Review

Bereits am 09.09.2014 erschien die fünfte Ausgabe der derzeitigen „Forever Evil“-Reihe.
Enthalten sind darin die Hefte „Schlag auf Schlag“ („Hit and Run“) vom März 2014 und „Blut im Wasser“ („Blood in the Water – Batman and Robin 23.4“) vom November 2013.

Man muss sagen, es kommt nun endlich etwas Aktion in die ganze Serie. Wenn wir ehrlich sind, dann waren die ersten vier Ausgaben leider nicht der Renner, da sich die Story bis dato sehr viel Zeit genommen hat. Jeder hätte bei diesem Event doch totale Action erwartet und mit Spannung dem Kampf zwischen Gut und Böse entgegengefiebert. Superman und Ultraman sollen sich zerfetzen und um die Erde kämpfen. Stattdessen sieht man gebrochene Helden und aufstrebende Schurken. Was hält nun aber Heft 5 für uns bereit?

„Schlag auf Schlag“ handelt im Großen und Ganzen von „Power Ring“, einem Green Lantern-Abklatsch, der Begegnung zwischen Lex Luthors Schurken-Widerstandsgruppe und dem Kampf gegen das Crime Syndicate. Power Ring flieht. Vor wem, wissen wir anfangs nicht. Doch man sieht ihm an, dass er große Angst hat. Im nächsten Moment treffen auch schon Luthors Gruppe und ein Teil des Crime Syndicate, darunter auch Deathstroke, aufeinander. Im Gespräch erkennt Deathstroke jedoch, auf welcher Seite er kämpfen muss, um am Leben zu bleiben.

Aber zurück zum Kampf zwischen Power Ring und Sinestro. Dieser endet ziemlich tragisch und brutal. Der Kampf zwischen den beiden ist super inszeniert, ebenso auch der parallele Kampf zwischen den beiden Organisationen. Jede Menge Blut, Tragik und ein kleiner Twist machen diese Ausgabe wieder lesenswert, denn nun erhält das brutale Vorgehen des Crime Syndicate ein Gesicht, welches auf Worte Taten folgen lässt. Ziemlich fies, gerade deshalb aber sehr interessant.

Zeichnerisch kann David Finch total überzeugen. Die ganze Reihe punktet mit einem erwachsenen Setting, so wie man es aus dem DC-Universum kennt.

Geoff Johns bringt diverse Charaktere in einen Zwiespalt, um die Story spannend zu halten.
Ebenso interessant ist die Unterwerfung von Lex Luthor, Sinestro oder Deathstroke. Batman nimmt die Zügel in die Hand und erschafft sich somit eine eigene Armee mit dem Ziel, Nightwing zu retten. Bombastisch endet das fünfte Heft mit einem Cliffhanger, der extrem viel Spaß auf mehr macht.

Das zweite Heft, „Blut im Wasser“, erzählt die Entstehungsgeschichte des Bösewichts „Killer Croc“.
Das GCPD (Gotham City Police Department) hat einen Trupp in die Kanalisation geschickt, um Killer Croc zu finden und zu zerstören. Zwischendurch wird diese Aktion immer wieder mit kleinen Szenen aus dem Leben von Waylon Jones verziert und ausgeschmückt.

Comicautor Geoff Johns (Copyright: Geoff Johns)

Comicautor Geoff Johns (Copyright: Geoff Johns)

Teilweise empfindet man so etwas wie Mitleid für diese Kreatur. Warum er ein Reptil ist bzw. wird, bleibt ungeklärt. Fest steht, dass er seit seiner Kindheit Probleme damit hat, dass ihm Schuppen wachsen und er eher wie ein Monster anstatt wie ein Kind aussieht. Gut, wer könnte ihm das verübeln?
Bevor er eine Laufbahn zum Schurken einschlug, hat er mit Freakshows seinen Lebensunterhalt verdient. Eher schlecht als recht, da der Manager meist das gesamte Geld einbehielt. So etwas gefällt auf Dauer niemanden, sodass sich Croc nach einem Zwischenfall in der Kanalisation wiederfindet und dort nun sein Leben verbringt.
Hinzu kommt eine Schar von Anhängern, die er aufgelesen und zu einer Armee abgerichtet hat. Auch das GCPD kann ihn nicht stoppen und muss zum Schluss selbst daran glauben.
Sein Hass auf die Welt ist immens und so schult er seine Armee. „Immer hat man euch gesagt, was ihr nicht haben könnt … nicht sein könnt. Weil ihr schwach seid. Weil ihr arm seid.“ Doch damit ist nun Schluss, denn diese Menschen sind seine Augen in der Oberwelt und er das tödliche Maul darunter.

Fazit: Die „Forever Evil“-Story kann diesmal durch viel Aktion und guten Zeichenstil überzeugen. Die Beziehung zwischen den ganzen Charakteren wird aufgebohrt und es stellt sich oftmals die Frage, wer gut oder böse ist.
Croc wird durch „Blut im Wasser“ etwas menschlicher. Wir wissen nun, warum er solch einen Hass auf die Erde und seine Bewohner hat. Als Kind bereits verachtet, führt er sein Werk nun fort und schafft sich seine eigene Armee aus der Unterwelt.
Das Heft kann ich uneingeschränkt empfehlen. Viel Action, viel Story und eine Menge Vorfreude auf das baldige Finale der Serie.

Inhalt

Lex Luthors Schurken-Widerstand im gnadenlosen Kampf gegen die Secret Society! Wird sich Batman der Schurken-Liga anschließen, um dem Crime Syndicate das Handwerk zu legen?

Dazu: Die Entstehung von Batmans Widersacher Killer Croc!

Von den Superstars Geoff Johns (JUSTICE LEAGUE) und David Finch (BATMAN: THE DARK KNIGHT)!

(Quelle: Panini Comics)

Autor

Nachdem er bis 1995 an der Michigan State University studiert hatte, ging Johns nach Los Angeles, wo er einen Job als Assistent des Regisseurs und Produzenten Richard Donner annahm. 1999 wechselte er schließlich in die Comicbranche und begann als hauptberuflicher Autor von Comicheften und Fernsehserien zu arbeiten.

Seine ersten Engagements erhielt er dabei als Autor des One-Shots Star Spangled Comics #1 und der auf diesem basierenden, leichthändig erzählten Science-Fiction-Serie Stars and S.T.R.I.P.E. (#0–14), deren Hauptfigur er seiner Schwester Courtney nachbildete, die im Juli 1996 bei einer Flugzeugexplosion (Trans-World-Airlines-Flug 800) über Long Island ums Leben gekommen war.

2000 übernahm er den Posten von David S. Goyers Co-Autoren für die Superhelden-Serie JSA (#5–77, 81), den zuvor James Dale Robinson innegehabt hatte. Im selben Jahr wurde er zum Autoren der langlebigen Superhelden-Serie Flash (#1/2 und 164–225; Secret Files #3) berufen, die er bis 2005 betreute. Es folgten Autorenjobs für Teen Titans (2003; #1/2, 1–26, 29–45 Annual, Teen Titans/Legion Special #1), Green Lantern (#1-; Secet Files), Hawkman (#1–6, 8–25; Secret Files), 52 (#1–42) und Booster Gold (2007). 2006 übernahm Johns gemeinsam mit seinem Mentor Richard Donner DCs traditionsreiche Flaggschiffserie Action Comics, die von den Abenteuern des ikonenhaften Superhelden Superman handelt (#837, 840, 844–846, 850–851, 855–858, Annual 10).

Hinzu kamen zahlreiche Autorenjobs für Miniserien wie Day of Judgement (1999; #1–4), Green Lantern: Rebirth (#1–6), Beast Boy (1999–2000; #1–4) und das „alljährliche“ DC-Gross-Crossover für 2005, Infinite Crisis (#1–7), das er gemeinsam mit Mark Waid, Grant Morrison und Greg Rucka verfasste. One-Shots aus Johns Feder sind unter anderem Flash: Iron Hights und JLA/JSA: Virtue and Vice.

Als Gastautor schrieb Johns zudem einzelne Ausgaben für zahlreiche weitere DC-Serien wie Impulse (#61), Superman/Batman (#26), Batman (#606, 607), Batman: Gotham Knights (#49; Backup-Story), Superman 1. Serie (#650–653), Superman 2. Serie (#179–180, 184–187, 189) und Superman: Man of Steel (#121, 133).

Für DCs Konkurrenten Marvel Comics schrieb Johns Ausgaben der Serie The Avengers (#57–76), sowie die Miniserien Morlocks (2002; #1–4), The Thing: Freakshow (2002; #1–4) und Vision (2002; #1–4). Für Wildstorm schrieb er die Miniserie The Possessed (2003; #1–6) und die One-Shot Eye of the Storm #1 (2003) und die Jubiläumsausgabe #25 der Serie Tom Strong (2004) und für Image #67 der Serie Witchblade. Hinzu kamen die One-Shots B.P.R.D.: Night Train #1 (2003; Dark Horse), Noble Causes: Extended Family (Image; 2003) und Tomb Raider: Scarface’s Treasure (Dynamic Forces/Top Cow; 2003).

Für das Fernsehen verfasste Johns eine Folge der Serie Justice League Unlimited sowie – zusammen mit Goyer – die Pilotfolge der von Spike TV ausgestrahlten Serie Blade (2006). Gegenwärtig arbeitet Johns für die Produzentin Lauren Shuler Donner an einem Drehbuch für eine von Warner Brothers geplante Filmadaption der Comicserie Metal Men. Seiner Tätigkeit as Drehbuchautor wurde unter anderem Anerkennung gezollt indem man eine in der Superman-Fernsehserie Smallville auftretende fiktive Schurkenfigur nach ihm benannte.

(Quelle: Wikipedia)

Geoff Johns – Homepage
Geoff Johns – Facebook

Details

Format: Heft
Vö-Datum: 09.09.2014
Originalausgaben: Hit And Run / Blood in the Water – Batman and Robin 23.4
Seitenzahl: 52
Sprache: Deutsch
Verlagshomepage: Panini Comics / DC-Comics

Copyright Cover: Panini Comics / DC-Comics



Über den Autor

Marcus
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