Review

Gigantische Battle Royale

Schon kurz nach der Bekanntgabe des großen Universum-Turniers rückten der sportliche Geist und der Spaß am Kampfsport in den Hintergrund („Dragon Ball Super 6„). Was Son-Goku als ein freundschaftliches und ehrgeiziges Kräftemessen ersonnen hatte, wurde von den Königen von Allem zu einem nackten Überlebenskampf für ganze zwölf Universen pervertiert. Nur das Sieger-Universum soll sein Recht auf Leben bewahren.

Um die Existenz seiner Welt, und des gesamten siebten Universums, wieder einmal zu sichern, begab sich Goku auf die Suche nach einer schlagkräftigen Truppe, um in dem alles entscheidenden Showdown bestehen zu können.

Selbstverständlich setzt sich das Team ausschließlich aus den beliebten Haupt- und Nebenfiguren aus der gesamten „Dragon Ball“-Reihe zusammen. Die zehn Teilnehmer sind: Son-Goku, Vegeta, Kuririn, Son-Gohan, Piccolo, C 18, C 17, Tenshinhan, Muten-Roshi, der legendäre Herr der Schildkröten und – der Feind deines Feindes ist dein Freund – Gokus ewiger Rivale und Antagonist, Freezer.

Gemeinsam treten diese Kämpfer also in „Dragon Ball Super 7“ in einem Gefecht an, dass selbst WWEs legendäres Royal Rumble-Event tief in den Schatten stellt.

Das Turnier der Kraft beginnt

Das Regelwerk in Kürze: Alle Teilnehmer des Turniers befinden sich gleichzeitig im Ring. Das Töten der Gegner und der Einsatz von Waffen sind verboten. Es ist dafür gesorgt, dass sich niemand der Schwerkraft widersetzen kann, sprich Fliegen ist auch nicht möglich. Ferner dürfen nur Sterbliche, nicht etwa Beerus, der Gott der Zerstörung, oder sein Begleiter Whis oder deren Pendants aus anderen Welten teilnehmen. Die Kämpfer scheiden aus dem Wettbewerb aus, wenn sie – wie auch immer – aus dem Ring befördert werden. Eine intergalaktische Battle Royal.

Unter den Kämpfern aus den anderen Welten tummeln sich Aliens, Unsichtbare, wolfsähnliche Kreaturen, Freezer-Pendant Frost, Parallelwelt-Saiyajins oder auch die uns schon bekannten Kämpfer aus dem benachbarten sechsten Universum. Besonders mächtig scheinen allerdings die Helden aus dem elften Universum zu sein, die sich um einen Muskelprotz namens Jiren versammeln.

Zum Nachdenken ist jedoch nicht viel Zeit, denn schnell entfesselt sich ein unübersichtlicher Kampf.

Bewertung

Das gewohnte K.-o.-System der Endrunde des Großen Turniers der Kampfsportkunst hat vorerst ausgesorgt – es lebe die Battle Royale!

Kraftprotz Jiren

Als der große Favorit der morbiden Veranstaltung gilt von Beginn an der breitschultrige, athletische Kraftprotz Jiren, der mit seiner unheimlichen Aura selbst Son-Goku und Vegeta Respekt einflößt.

Zwar hat Akira Toriyama allein visuell schon deutlich erinnerungswürdigere Kontrahenten als den 08/15-Taucheranzug-Alien hervorgebracht, doch übt dessen mysteriöse Persona und kraftstrotzende Präsenz einen gewissen Reiz auf den Leser aus. Wenn dieser Son-Goku nahelegt, er solle sich als namenloser Krieger mit jemandem auf seinem Niveau anlegen, dann wirkt das nicht überheblich, sondern wie jemand, der genau weiß, was er kann.

Es wird spannend sein, zu sehen, wie dieser Kampf verlaufen wird.

Schattenseiten des Son-Goku oder doch nur falscher Ehrgeiz?

In diesem Zusammenhang wird die zwiespältige Rolle Son-Gokus deutlicher als noch in früheren Abenteuern.

Während die Hauptfigur früher durchweg als strahlender Held mit sonnigem Gemüt wahrgenommen wurde, erleidet sein Charakter vorliegend gewisse Kratzer. Nicht nur sind es Gokus Stolz und Ehrgeiz, die die involvierten Universen überhaupt erst in diese existenzgefährdende Lage gebracht haben, auch im Kampf wählt der Held – oftmals fahrlässig – den weitaus schwereren Weg, um sich selbst zu profilieren.

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass der Leser bisweilen den Eindruck gewinnt, dass es hierbei mehr um sein Ego als um alles andere geht. Ob von Toriyama und Toyotarou beabsichtigt oder nicht, Son-Goku wirkt vorliegend nicht uneingeschränkt wie der größte Held, der altruistische Retter. Dies kann bloß subjektive Wahrnehmung oder der Beginn einer gewissen Charakterentwicklung sein.

Die übrigen Charaktere

Vegeta bleibt im Turnier bislang ein wenig blass, womöglich warten aber noch große Momente auf den Prinz der Saiyajin.

Freezer wird von Toriyama genial in die Handlung integriert. Der listige Schurke bleibt seinem Wesen als überlegener Drahtzieher treu, spricht mit gespaltener Zunge, behält stets die Fäden in der Hand und setzt andere Teilnehmer gleichsam als Marionette ein.

Leider gelangen etwa Kuririn und Tenshinhan nicht zu spätem Ruhm – auch nicht zu kurzem Ruhm. So überrascht, dass diese Weggefährten Gokus – neben Muten-Roshi – noch zu den mächtigsten Helden der Erde zählen sollten, und doch die Bildfläche so schnell wieder verlassen – ohne einen maßgeblichen Einfluss auf den Ausgang des Turniers zu nehmen. Einen kleinen Triumph hätte man diesen kampferprobten Recken dann doch gerne vergönnt.

Fazit

Das Turnier der Kraft hält eine Unmenge neuer Figuren und ausgeglichener Kämpfe bereit. Das Ganze wird – wie inzwischen gewohnt – von Toriyamas Protegé Toyotarou gekonnt in Szene gesetzt. Es bleibt abzuwarten, wie Son-Goku & Co. insbesondere dem erheblich überlegenen elften Universum das Wasser reichen wollen.

Trailer

Inhalt

18 Jahre nach der Beendigung von DRAGON BALL GT startete die brandneue Anime-Serie DRAGON BALL SUPER in Japan. Die gleichnamige Manga-Serie wartet sowohl mit den beliebten Hauptfiguren als auch mit Charakteren aus den neuen DRAGON BALL Z-Kinofilmen auf. Akira Toriyama und Toyotarou liefern mit DRAGON BALL SUPER die ersten neuen, schwarzweißen Manga um Son-Goku & Co. seit Band 42 – im allerfeinsten »Toriyama-Style«. Ein Actionspaß sondergleichen, ein absolutes Muss für alle DRAGON BALL-Fans!

(Quelle: Carlsen)

Schöpfer

Akira Toriyama
ist ein japanischer Manga-Zeichner.

Sein bisher größter Erfolg ist die in den Jahren 1984 bis 1995 erschienene und 42 Bände umfassende Manga-Reihe Dragonball. Sie steht mit 152 Millionen allein in Japan verkauften Exemplaren (Stand 2010) auf Platz 2 der erfolgreichsten Manga-Serien der Geschichte.

(Quelle: Wikipedia)

Details

Format: Taschenbuch
Veröffentlichung: 29.10.2019
Seitenzahl: 192
ISBN: 978-3-551-71449-7
Sprache: Deutsch
Verlagshomepage: Carlsen Verlag

Copyright Cover: Carlsen Verlag



Über den Autor

Fabian
Fabian
"Du lächelst wie jemand, der keine Ahnung hat, wozu ein Lächeln überhaupt gut ist." (Das kleine, blaue, geflügelte Einhorn Happy, in: Happy!)