cult)

Autor

Dan Abnett (Autor)
ist ein britischer Autor. Er lebt und arbeitet in Maidstone, Kent.
Nach seinem Abschluss als Redakteur an der St Edmund Hall der Universität Oxford arbeitete er zwischendurch als Comiceditor und an Kinderbüchern, bevor er sich ganz dem Schreiben hingab und Schriftsteller wurde. In den folgenden zwölf Jahren hat er an den verschiedensten Projekten mitgewirkt. Darunter Scooby Doo, Thunderbirds, Conan der Barbar, den X-Men und Batman.

(Quelle: Wikipedia)

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Details

Format: e-Book / PDF / Softcover
Vö-Datum: 07.12.2016
Seitenzahl: 96
ISBN: 978-3-95981-041-8
Sprache: Deutsch
Verlagshomepage: Cross Cult

Copyright Cover: Cross Cult



Über den Autor

Ivonne
Ivonne
"Gute Bücher sind Zeitgewinn, schlechte Bücher Zeitverderber, gehaltlose Bücher sind Zeitverlust." - Rosette Niederer