Review

Ein weiteres Mal geht es mit der Titelfigur Johnny Sinclair auf Geisterjagd. Denn mit „Johnny Sinclair – Beruf Geisterjäger (Teil 3)“ veröffentlicht das Label Folgenreich das nächste Hörspielabenteuer des jungen Protagonisten für Groß und Klein.

Konnte der All-Age-Hörspaß bisher (beinahe) kritiklos begeistern, steht auch der letzte Teil der zunächst hier als Dreiteiler geplanten Veröffentlichung seinen Vorgängern in nichts nach.
Erneut adaptieren die ausführenden Regisseure und Produzenten Sebastian Breidbach und Dennis Ehrhardt die Romanvorlage aus der Feder von Sabine Städinger gekonnt.

Finale, aber kein Ende in Sicht

Wie bereits in unserer Rezension zu „Johnny Sinclair – Beruf Geisterjäger (Teil 1)“ erwähnt, besteht Städingers Romanreihe um den Nachwuchs-Jäger aus drei Bänden (erschienen im Baumhaus-Verlag). Folgenreich teilt seine ersten Veröffentlichungen der Hörspieladaption in drei Teile auf. Ihnen sollen jedoch weitere Adaptionen der weiteren Buchbände folgen. Daher wundert es nicht, dass das Finale dieser „ersten“ Trilogie zwar in sich abgeschlossen wirkt, werden doch alle „Abenteuer“ und Herausforderungen von dem Titelhelden gemeistert, es aber dennoch mit einem spannenden Cliffhanger endet. Ein Ausblick auf weitere Teile ist somit gegeben. Gleichzeitig hätte man sich ein endgültigeres Ende gewünscht. Nichtsdestotrotz bleibt somit natürlich die Neugier auf noch Kommendes geweckt.

Zunehmender Gruselfaktor

Dass „Johnny Sinclair“ die Hörer in seinen Bann zieht, ist nicht zuletzt der Spannung und dem in diesem Teil deutlich dominanteren Gruselfaktor geschuldet. Denn für ein Kinderhörspiel (empfohlen ab 10 Jahren) fällt der vorliegende dritte Teil stellenweise derart gruselig aus, dass sensible Kinderohren womöglich zu sehr ins Bangen geraten könnten. Erwachsene hingegen bekommen die gewünschte Spannung, die im ersten Teil noch auf sich warten ließ.

Musikalische Untermalung

Dominant und äußerst positiv fällt zudem die Musik in „Johnny Sinclair – Beruf: Geisterjäger (Teil 3)“ aus. Von epischen Fantasy-Soundtrack-Qualitäten über Highland Pipes (zu den im Hörspiel stattfindenden Highland Games) bis hin zum immer wieder überzeugenden Titelthema der Serie untermalt die Musik sowohl die Stimmung als auch die einzelnen Szenen passend. Diesbezüglich wird Abwechslung großgeschrieben.

ErfolgsverSPRECHENd

Durch eine überschaubare Anzahl an Figuren fällt die Abwechslung auf Seiten der Sprecher hingegen nicht ganz so groß aus, dafür punktet aber ihre Professionalität. Besonders Wolf Frass sticht erneut mit seiner Rolle des Erasmus von Rothenburg heraus. Und auch die sympathische Hauptfigur, gesprochen von Dirk Petrick, tritt wieder ausreichend ausdrucksstark auf.

Es bleibt zu hoffen, dass der Spagat zwischen kindgerechtem und erwachsenentauglichem Hörvergnügen auch in weiteren noch folgenden Abenteuern derart gut bewältigt wird. Denn Lust auf mehr von Johnny Sinclair hat der Hörspielfreund nach den Teilen 1, 2 und 3 definitiv.

Hörprobe

Inhalt

Johnny Sinclair hat seine erste Aufgabe als Geisterjäger gelöst und dem armen Uhrmacher Mr Hopkins seinen Seelenfrieden zurückgegeben. Aber noch treiben auf Greyman Castle der bösartige Highlander und das namenlose Geistermädchen ihr Unwesen. Und dann hat Johnnys Kindermädchen Cécile auch noch ein Burgfest geplant! Bald ist das Chaos perfekt und die Geister spuken mitten in der Menschenmenge …

(Quelle: Folgenreich)

Details

Format: Hörspiel
Veröffentlichung: 14.09.2018
Spielzeit: ca. 50 Minuten
Sprache: Deutsch
Verlagshomepage: Folgenreich (Universal Music Family Entertainment)

Copyright Cover: Folgenreich / Universal Music Family Entertainment



Über den Autor

Conny
Conny
"Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert." - Oscar Wilde