Review

Deadpools Serie mit seinem eigenen Killerkommando setzt sich mit „Deadpool #3“ weiter fort.

Nachdem in Heft #1 sein neues Team gegründet wurde, ist Wade aktuell alleine unterwegs, um den Bösewicht aus den eigenen Reihen zu erwischen. Einzige Lösung? Seine Tochter als Köder zu verwenden. Zum Ziel führt es immerhin und so stellt sich heraus, dass Madcap gegen Wade arbeitet. Wem das nicht schon unangenehm genug ist, der kann sich auf Masacre freuen, der das Beil schwingt und recht spendabel mit Blut umgeht.

Zum Film war der Hype um Deadpool ziemlich hoch, doch ist die neue Serie auch in Heft 3 noch interessant, super hipp und krass lustig?

Nach einem absurden Kampf und viel Gequatsche kann Madcap entkommen und der Leser ist zwar inhaltlich noch kein Stück weiter, aber immerhin sind die Dialoge witzig und unterhaltsam; wirklich gehaltvoll jedoch nicht. Erwartet man hier zu viel von Deadpool?

Sehr überzeugend ist hingegen der Zeichenstil. Der Einsatz der Farben und der schmale Grad zwischen realistischen Bildern und Comicoptik begeistern.

Einblick in "Deadpool #3" (Copyright: Panini Verlag)

Einblick in „Deadpool #3“ (Copyright: Panini Verlag)

In der zweiten Hälfte des Hefts, die sich um Masacre dreht, der zu Beginn einen Überfall vereiteln kann, um danach bei einem Gang-Boss einzusteigen, fällt der Comicstil deutlich derber aus, als in der Deadpool-Hauptstory.
Das gewisse Skurrile darf natürlich auch hier nicht fehlen. So spielt im Hintergrund gerne mal eine Band, während drumherum Bandenmitglieder per Machete zerschnitzelt werden. Das ist schön anzusehen und deutlich spaßiger als die Deadpool-Story in der ersten Hefthälfte.

Spannung und freudige Erwartung auf das neue Heft sehen allerdings definitiv anders aus. An sich ist Deadpool ein sehr interessanter Charakter und dank Kino und Medien auch äußerst präsent, sodass es viel Material rund um den Antihelden gibt. Doch so richtig Gehaltvolles kann man nach Heft Nummer 3 einfach nicht sehen. Vielleicht muss sich seine Daseinsberechtigung auch erst noch ergeben und die Story nimmt noch einen großen Twist, der fesselt. Aktuell gibt es aber keinen Grund, warum man die Deadpool-Serie lesen sollte. Mit Klassikern wie die Greatest Hits (siehe Rezension) oder der Killer Kollektion ist man wahrscheinlich deutlich besser bedient.

Inhalt

Wade setzt alles auf eine Karte. Denn er hat den idealen Köder, um den Verräter im Team aus der Deckung zu locken … seine eigene Tochter Ellie! Mittendrin: Masacre, der Deadpool aus Mexiko!

(Quelle: Panini Comics)

weitere Bände

Deadpool #1

Details

Format: A4, Heft
Vö-Datum: 27.09.2016
Originalausgaben: Deadpool 5, Deadpool:Massacre 1
Seitenzahl: 60
Sprache: Deutsch
Verlagshomepage: Panini Comics

Copyright Cover: Panini Verlag



Über den Autor

Marcus
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