Review

Insgesamt neun neue Manga-Bände hat die Zusammenarbeit von Altmeister Akira Toriyama und dessen Protegé Toyotarou hierzulande bereits zutage gefördert. Und „Dragon Ball Super“, die erste wirkliche Toriyama-Fortsetzung der Hauptreihe, dürfte bislang alle Erwartungen der Fans erfüllt oder sogar übertroffen haben.

Die Manga-Serie wartet sowohl mit den beliebten Figuren, als auch mit dem typischen Charme der alten 42er-Reihe auf.
Dabei gelingt es Zeichner Toyotarou von Mal zu Mal besser, sich dem Stil seines großen Vorbildes anzunähern.

Mit dem vorliegenden Band „Dragon Ball Super 9“ findet die aktuelle Universums-Turnier-Saga („Dragon Ball Super 6“, „Dragon Ball Super 7“, „Dragon Ball Super 8“) ihren Abschluss und es wird bereits ein neues Kapitel der Erfolgsgeschichte aufgeschlagen.

Die Entscheidung fällt!

So lautet der Titel des finalen Mangas rund um das Gefecht der Universen. Von den geradezu unzähligen Kämpfern aus den entlegensten Ecken der Galaxie sind nur noch Son-Goku, Vegeta und ihr größter Widersacher, der eigenbrötlerische und wortkarge Jiren, übrig geblieben. Während Goku und Vegeta das siebte Universum repräsentieren, ist Jiren der letzte Vertreter des elften Universums. Bislang war diesem alienartigen Geschöpf schlicht nicht beizukommen – zu groß waren dessen Kraftvorteile. Son-Goku wäre jedoch nicht Son-Goku, wenn er nicht noch ein weiteres Ass im Ärmel hätte. Mit viel Leidenschaft und Hingabe zeigt Goku abermals eine neue Technik und damit Entwicklungsstufe: Der Ultra-Instinkt-Zustand.

Nunmehr mit silberner Haarpracht (siehe Cover der Ausgabe) ist Goku in der Lage, kurzzeitig mit Jiren mitzuhalten und diesen sogar zu übertölpeln. Allerdings ist die Technik noch nicht vollends ausgereift und auch Jiren beweist, dass er sich innerhalb kürzester Zeit auf neue Herausforderungen einzustellen vermag. Son-Goku und Vegeta müssen sich im Kampf gegen Jiren zusammentun, um eine Chance gegen ihn zu haben.

Im Anschluss daran beginnt – mehr oder weniger – übergangslos ein neues Kapitel. Nachdem der Dämon Boo von Unbekannten entführt worden ist, brechen Goku und Vegeta ins All auf. Dort treffen sie auf den ihnen bereits bekannten intergalaktischen Polizisten Jaco und werden prompt zu Sondermitgliedern der galaktischen Patrouille. Ziel der Mission ist die erneute Inhaftierung des entflohenen Schurken Moro. Dieser furchterregende Bösewicht absorbiert Lebensenergie von ganzen Planeten und bezieht daraus seine Kraft. Ein neues Abenteuer wartet.

Bewertung

Die Universums-Turnier-Saga zeichnet sich auch zum Finale hin durch die Dragon Ball-typischen Wechsel der Kräfteverhältnisse aus. Während zu Beginn der Ausgabe Goku durch seine neue Ultra-Instinkt-Technik klar im Vorteil ist, verschiebt sich das Ganze im weiteren Verlauf fließend wieder. Dies geht mit einem gekonnten Wandel der Charaktereigenschaften der Kontrahenten einher. War Jiren das gesamte Turnier über eher ein äußerst ruhiger und stoischer Zeitgenosse und Goku mit gehöriger Leidenschaft bei der Sache, so bewirkt der Ultra-Instinkt, dass Goku jegliche überflüssige menschliche Emotion abstreift und Jiren immer aufgebrachter wird. Vegeta darf in diesem maßgeblichen Finale leider nur selten auftrumpfen.

Auch der Schurke Freezer gehört zum Team des siebten Universums. (Copyright: ProSieben Maxx)

Das Ende des Turniers inszenieren Toriyama und Toyotarou dann weniger episch als vielmehr erfrischend überraschend. Der Kampf nimmt eine unerwartete Wendung und es teilen sich Teilnehmer das Rampenlicht, die man nicht unbedingt erwarten durfte. Jiren wahrt bis zum Ende der Saga seinen Ruf als einer der mächtigsten Kämpfer, die Son-Goku & Co. jemals begegnet sind.

Auch die neue Saga beginnt vielversprechend. Nachdem zunächst eindeutig der Spaß und weniger die Action im Vordergrund steht, wandelt sich die Story schon bald. Der neue Bösewicht Moro, der visuell an einen Ziegenbock angelehnt ist, vermag sofort das Interesse des Lesers zu wecken. Der unheimliche Weltenvernichter verfügt über eine Macht, die derjenigen aus „Star Wars“ zu ähneln scheint, und ist von Goku und Vegeta völlig unbeeindruckt. Man darf gespannt sein, wo das noch hinführt.

Fazit

Akira Toriyama und Toyotarou haben ihr Pulver noch immer nicht verschossen und liefern weiterhin eine Manga-Serie nach Maß ab. Das darf gerne noch lange so weitergehen.

Inhalt

18 Jahre nach der Beendigung von DRAGON BALL GT startete die brandneue Anime-Serie DRAGON BALL SUPER in Japan. Die gleichnamige Manga-Serie wartet sowohl mit den beliebten Hauptfiguren als auch mit Charakteren aus den neuen DRAGON BALL Z-Kinofilmen auf.

Akira Toriyama und Toyotarou liefern mit DRAGON BALL SUPER die ersten neuen, schwarzweißen Manga um Son-Goku & Co. seit Band 42 – im allerfeinsten »Toriyama-Style«.

(Quelle: Carlsen)

Schöpfer

Akira Toriyama
ist ein japanischer Manga-Zeichner.

Sein bisher größter Erfolg ist die in den Jahren 1984 bis 1995 erschienene und 42 Bände umfassende Manga-Reihe Dragonball. Sie steht mit 152 Millionen allein in Japan verkauften Exemplaren (Stand 2010) auf Platz 2 der erfolgreichsten Manga-Serien der Geschichte.

(Quelle: Wikipedia)

Details

Format: Taschenbuch
Veröffentlichung: 26.05.2020
Seitenzahl: 192
ISBN: 978-3-551-71770-2
Sprache: Deutsch
Verlagshomepage: Carlsen Verlag

Copyright Cover: Carlsen Verlag



Über den Autor

Fabian
Fabian
"Du lächelst wie jemand, der keine Ahnung hat, wozu ein Lächeln überhaupt gut ist." (Das kleine, blaue, geflügelte Einhorn Happy, in: Happy!)