Review

In der „Forever Evil“-Reihe herrscht das Chaos und das Böse. Man munkelt, dass die Justice League, die Justice League of Amercia sowie die Justice League Dark zerstört seien. Nightwing wurde vorgeführt und ist in der Gewalt des Bösen. Darunter zählen nicht nur die Altbekannten aus dem „Batman“-Universum, nein auch das Crime Syndicate von Erde 3 ist in unserer Welt angekommen, um die gesamte Menschheit zu unterwerfen. Batman ist dazu noch verschwunden oder tot.
Naja, alles Spekulationen, wie man es von Comics gewohnt ist, und außerdem handelt es sich doch um den coolsten Detektiv, den es gibt. Wobei wir dieses Mal in die Geschichten des Riddlers, des Jokers, des Pinguins und von Bane eintauchen. Zwei Storys spielen in der Vergangenheit, zwei spielen direkt nach den Übergriffen.

In diesem Special sind „Gib dem Affen Zucker“, „Ratespiele“, „Alte Kumpel“ und „Dunkles Schicksal“ jeweils aus dem November 2013 enthalten.

„Gib dem Affen Zucker“ bezieht sich stark auf Jokers Kindheit, die – wie wir alle wissen – grauenhaft war. Als Kind wurde er nicht verstanden und mit Prügel gestraft, dabei war sein einziger Wunsch, Liebe zu empfangen. Das war ihm jedoch damals vergönnt. Nach dem Überfall in einem Zoo findet er einen neuen Freund, ein Familienmitglied. Der Joker blüht auf und wird augenscheinlich ein besserer Mensch. Weit gefehlt, das Leben bedeutet ihm nichts, weder seins noch das von anderen. Bis auf ein „Batman“-Symbol am Himmel ist aber weit und breit kein Flattermann zu finden, nichtsdestotrotz geht der Joker trotzdem leer aus.
Wirklich spannend war die Story nicht, dennoch aber unterhaltsam, wenn auch kurzweilig. Die beiden Andys kooperieren hier sehr gut zusammen und fangen die emotionale Komponente des Jokers sehr gut ein.

Es folgt die Riddler-Story „Ratespiele“. Nigma ist ein ziemlich langweiliger Charakter, zumindest äußerlich. Innerlich ist er viel durchtriebener als wir alle denken, weshalb diese Story zur besten im Heft gehört.

Comicautor Scott Snyder (Copyright: Scott Snyder)

Comicautor Scott Snyder (Copyright: Scott Snyder)

Scott Snyder ist fürs Storytelling zuständig, da kann ja nur etwas Gutes raus kommen. So ist es auch, denn der Riddler legt gleich mal Wayne Enterprises komplett lahm. Bis ins kleinste Detail geplant, marschiert er einfach bis zur Spitze des Towers durch. Man könnte meinen, das sicherste Gebäude der Stadt ist kein Hindernis für ihn. Wir sollen recht behalten, dennoch sind es die Menschen, die sich ihm in den Weg stellen, darunter auch ein alter Bekannter. Was fängt er nun mit seiner neuen Freiheit an auf dem wichtigsten Gebäude der Stadt?
Auch hier fehlt jede Spur des Schurkenjägers im schwarzen Gewand. Ziemlich merkwürdig, doch es wird einem klar, dass man ihn gar nicht vermisst, da er zumindest für diesen Storystrang einfach ausgeblendet wird.

In „Alte Kumpel“, einer Geschichte über den Pinguin, macht ein Trio sowie der Gouverneur ziemlichen Stress und bringt Oswald in eine Lage, aus der er nur mit einem Angriff herauskommt. Drohungen sind seine Leibspeise. Eine ganze Karriere steht auf dem Spiel. Wie werden sich seine Kontrahenten entscheiden?
Cobblepot´s Casino läuft wie immer gut. Jetzt steht es aber quasi vor dem Aus und das wird sich der selbsternannte Verbrecherkönig doch nicht gefallen lassen, oder?
Düster wird hier ebenfalls auf die Geschichte des Pinguins eingegangen, jedoch nur rudimentär. Wer glaubt, hier einen kompletten Überblick über sein Leben zu erhalten, liegt falsch.

Bane ist (in der Story „Dunkles Schicksal“) nun der Letzte im Bund der Bösewichte, die in diesem Heft eine Hauptrolle erhalten.
Beginnend im Gefängnis Santa Prisca plant Bane seinen Schlag gegen die Blackgate Strafanstalt. Die derzeitig Verantwortliche kann seiner Armee nichts entgegenstellen und prallt an einer Mauer aus kopflosen Kriegern ab. Aufgeputscht durch sein Venom hat Bane nur einen Wunsch: „… und Gotham City ist mein!“. Viel kann auch Bane mit einem Menschenleben nicht anfangen; wenn jemand nicht nach seiner Pfeife tanzt, dann hat er in seiner Nähe auch nichts zu suchen.

Fazit: Leider können nicht alle Storys überzeugen. Interessant sind die Rückblicke der einzelnen Charaktere, denn auch Bösewichte haben eine Seele, die ab und an nach Liebe und Erinnerung schreit.
Leider weist unsere Ausgabe ein paar Druckfehler auf, die aber den Gesamteindruck nicht negativ beeinflussen.
Für Fans ganz klar ein Muss. Für alle anderen gilt: Reinschauen lohnt sich, aber man verpasst auch nichts, wenn man das Special links liegen lässt. Für einen Preis von ca. 5 € sind vier Hefte dennoch ein sehr guter Kurs und schlüsseln die Hintergründe von „Forever Evil“ noch weiter auf.

Inhalt

Das „Batman“-Special zum ersten Mega-Crossover im neuen DC-Universum enthält vier US-Sonderhefte, die in den Staaten zum Verkaufsschlager wurden: Während auf der Welt das Böse regiert, macht sich Knochenbrecher Bane auf nach Gotham City, um die Stadt seines Erzfeindes Batman zu erobern, und der Riddler dringt in Wayne Enterprises ein. Der Joker schließt eine tierische Freundschaft und der Pinguin mischt die Welt der großen Politik auf …

(Quelle: Panini Comics)

Autor

Snyder jobbte nach seinem College-Abschluss zunächst bei Disney World in Florida. Zur Zeit studiert er an der Columbia University in New York.
Er schreibt Kurzgeschichten, die jetzt auch gesammelt in Deutschland in dem Werk „Happy Fish“ erschienen sind. 2012 schrieb er zusammen mit dem Zeichner Yanick Paquette am DC Comic „Swamp Thing“ und mit dem Zeichner Rafael Albuquerque „American Vampire“ für Vertigo.

Kubert wurde 1962 als Sohn des Comiczeichners Joe Kubert geboren. Gemeinsam mit seinem Bruder Adam Kubert trat er in den 1980er Jahren in die Fußstapfen des Vaters und begann als hauptberuflicher Comiczeichner zu arbeiten.

Zu seinen ersten veröffentlichten Arbeiten zählte eine Miniserie über den Sci-Fi-Helden Adam Strange, die im Programm des Ostküstenverlages DC-Comics auf den Markt kam. Größeres Aufsehen erweckte Kubert erstmals als Zeichner des von DC gemeinsam mit dem Verlag Dark Horse herausgegebenen Crossover „Batman vs. Predator“, in dem beide Verlage bekannte Figuren aus ihrem Repertoire in einer gemeinsamen Geschichte auftreten ließen.

In den 1990er Jahren arbeitete Kubert überwiegend für den Verlag Marvel Comics, für den er im Wesentlichen an verschiedenen Serien der „X-Men“-Reihe arbeitete. So illustrierte er Ausgaben der Serien „Uncanny X-Men“, „Ultimate X-Men“ und „X-Men Classic“. Hinzu kamen Engagements an Marvel-Serien wie „Ghost Rider“, „Incredible Hulk“, „Captain America“, „Thor“, „Marvel 1602″ und „Ultimate Iron Man“.

2005 unterschrieb Kubert einen Exklusivvertrag bei DC-Comics, wo er seither vor allem die traditionsreiche Serie „Batman“ betreut, für die er Geschichten des Schotten Grant Morrison ins Bild setzt.

(Quellen: Wikipedia)

Scott Snyder – Homepage
Scott Snyder – Facebook

Andy Kubert – Homepage

Details

Format: Heft
Vö-Datum: 24.06.2014
Originalausgaben: US Batman 23.1-23.4
Seitenzahl: 100
Sprache: Deutsch
Verlagshomepage: Panini Comics / DC-Comics

Copyright Cover: Panini Comics / DC-Comics



Über den Autor

Marcus
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